Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Eine retrospektive bevölkerungsweite Studie mit 499 Personen mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (MS) fand in der Alltagspraxis hohe Wirksamkeit und ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil von Ocrelizumab. Demnach unterstützen die Ergebnisse den frühen Einsatz des Biologikums als hochwirksame Therapie bei MS.
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Ponesimod, ein oraler selektiver S1P1-Modulator, ist auch in der Langzeitbehandlung über 5 Jahre sicher und wirksam bei Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (MS) einsetzbar, fand eine Langzeiterweiterung einer Phase-3-Studie mit 877 Patienten. Es wurden keine neuen Sicherheitssignale festgestellt.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 14 Studien fand, dass psychologischer Stress bei Multipler Sklerose (MS) anders auf Herzrate und Blutdruck wirkt als bei Menschen ohne MS. Womöglich tragen Läsionen im stressregulierenden Netzwerk zur Dämpfung des autonomen Nervensystems bei. Als potenzielle physiologische Marker für emotionale und funktionelle Beeinträchtigungen bei MS könnten Herzrate und Blutdruck zukünftig die individualisierte Auswahl multimodaler Behandlungsansätze unterstützen, so die Hoffnung der Experten.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 7 Kohortenstudien und über 3 Mio. Teilnehmer fand ein erhöhtes Risiko für Multiple Sklerose bei Menschen mit Diabetes, insbesondere Typ-2-Diabetes. Eine umgekehrte Assoziation konnte hingegen nicht bestätigt werden.
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Eine retrospektive Beobachtungsstudie betrachtete die erworbene Immunität von 200 MS-Patienten anschließend an die Impfung gegen das Hepatitis-B-Virus (HepB-Impfung). Demnach sollte die HepB-Impfung bei MS an die jeweilige krankheitsmodifizierende Therapie und die Lymphozytenzahl angepasst werden, um die Impfwirksamkeit zu unterstützen.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Die Schlafqualität von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) ist häufig beeinträchtigt. Ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 35 randomisiert-kontrollierte Studien fand Ergotherapie-basierte Schlafinterventionen und Effleurage-Massage als wirksamste nicht-pharmakologische Methoden zur Verbesserung der Schlafqualität bei MS. Weitere randomisiert-kontrollierte Studien hoher Qualität seien jedoch zur Prüfung und Bestätigung dieser Ergebnisse nötig.
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Ob die hochwirksame Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) mit dem monoklonalen Ofatumumab über mehrere Jahre auch als Erstlinientherapie bei früher schubförmiger MS (Diagnose innerhalb der letzten 3 Jahre) sicher und effektiv ist, analysierten Wissenschaftler anhand bisheriger Studien. Demnach erreichten Patienten klinisch bedeutsame kognitive Verbesserungen und gesunkene Schubraten über 6 Jahre bei guter Verträglichkeit.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien fand, dass die Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 in moderatem Maße depressive Symptome lindern kann. Der Effekt wurde in primären depressiven Störungen sowie bei Patienten mit Depression als Folgeerkrankung festgestellt. Einflüsse auf Fatigue im Rahmen der Depression sind allerdings weiterhin unsicher.
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Spastizität kann als belastendes, schmerzhaftes Symptom bei Multipler Sklerose (MS) auftreten. Besonders längerfristige Cannabis-basierte Therapien erreichten in einem systematischen Review mit Metaanalyse klinisch relevante Verbesserungen von MS-Spastizität. Allerdings zeigte sich eine hohe Heterogenität und mögliche Bias-Risiken in den analysierten Studien.
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Bei der Multiplen Sklerose (MS) löst das eigene Immunsystem entzündliche Prozesse aus, die das Nervensystem schädigen. Zusätzlich zur medikamentösen Hemmung des Immunsystems können Verhaltensweisen wie die Wahl der Nahrungsmittel einen entzündungsdämpfenden Beitrag zum Krankheitsmanagement leisten. Welche Ernährungsformen die Therapie der MS unterstützen können und worauf bei manchen dieser Ansätze speziell zu achten ist, wurde in mehreren Studien untersucht.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 9 Studien zeigte vielversprechende Ergebnisse für einen Beitrag der mediterranen Ernährung zur Prävention von Multipler Sklerose und Sjögrens Syndrom. Weiteren Autoimmun- oder immunvermittelten Erkrankungen schien diese Ernährungsform hingegen nicht konsistent vorzubeugen. Weitere langfristige Studien sind jedoch nötig.
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Mit zunehmendem Alter kommt auch bei der Multiplen Sklerose (MS) oft weiterer Therapiebedarf aufgrund klassischer Begleiterkrankungen auf. Daher nehmen gerade ältere Menschen mit MS oft mehr als nur Medikationen zur Modulation ihres Immunsystems oder Linderung von MS-Symptomen ein. Der Blick auf mögliche Wechselwirkungen wird aber auch aus anderen Gründen bei älteren MS-Patienten wichtiger.
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Eine longitudinale Beobachtungsstudie mit 579 Menschen mit Multipler Sklerose (MS) fand, dass es sich bei MS messbar lohnen kann, eine vielschichtige Intervention zur Verbesserung mehrerer Aspekte des Lebensstils durchzuführen und konsequent daran teilzunehmen.
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