Migräne

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Eine retrospektive Beobachtungsstudie mit 448 Patienten fand, dass eine konsequente mediterrane Ernährung mit niedrigerem Risiko für chronische Migräne assoziiert war. Dieser Vorteil der mit Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüssen reichen Ernährung war selbst bei Medikamentenübergebrauch und ungünstigen Ernährungsverhaltensweisen nachweisbar. Ein Zusammenhang mit der monatlichen Zahl von Kopfschmerztagen schien hingegen stärker durch das breitere Ernährungsverhalten beeinflusst zu sein.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien zeigte, dass kurze Edukationsinterventionen klinisch bedeutsame Reduktionen in Medikamentenverbrauch und Kopfschmerzhäufigkeit bei Medikationsübergebrauchskopfschmerz (MÜK) bringen. Interventionen über mehrere Sitzungen könnten effektiver sein, allerdings ist die Evidenz hierzu limitiert aufgrund der sehr heterogenen Studienlage. 

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Eine personalisierte, niedrig-glykämische Ernährung, unterstützt durch Blutzuckermessungen und die DiGA sinCephalea, kann wirksam zur Migräneprophylaxe beitragen, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit über 800 Teilnehmern. Die gezielte Anpassung der Ernährung hatte vorteilhafte Effekte auf Symptome und Häufigkeit von episodischer Migräne und war gut verträglich.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Eine prospektive, vergleichende Längsschnittstudie fand mit 90 Teilnehmern mit Migräne bereits nach wenigen Monaten mit einer Migräneprophylaxe eine bessere Denkleistung, speziell in der exekutiven Funktion. Sowohl Migräneprophylaxen mit CGRP-gerichteten Biologika als auch mit Botulinumtoxin waren demnach, besonders bei Ansprechen auf die Behandlung mit Blick auf eine Reduktion der Kopfschmerztage, wirksam zur Verbesserung der kognitiven Funktion.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Die Kombination von 6 % THC und 11 % CBD erreichte in einer randomisiert-kontrollierten Studie mit 92 Teilnehmern bessere Linderung bei akuter Migräne als ein Placebo und wies auch anhaltende Effekte auf. Die Studie untersuchte die Behandlung einer einzigen Attacke mit jeder einzelnen Studienbehandlung – längerfristige Effekte einer wiederholten Behandlung sind daher weiterhin unklar.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Eine klinische Studie der Phase 3 fand, dass Patienten mit chronischer Migräne in bereits stabiler Behandlung mit OnabotulinumtoxinA von einer ergänzenden prophylaktischen Behandlung mit Atogepant profitieren können. Die ergänzende Therapie mit Atogepant erreichte in dieser Studie klinisch bedeutsame Reduktionen der Migränetage und Ansprechraten. Die Kombination war in dieser Studie sicher und insgesamt gut verträglich.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Eine multinationale retrospektive Kohortenstudie ermittelte über bis zu 3 Jahre, ob sich das Risiko für Glaukoma bei Erwachsenen mit Migränen je nach Art der medikamentösen Migräneprophylaxe unterschied. In der Analyse über 73 644 Personen hatten Patienten mit Anti-CGRP-Biologika ein geringeres Risiko für ein Glaukom im im Vergleich zu Patienten mit Prophylaxen ohne Bezug zu CGRP.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Migräne belastet viele Menschen erheblich, weshalb gut verträgliche vorbeugende Optionen von großem Interesse sind. Die Ergebnisse eine systematischen Reviews mit Metaanalyse zeigen, dass das Schlafhormon Melatonin im Placebovergleich Migräneattacken verkürzte, Kopfschmerztage reduzierte und die Lebensqualität verbesserte. Es war weniger effektiv als Amitriptylin, aber wies ein günstigeres Sicherheitsprofil auf.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 10 Studien fand, dass Heuschnupfen signifikant mit einem um den Faktor 2 – 3 höheren Risiko für Migräne assoziiert ist. Der Zusammenhang, so die Wissenschaftler, sollte für integrierte Behandlungsstrategien bei Patienten mit beiden Erkrankungen berücksichtigt werden.

Weiter zum ausführlichen Bericht →