Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Eine retrospektive Beobachtungsstudie betrachtete die erworbene Immunität von 200 MS-Patienten anschließend an die Impfung gegen das Hepatitis-B-Virus (HepB-Impfung). Demnach sollte die HepB-Impfung bei MS an die jeweilige krankheitsmodifizierende Therapie und die Lymphozytenzahl angepasst werden, um die Impfwirksamkeit zu unterstützen.
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Die Schlafqualität von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) ist häufig beeinträchtigt. Ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 35 randomisiert-kontrollierte Studien fand Ergotherapie-basierte Schlafinterventionen und Effleurage-Massage als wirksamste nicht-pharmakologische Methoden zur Verbesserung der Schlafqualität bei MS. Weitere randomisiert-kontrollierte Studien hoher Qualität seien jedoch zur Prüfung und Bestätigung dieser Ergebnisse nötig.
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Ob die hochwirksame Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) mit dem monoklonalen Ofatumumab über mehrere Jahre auch als Erstlinientherapie bei früher schubförmiger MS (Diagnose innerhalb der letzten 3 Jahre) sicher und effektiv ist, analysierten Wissenschaftler anhand bisheriger Studien. Demnach erreichten Patienten klinisch bedeutsame kognitive Verbesserungen und gesunkene Schubraten über 6 Jahre bei guter Verträglichkeit.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien fand, dass die Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 in moderatem Maße depressive Symptome lindern kann. Der Effekt wurde in primären depressiven Störungen sowie bei Patienten mit Depression als Folgeerkrankung festgestellt. Einflüsse auf Fatigue im Rahmen der Depression sind allerdings weiterhin unsicher.
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Spastizität kann als belastendes, schmerzhaftes Symptom bei Multipler Sklerose (MS) auftreten. Besonders längerfristige Cannabis-basierte Therapien erreichten in einem systematischen Review mit Metaanalyse klinisch relevante Verbesserungen von MS-Spastizität. Allerdings zeigte sich eine hohe Heterogenität und mögliche Bias-Risiken in den analysierten Studien.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Bei der Multiplen Sklerose (MS) löst das eigene Immunsystem entzündliche Prozesse aus, die das Nervensystem schädigen. Zusätzlich zur medikamentösen Hemmung des Immunsystems können Verhaltensweisen wie die Wahl der Nahrungsmittel einen entzündungsdämpfenden Beitrag zum Krankheitsmanagement leisten. Welche Ernährungsformen die Therapie der MS unterstützen können und worauf bei manchen dieser Ansätze speziell zu achten ist, wurde in mehreren Studien untersucht.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 9 Studien zeigte vielversprechende Ergebnisse für einen Beitrag der mediterranen Ernährung zur Prävention von Multipler Sklerose und Sjögrens Syndrom. Weiteren Autoimmun- oder immunvermittelten Erkrankungen schien diese Ernährungsform hingegen nicht konsistent vorzubeugen. Weitere langfristige Studien sind jedoch nötig.
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Mit zunehmendem Alter kommt auch bei der Multiplen Sklerose (MS) oft weiterer Therapiebedarf aufgrund klassischer Begleiterkrankungen auf. Daher nehmen gerade ältere Menschen mit MS oft mehr als nur Medikationen zur Modulation ihres Immunsystems oder Linderung von MS-Symptomen ein. Der Blick auf mögliche Wechselwirkungen wird aber auch aus anderen Gründen bei älteren MS-Patienten wichtiger.
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Eine longitudinale Beobachtungsstudie mit 579 Menschen mit Multipler Sklerose (MS) fand, dass es sich bei MS messbar lohnen kann, eine vielschichtige Intervention zur Verbesserung mehrerer Aspekte des Lebensstils durchzuführen und konsequent daran teilzunehmen.
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Eine Phase-2-Studie untersuchte Sicherheit und Wirksamkeit des LINGO-1-Antikörpers Opicinumab als Zusatztherapie bei Multipler Sklerose (MS), um eine Regeneration der Myelinschicht zu erwirken. Die Studie fand keinen signifikanten Effekt auf die durchschnittliche Beeinträchtigung, aber deutete Chancen für spezielle Patientengruppen bei guter Verträglichkeit an.
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Die Behandlung chronischer Schmerzen mit Medizinalcannabis (THC25:CBD25) erreichte in der klinischen Praxis bei Erkrankungen wie Migräne, Gelenkschmerzen, MS-Schmerz oder diabetischer Neuropathie vielversprechende Linderung der Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität über 6 Monate. Die Studie erfolgte jedoch ohne Kontrollgruppe und konnte keine statistisch belastbaren Ergebnisse liefern.
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Eine Befragung von 204 Personen mit Multipler Sklerose in Australien fand, dass Psoriasis in den Familien von 17 % der MS-Patienten auftrat. Im Vergleich zur sonstigen Bevölkerung (2 – 3 %) war Psoriasis somit deutlich häufiger in Familien mit MS zu finden. Die beiden Autoimmunerkrankungen scheinen demnach genetisch miteinander verbunden zu sein.
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Unser Gehirn hat die Fähigkeit, kreativ alternative Wege zur Lösung von Aufgaben zu finden, wenn die Leistung unseres Denkapparats durch Verletzung oder Krankheit eingeschränkt wird. Welche Rolle diese ‚neurologische Reserve‘ bei Multipler Sklerose spielt, mit der Herzgesundheit zusammenhängt und wie sie sich erhalten und fördern lässt, untersuchten mehrere Studien.
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