Multiple Sklerose

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien fand, dass die Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 in moderatem Maße depressive Symptome lindern kann. Der Effekt wurde in primären depressiven Störungen sowie bei Patienten mit Depression als Folgeerkrankung festgestellt. Einflüsse auf Fatigue im Rahmen der Depression sind allerdings weiterhin unsicher.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Spastizität kann als belastendes, schmerzhaftes Symptom bei Multipler Sklerose (MS) auftreten. Besonders längerfristige Cannabis-basierte Therapien erreichten in einem systematischen Review mit Metaanalyse klinisch relevante Verbesserungen von MS-Spastizität. Allerdings zeigte sich eine hohe Heterogenität und mögliche Bias-Risiken in den analysierten Studien.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Bei der Multiplen Sklerose (MS) löst das eigene Immunsystem entzündliche Prozesse aus, die das Nervensystem schädigen. Zusätzlich zur medikamentösen Hemmung des Immunsystems können Verhaltensweisen wie die Wahl der Nahrungsmittel einen entzündungsdämpfenden Beitrag zum Krankheitsmanagement leisten. Welche Ernährungsformen die Therapie der MS unterstützen können und worauf bei manchen dieser Ansätze speziell zu achten ist, wurde in mehreren Studien untersucht.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 9 Studien zeigte vielversprechende Ergebnisse für einen Beitrag der mediterranen Ernährung zur Prävention von Multipler Sklerose und Sjögrens Syndrom. Weiteren Autoimmun- oder immunvermittelten Erkrankungen schien diese Ernährungsform hingegen nicht konsistent vorzubeugen. Weitere langfristige Studien sind jedoch nötig.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Mit zunehmendem Alter kommt auch bei der Multiplen Sklerose (MS) oft weiterer Therapiebedarf aufgrund klassischer Begleiterkrankungen auf. Daher nehmen gerade ältere Menschen mit MS oft mehr als nur Medikationen zur Modulation ihres Immunsystems oder Linderung von MS-Symptomen ein. Der Blick auf mögliche Wechselwirkungen wird aber auch aus anderen Gründen bei älteren MS-Patienten wichtiger.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Eine Phase-2-Studie untersuchte Sicherheit und Wirksamkeit des LINGO-1-Antikörpers Opicinumab als Zusatztherapie bei Multipler Sklerose (MS), um eine Regeneration der Myelinschicht zu erwirken. Die Studie fand keinen signifikanten Effekt auf die durchschnittliche Beeinträchtigung, aber deutete Chancen für spezielle Patientengruppen bei guter Verträglichkeit an.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Die Behandlung chronischer Schmerzen mit Medizinalcannabis (THC25:CBD25) erreichte in der klinischen Praxis bei Erkrankungen wie Migräne, Gelenkschmerzen, MS-Schmerz oder diabetischer Neuropathie vielversprechende Linderung der Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität über 6 Monate. Die Studie erfolgte jedoch ohne Kontrollgruppe und konnte keine statistisch belastbaren Ergebnisse liefern.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Unser Gehirn hat die Fähigkeit, kreativ alternative Wege zur Lösung von Aufgaben zu finden, wenn die Leistung unseres Denkapparats durch Verletzung oder Krankheit eingeschränkt wird. Welche Rolle diese ‚neurologische Reserve‘ bei Multipler Sklerose spielt, mit der Herzgesundheit zusammenhängt und wie sie sich erhalten und fördern lässt, untersuchten mehrere Studien.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 15 Studien fand, dass Radiofrequenzrhizotomie mit substanzieller, rascher Schmerzlinderung bei der MS-Trigeminusneuralgie assoziiert ist, bei überschaubaren Komplikationsraten. Langfristig konnte die Schmerzlinderung gut erhalten werden. Allerdings, betonen die Autoren, wurde eine große Variabilität in den langfristigen Ergebnissen festgestellt, die mit Vorsicht interpretiert werden muss.

Weiter zum ausführlichen Bericht →