Adipositas / Übergewicht

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Patienten, die mit den Wirkstoffen Semaglutid oder Tirzepatid behandelt werden, nehmen meist deutlich ab. Allerdings profitieren nicht alle Patienten gleich stark und auch die Nebenwirkungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Ob bestimmte Abweichungen im Erbgut diese Unterschiede erklären, untersuchte eine groß angelegte, genomweite Assoziationsstudie.

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Eine randomisiert-kontrollierte Studie im Überkreuz-Design fand mit 15 Teilnehmern, dass eine Einnahme von Cannabidiol (CBD) die Energieaufnahme von Menschen steigern kann. Dies geschah trotz geringerer Ghrelin-Konzentrationen und ohne Unterschiede im subjektiv erfassten Appetit. Die Autoren plädieren für weitere Forschung zu Effekten von CBD auf die Nahrungsaufnahme, speziell bei Personen mit regelmäßiger CBD-Einnahme.

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Nach dem Absetzen von GLP-1-Rezeptoragonisten nehmen Menschen einen Großteil des verlorenen Gewichts wieder zu: Bereits nach 1 Jahr sind es etwa 60 %, langfristig bis zu 75,3 %. Die Gewichtszunahme erreicht also ein Plateau unterhalb des Ausgangsgewichts, so die Ergebnisse eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 48 Studien.

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Eine neue Studie zeigt, dass Intervallfasten nach dem 4:3-Muster im Vergleich zur täglichen Kalorienreduktion zu einer deutlichen Verbesserung des Essverhaltens führt. Menschen mit Adipositas, die dem 4:3-Fasten folgten, zeigten nach 12 Monaten weniger Heißhungerattacken und unkontrolliertes Essen. Außerdem verloren sie mehr Körpergewicht.

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Ein aktueller systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse konnte zeigen, dass traditionelle chinesische Bewegungsformen die Therapie von Übergewicht und Adipositas unterstützen können. Die Qigong-Übungsreihe Baduanjin erwies sich als besonders effektiv zur Senkung des Body-Mass-Index und des Körperfettanteils, während Tai Chi das Taille-Hüft-Verhältnis verbessern konnte.

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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 117 Teilnehmern fand, dass kalorienarme, proteinreiche Diäten bei Menschen mit Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes den Glukosestoffwechsel sowie kardiometabolische Parameter verbessern können. Dies war unabhängig davon, ob das Protein aus tierischen oder pflanzlichen Quellen stammt.

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Intervallfasten gilt als vielversprechender Ansatz zur Verbesserung des Stoffwechsels. Ob jedoch der Zeitpunkt der Mahlzeiten dabei eine Rolle spielt, ist bislang wenig verstanden. Eine neue Analyse der ChronoFast-Studie untersuchte nun, wie frühes im Vergleich zu spätem Essen das Lipidprofil im Blut beeinflusst – also jene Vielzahl an Fettmolekülen, die eng mit Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verknüpft sind.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 21 Studien konnte zeigen, dass die durchschnittliche Gewichtszunahme in der Schwangerschaft häufig über den Leitlinienempfehlungen liegt, besonders bei Frauen mit Übergewicht oder Adipositas. Dies lag womöglich weniger an der mittleren Energieaufnahme, sondern an reduzierter körperlicher Aktivität, fand die Analyse. Ernährungs- und Bewegungstipps für Schwangere wären demnach sinnvoll, so das Fazit.

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Die neuen Abnehmwirkstoffe (GLP-1 RA) können bei Menschen mit Übergewicht oder Adipositas wirksam das Gewicht reduzieren, können jedoch mit gastrointestinalen unerwünschten Ereignissen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung einhergehen. Die Risiken unterscheiden sich allerdings je nach Wirkstoff, fand ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse.

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Aktuelle Forschungsdaten zeigen, dass der Abnehmwirkstoff Liraglutid die Häufigkeit chronischer Migräneanfälle bei Menschen mit Adipositas signifikant reduzieren kann. Die Wirkung von Liraglutid war dabei unabhängig von einer Gewichtsabnahme.

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