Arthritis / Rheuma

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Eine Querschnitts-Kohortenstudie zum Osteoporoserisiko fand häufig eine niedrige Knochendichte bei Patienten mit chronisch-entzündlichen, rheumatischen Erkrankungen. Ein wichtiger Risikofaktor war Alkoholkonsum. Die Autoren plädieren für eine stärkere Überwachung der Knochendichte unter anderem bei schwerer erkrankten Patienten.

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Eine Real-World-Kohortenstudie in China mit 446 Teilnehmern mit Psoriasis-Arthritis (PsA) fand robuste klinische Wirksamkeit von Secukinumab bei PsA und vorteilhaftes kurzfristiges Sicherheitsprofil der Behandlung. Ein prädiktives Nomogramm fand mehrere Faktoren, die kurzfristige Haut-Behandlungseffekte bei PsA vorhersagen helfen könnten. Weitere Studien sollten dies überprüfen.

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Kann Cannabis-basierte Therapie einen Beitrag zur Arthrosebehandlung leisten? Ein systematischer Review mit Metaanalyse fand vielversprechende präklinische Hinweise, allerdings mit niedriger Sicherheit. Die derzeitige klinische Evidenz ist jedoch bislang ungenügend: wirksame Effekte auf Schmerzen oder Funktion konnten nicht demonstriert werden.

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Eine beobachtende Längsschnittstudie befragte eine Alltagspraxis-Kohorte von abschließend 61 Patienten mit chronisch-entzündlicher Arthritis dazu, wie gut sie längerfristig körperlich aktiv blieben entsprechend der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Demnach waren 67 % auch nach einem Jahr für mind. 150 min mit moderater Intensität oder 75 min mit anstrengender Intensität pro Woche aktiv. Klinische Faktoren schienen hierbei keine Rolle zu spielen. Ein langfristiges Bewegungsprogramm ist demnach nicht nur ein wichtiges Therapieelement, sondern auch machbar.

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Bei jungen Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) in Behandlung mit Etanercept sind besonders ein frühes Ansprechen (nach 3 Monaten), jüngeres Alter, der HLA-B27-positiv-Status und geringere Krankheitsaktivität zu Beginn mit klinisch-inaktiver Erkrankung und klinischer Remission assoziiert, fand eine Analyse über eine Phase-3b- und Erweiterungsstudie über insgesamt 10 Jahre.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse fand positive Effekte des intermittierenden Fastens auf die Krankheitsaktivität bei rheumatoider Arthritis oder Spondyloarthritis sowohl in beobachtenden als auch in randomisiert-kontrollierten Studien. Allerdings betonen die Autoren, dass weitere Studien nötig sind, um dieser Ergebnisse zu prüfen und Empfehlungen für Patienten zu erstellen.

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Eine Post-hoc-Analyse von zwei doppelblind durchgeführten klinischen Studien der Phase 3 fand, dass Upadacitinib und Adalimumab effektiv Schmerzen bei rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasisarthritis (PsA) linderten, selbst wenn Entzündungsprozesse bereits gedämpft waren. Dies wurde teils direkt, beispielweise via nicht-entzündliche Prozesse wie die Schmerzverarbeitung, und teils indirekt, via antiinflammatorische Effekte, aber auch Linderung von Juckreiz bei PsA, vermittelt.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 12 Studien fand, dass orale Nahrungsergänzungen mit Probiotika einen Beitrag zu niedrigeren Entzündungsmarkern bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen leisten können. Weitere Studien mit längerer Nachbeobachtungsdauer sollten diese Ergebnisse prüfen und mögliche langfristige Effekte untersuchen.

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Eine offene, randomisierte Multizentren-Studie mit 144 Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), fand dass es bei niedriger Krankheitsaktivität vermutlich nicht sinnvoll ist, die Behandlung zu reduzieren, ob mittels ausgedehnter TNF-Hemmer-Behandlungszyklen oder Methotrexat-Dosisreduktion. Eine solche Reduktion der Behandlungsintensität kann jedoch, so das Fazit, eine Option bei RA-Patienten in Remission darstellen.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 randomisiert-kontrollierte Studien mit 1 699 Patienten zeigte, dass Bewegungsinterventionen als ergänzende Behandlung bei axialer Spondyloarthritis (axSpA) positiv auf die Krankheitsaktivität, körperliche Funktion, Wirbelsäulenmobilität und Fatigue einwirken können. Welche Sportart über welche Dauer eingesetzt wird, so das Fazit der Autoren, solle individualisiert entschieden werden.

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