Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 25 Studien fand, dass Nabiximols nicht nur Spastizität bei Multipler Sklerose (MS) lindert, sondern entsprechend dem Konzept der “Spastizität plus” auch vielversprechend für Blasenfunktion, Schlafstörungen, Spasmenqualität und Gangfunktion ist. Aufgrund geringer Sicherheit der Evidenz werteten die Autoren die Ergebnisse als exploratorisch.
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Eine beobachtende Querschnittsstudie mit 37 Menschen mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (MS) fand, dass sexuelle Störungen ein substanzielles Problem bei MS darstellen. Häufig liegen eine hohe Symptomlast und sexuelle Schwierigkeiten gemeinsam vor. MS-Symptome wie beispielsweise Schmerzen oder Fatigue können sich, so das Fazit, negativ auf Interesse an und Zufriedenheit mit der Sexualität auswirken und sollten als Teil einer umfassenden Versorgung zur Verbesserung von sexueller Funktionalität und Lebensqualität betrachtet werden.
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Ein systematischer Review mit Netzwerkmetaanalyse über 32 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass eine langfristige Nahrungsergänzung mit Vitamin D als ergänzende Therapie das Rückfallrisiko und die Behinderungsprogression bei Multipler Sklerose (MS) senken kann, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Speziell bei MS-Patienten mit bestehendem Vitamin-D-Mangel solle demnach eine Supplementierung mit Vitamin D in Betracht gezogen werden, so das Fazit.
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Eine Pilotstudie mit 20 Teilnehmern mit Multipler Sklerose (MS) fand vielversprechende Hinweise für die Linderung von Fatigue durch Lichttherapie mit speziellen Brillen. Die Behandlung erwies sich als machbar und gut verträglich.
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Eine Beobachtungsstudie in Deutschland ermittelte über 12 Monate Patientenprofile zu Lücken im Management der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (MS) in der Alltagspraxis. Daraus ergaben sich verschiedene Hinweise zur Verbesserung der patientenorientierten Versorgung. Beispielsweise kann Fatigue auf ein Nicht-Ansprechen deuten, und die Symptomlast ist nach diesen Daten ein wesentlicher Treiber für Therapieunzufriedenheit.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 15 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass Siponimod (2 mg) in der Rangbewertung das wirksamste orale krankheitsmodifizierende Medikament in der Therapie der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose war. Fingolimod (0,25 mg) wies relative Sicherheitsvorteile in Bezug auf unerwünschte Ereignisse auf, allerdings betonen die Autoren, dass diese Dosierung derzeit exploratorisch und nicht als Medikation in der klinischen Routine eingesetzt wird. Weitere Studien müssen diese Ergebnisse prüfen.
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Eine retrospektive bevölkerungsweite Studie mit 499 Personen mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (MS) fand in der Alltagspraxis hohe Wirksamkeit und ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil von Ocrelizumab. Demnach unterstützen die Ergebnisse den frühen Einsatz des Biologikums als hochwirksame Therapie bei MS.
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Ponesimod, ein oraler selektiver S1P1-Modulator, ist auch in der Langzeitbehandlung über 5 Jahre sicher und wirksam bei Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (MS) einsetzbar, fand eine Langzeiterweiterung einer Phase-3-Studie mit 877 Patienten. Es wurden keine neuen Sicherheitssignale festgestellt.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 14 Studien fand, dass psychologischer Stress bei Multipler Sklerose (MS) anders auf Herzrate und Blutdruck wirkt als bei Menschen ohne MS. Womöglich tragen Läsionen im stressregulierenden Netzwerk zur Dämpfung des autonomen Nervensystems bei. Als potenzielle physiologische Marker für emotionale und funktionelle Beeinträchtigungen bei MS könnten Herzrate und Blutdruck zukünftig die individualisierte Auswahl multimodaler Behandlungsansätze unterstützen, so die Hoffnung der Experten.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 7 Kohortenstudien und über 3 Mio. Teilnehmer fand ein erhöhtes Risiko für Multiple Sklerose bei Menschen mit Diabetes, insbesondere Typ-2-Diabetes. Eine umgekehrte Assoziation konnte hingegen nicht bestätigt werden.
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Eine retrospektive Beobachtungsstudie betrachtete die erworbene Immunität von 200 MS-Patienten anschließend an die Impfung gegen das Hepatitis-B-Virus (HepB-Impfung). Demnach sollte die HepB-Impfung bei MS an die jeweilige krankheitsmodifizierende Therapie und die Lymphozytenzahl angepasst werden, um die Impfwirksamkeit zu unterstützen.
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Die Schlafqualität von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) ist häufig beeinträchtigt. Ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 35 randomisiert-kontrollierte Studien fand Ergotherapie-basierte Schlafinterventionen und Effleurage-Massage als wirksamste nicht-pharmakologische Methoden zur Verbesserung der Schlafqualität bei MS. Weitere randomisiert-kontrollierte Studien hoher Qualität seien jedoch zur Prüfung und Bestätigung dieser Ergebnisse nötig.
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Ob die hochwirksame Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) mit dem monoklonalen Ofatumumab über mehrere Jahre auch als Erstlinientherapie bei früher schubförmiger MS (Diagnose innerhalb der letzten 3 Jahre) sicher und effektiv ist, analysierten Wissenschaftler anhand bisheriger Studien. Demnach erreichten Patienten klinisch bedeutsame kognitive Verbesserungen und gesunkene Schubraten über 6 Jahre bei guter Verträglichkeit.
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