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PCO-Syndrom

Letrozol und aufgereinigtes FSH unterscheiden sich nicht in ihrer Effektivität bei der Behandlung von Frauen mit PCO-Syndrom und Kinderwunsch

Original Titel:
Cost effectiveness of letrozole and purified urinary FSH in treating women with clomiphene citrate-resistant polycystic ovarian syndrome: a randomized controlled trial

Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) leiden an einer Hormonstörung, bei der der Körper zu viele männliche Geschlechtshormone produziert. Der Zyklus ist unregelmäßig, der Eisprung erfolgt nur sehr selten und es kommt zur Bildung kleiner Zysten auf den Eierstöcken. Zudem schüttet die Hirnanhangsdrüse zu wenig FSH (Follikelstimulierendes Hormon aus), welches die Follikelreifung fördert. Dadurch zählt das polyzystische Ovarialsyndrom zu einer der häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit. Clomifencitrat wird als Standardbehandlung bei Frauen mit PCO-Syndrom eingesetzt um den Eisprung zu fördern. Auch Letrozol und aus dem Urin von Frauen in der Postmenopause gewonnenes FSH können zur Unterstützung der Follikelreifung und des Eisprungs eingesetzt werden.

Eine Studie im Human Fertility untersuchte jetzt die Effizienz und Kosteneffektivität von Letrozol im Vergleich zu aufgereinigtem FSH für die Behandlung von Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom und Kinderwunsch, die resistent gegenüber Clomifencitraten waren. 140 Frauen wurden in 2 Gruppen aufgeteilt, die entweder 2,5 mg Letrozol 2-mal täglich für 5 Tage lang oder eine abgestufte Therapie mit FSH mit einer Startdosis von 75 internationalen Einheiten (international units, IU) erhielten. Die Auswertung der Ergebnisse zeigte, dass sich die beiden Behandlungsformen nicht hinsichtlich der Schwangerschaftsrate, der Eisprungrate, der Rate an Fehlgeburten oder der Anzahl an Mehrlingsschwangerschaften unterschieden. Allerdings war die Behandlung mit FSH 4,8-mal teurer als die Behandlung mit Letrozol.

Die Studie deutet daher an, dass Letrozol und aufgereinigtes FSH gleich effektiv bei der Behandlung von Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrome und Resistenz gegenüber Clomifencitrat eingesetzt werden können.

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