Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Eine Nahrungsergänzung mit Probiotika kann in moderatem Ausmaße Chemotherapie-induzierte Komplikationen bei Leukämie-Patienten lindern, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 8 randomisiert-kontrollierte Studien. Allerdings stehen bislang nur begrenzt Studien zur Verfügung. Große randomisiert-kontrollierte Studien sind daher nötig für klarere Aussagen.
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Früh mit neuartigen Wirkstoffen einzugreifen kann den Krankheitsfortschritt beim schwelenden Multiplen Myelom bremsen und das klinische Ansprechen verbessern, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 19 Studien. Dies trifft besonders auf Patienten mit hohem Risiko für einen Krankheitsfortschritt zu. In die Abwägung zur Therapieentscheidung sollte jedoch die Rate unerwünschter Ereignisse miteinbezogen werden, so das Fazit der Autoren.
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Eine prospektive, randomisierte, offen durchgeführte Studie der Phase 3 verglich bei gebrechlichen Patienten mit Multiplem Myelom die Standardbehandlung mit Lenalidomid mit langfristigem Dexamethason versus Dexamethason nur für 2 Zyklen, aber mit Daratumumab. Die Vermeidung von Dexamethason reduzierte demnach das Risiko für Krankheitsfortschritt oder Tod im Vergleich zur Standardbehandlung, ohne dass zusätzliche Sicherheitsbedenken auftraten.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Pharmakologische Modulatoren der Cannabinoid CB1/2-Rezeptoren zeigen Potenzial zur Behandlung von Krebs-induziertem Knochenschmerz, fand ein systematischer Review über Tier- und klinische Studien sowie bioinformatische Analysen.
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Die Studienlage lässt keine klare Einschätzung der Wirksamkeit und Sicherheit von Medizinalcannabis als therapeutische Intervention zur Behandlung von Depression, Ängsten oder Stress bei Menschen mit aktiver Krebswerkrankung zu, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien.
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Ein internationales Wissenschaftlerteam hat untersuchte, wie Taillenumfang und körperliche Aktivität das Krebsrisiko beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass ein hoher Taillenumfang das Krebsrisiko erhöht, selbst bei ausreichender körperlicher Aktivität. Geringe körperliche Aktivität erhöht ebenfalls das Krebsrisiko, auch bei schlanker Taille. Als Maß für Taillenumfang und körperliche Aktivität wurden die WHO-Empfehlungen herangezogen.
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Die Inzidenz einiger Krebsarten hat in vielen Ländern zugenommen – und zwar sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Erwachsenen. Besonders deutlich war der Anstieg bei Schilddrüsen- und Nierenkrebs. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler, indem sie die Inzidenzentwicklung ausgewählter Krebserkrankungen in 42 Ländern zwischen 2003 und 2017 untersuchten.
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Eine akute myeloische Leukämie (AML) geht bei älteren Patienten mit einer hohen Sterblichkeitsrate mit nur begrenzten Behandlungsoptionen einher. Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 7 Studien fand nun, dass die Behandlung mit Venetoclax plus Decitabin für ältere Patienten mit AML wirksamer ist als Kontrollbehandlungen. Zudem erschien die Behandlung sicher.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 18 klinische Studien fand keine signifikanten Unterschiede in der Inzidenz von Pneumonie bei Patienten mit CLL in Behandlung mit unterschiedlichen BTKi. Das Risiko für eine Pneumonie sei demnach kein relevanter Faktor bei der Entscheidung für einen speziellen BTKi, so das Fazit.
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Die Bruton-Tyrosinkinaseinhibitoren (BTKi) stellen eine neuere Wirkstoffklasse in der Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) dar. Eine Netzwerk-Metaanalyse verglich nun deren Wirksamkeit und fand über 3 Studien, dass Zanubrutinib der wirksamste BTKi für Patienten mit refraktärem oder Rückfall-Hochrisiko-CLL war.
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Eine klinische Studie der Phase 3 ermittelte, ob eine Kombination von Bortezomib und Dexamethason mit Venetoclax versus Placebo vorteilhaft für Patienten mit refraktärem Multiplem Myelom oder nach Rückfall ist. Demnach war die Behandlung mit Venetoclax mit besserem progressionsfreien Überleben, aber auch mit höherer Mortalität verbunden und somit insgesamt nur bei speziellen Patientengruppen sinnvoll, nach Einschätzung der Autoren.
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Eine Metaanalyse von 42 Studien mit über 46 000 Krebspatienten konnte zeigen, dass Krebspatienten mit höherer Muskelkraft oder besserer kardiorespiratorischer Fitness ein signifikant geringeres Sterberisiko haben. Besonders ausgeprägt war dieser Zusammenhang bei fortgeschrittenen Krebsstadien sowie bei Lungen- und gastrointestinalem Krebs.
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Eine schwedische Fall-Kontroll-Studie deutet darauf hin, dass Menschen mit Tätowierungen ein erhöhtes Risiko für maligne Lymphome haben könnten. Besonders auffällig war ein höheres Risiko kurz nach der ersten Tätowierung sowie viele Jahre danach. Die Ergebnisse legen nahe, dass Tätowierfarbe langfristig gesundheitliche Folgen haben könnte, auch wenn weitere Forschung notwendig ist.
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