Chronische Darmentzündung

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Die Vielzahl neuer zielgerichteter Therapien für moderate bis schwere Colitis ulcerosa macht systematische Vergleiche ihrer Wirksamkeit und Sicherheit notwendig, um fundierte Therapieentscheidungen zu ermöglichen. Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass verschiedene Wirkstoffe je nach Behandlungsphase unterschiedliche Stärken aufweisen, gleichzeitig aber weiterer Forschungsbedarf besteht, um die optimale Behandlung für einzelne Patienten zu bestimmen.

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Eine aktuelle Studie untersuchte, ob Scheinfasten Menschen mit mildem bis moderatem Morbus Crohn helfen kann. Die Teilnehmer fasteten an 5 Tagen pro Monat und aßen sonst normal, während die Kontrollgruppe ihre Ernährung nicht veränderte. Nach 3 Monaten zeigte die Scheinfastengruppe häufiger ein klinisches Ansprechen und Remission. Auch der Entzündungsmarker Calprotectin sank stärker.

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Eine aktuelle Metaanalyse hat die Wirksamkeit, Sicherheit und Therapiepersistenz von Vedolizumab und Adalimumab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verglichen. Die Ergebnisse zeigten eine höhere Rate an klinischer Remission und Ansprechrate mit Vedolizumab. In Bezug auf die endoskopische Remission, Therapiepersistenz sowie unerwünschte Ereignisse wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Biologika festgestellt.

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Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weisen laut einer aktuellen Metaanalyse ein erhöhtes Frakturrisiko auf. Besonders Morbus-Crohn-Patienten sind betroffen. Am stärksten betroffen sind Hüfte, Rippen und Gliedmaßen. Die Autoren betonen die Bedeutung gezielter Vorsorge und regelmäßiger Kontrollen der Knochengesundheit bei CED.

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Eine retrospektive Kohortenstudie zeigte, dass Frauen mit Endometriose häufiger chronisch‑entzündliche Darmerkrankungen entwickeln. Allerdings fiel der Verlauf von Morbus Crohn bei ihnen milder aus als bei Frauen ohne Endometriose. Gleichzeitig erhielten Frauen mit beiden Erkrankungen seltener Immun­suppressiva und TNF‑α‑Inhibitoren. Bei Colitis ulcerosa ergab sich kein signifikanter Unterschied im Schweregrad der CED zwischen Frauen mit und ohne Endometriose.

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Eine Metaanalyse mit fast 60 000 Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen untersuchte, ob Statine das Darmkrebsrisiko beeinflussen. Während ein Studiendesign keinen klaren Zusammenhang zeigte, war die Einnahme von Statinen bei einem anderen Studienansatz mit einer signifikant geringeren Erkrankungswahrscheinlichkeit verbunden. Weitere große Studien sollen diese Ergebnisse absichern.

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