Leukämie

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 21 Studien fand, dass Cyclophosphamid anschließend an eine Stammzelltransplantation bei akuter Leukämie das Risiko für die Transplant-gegen-Wirt-Krankheit reduziert, ohne das Risiko für Rückfälle oder Sterblichkeit zu erhöhen. Weitere randomisierte Studien sollten Dosierung und optimale Prophylaxestrategien klären.

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Eine Metaanalyse von 23 Studien konnte zeigen, dass mehr als die Hälfte der Menschen mit Krebs eine Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie entwickeln könnte. Identifizierte Risikofaktoren deuten darauf, dass ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und guter Kontrolle von Stoffwechselerkrankungen einen Beitrag zur Risikoreduktion leisten könnte. Die Autoren plädieren zudem für frühzeitiges Screening zur Verbesserung von Behandlungsergebnissen und Lebensqualität der Betroffenen.

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Eine Machbarkeitsstudie mit 110 Patienten aus Psychosomatik, Hämatologie, Viszeralchirurgie und Neurochirurgie fand, dass die gesundheitsbezogene Lebensqualität per Mobilgerät häufiger erfragt werden kann. Dies erlaubt es, gezielter auf die jeweiligen Krankheitsverläufe einzugehen und die individualisierte Behandlung der Patienten zu erleichtern.

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Eine retrospektive Beobachtungsstudie analysierte Daten von 1 533 Patienten mit neuer Diagnose und Behandlung einer akuten myeloischen Leukämie (AML). Patienten in intensiver Chemotherapie (44,9 %) waren im Schnitt jünger und weniger stark vorerkrankt als nicht-intensiv behandelte Patienten (55,1 %). Eine weitere Patientengruppe, die im Schnitt ebenfalls älter war, erhielt keine dokumentierte Behandlung ihrer AML. Das Studienfazit sieht einen Mangel an adäquaten, gut verträglichen Behandlungsoptionen.

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Eine Real-World-Studie mit 140 Menschen mit klassischem Hodgkin-Lymphom fand, dass die Standardtherapien bei älteren Patienten mit gutem Ergebnis eingesetzt werden können. Das chronologische Alter ist demnach kein ausreichender Grund für eine Therapieentscheidung. Der Gebrechlichkeits-Score kann demnach jedoch als prognostisches Werkzeug dienen.

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Eine Nahrungsergänzung mit Probiotika kann in moderatem Ausmaße Chemotherapie-induzierte Komplikationen bei Leukämie-Patienten lindern, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 8 randomisiert-kontrollierte Studien. Allerdings stehen bislang nur begrenzt Studien zur Verfügung. Große randomisiert-kontrollierte Studien sind daher nötig für klarere Aussagen.

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Früh mit neuartigen Wirkstoffen einzugreifen kann den Krankheitsfortschritt beim schwelenden Multiplen Myelom bremsen und das klinische Ansprechen verbessern, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 19 Studien. Dies trifft besonders auf Patienten mit hohem Risiko für einen Krankheitsfortschritt zu. In die Abwägung zur Therapieentscheidung sollte jedoch die Rate unerwünschter Ereignisse miteinbezogen werden, so das Fazit der Autoren.

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Eine prospektive, randomisierte, offen durchgeführte Studie der Phase 3 verglich bei gebrechlichen Patienten mit Multiplem Myelom die Standardbehandlung mit Lenalidomid mit langfristigem Dexamethason versus Dexamethason nur für 2 Zyklen, aber mit Daratumumab. Die Vermeidung von Dexamethason reduzierte demnach das Risiko für Krankheitsfortschritt oder Tod im Vergleich zur Standardbehandlung, ohne dass zusätzliche Sicherheitsbedenken auftraten.

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Ein internationales Wissenschaftlerteam hat untersuchte, wie Taillenumfang und körperliche Aktivität das Krebsrisiko beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass ein hoher Taillenumfang das Krebsrisiko erhöht, selbst bei ausreichender körperlicher Aktivität. Geringe körperliche Aktivität erhöht ebenfalls das Krebsrisiko, auch bei schlanker Taille. Als Maß für Taillenumfang und  körperliche Aktivität wurden die WHO-Empfehlungen herangezogen.

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