Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 16 Studien zeigte, dass Menschen mit Vitiligo ein signifikant erhöhtes Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen haben. Besonders bestand ein Zusammenhang mit Morbus Crohn. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei Menschen mit Vitiligo und Beschwerden im Magen-Darm-Bereich eine sorgfältigere ärztliche Abklärung und engere klinische Überwachung sinnvoll sein kann.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse konnte zeigen, dass die mediterrane Ernährung in Kombination mit der Standardtherapie bei etwa 62 % der Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu einer klinischen Remission führen kann. Die Wirksamkeit war bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa vergleichbar. Ein klarer Vorteil gegenüber anderen Ernährungsformen konnte jedoch bislang nicht nachgewiesen werden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine Metaanalyse mit identifizierte mehrere Risikofaktoren für Anämie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Besonders eine aktive Erkrankung, Rauchen, erhöhte Entzündungswerte, niedrige Albuminspiegel und ein penetrierender Krankheitsverlauf waren mit einem erhöhten Risiko für eine Anämie verbunden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Essstörungen sind bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weit verbreitet, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse von 23 Studien, die insbesondere auf eine hohe Prävalenz vermeidender und restriktiver Essstörungen hinweist. Die Autoren empfehlen eine verbesserte Früherkennung und mehr Aufmerksamkeit im klinischen Alltag.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse mit mehr als 9 Mio. Studienteilnehmern zeigte, dass chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn nicht mit signifikant erhöhtem Risiko für Kolonperforationen während einer Koloskopie verbunden sind. Aufgrund hoher Studienheterogenität und methodischer Einschränkungen bleibt allerdings Forschungsbedarf bestehen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Eine große Metaanalyse mit 328 493 Studienteilnehmern konnte zeigen, dass ausreichender Schlaf, gute Schlafqualität und ein früher Chronotyp mit einer höheren Adhärenz zur mediterranen Ernährung in Zusammenhang stehen. Die Ergebnisse unterstreichen laut der Autoren die enge Verbindung zwischen Schlafverhalten und Ernährungsstil.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Rolle der Ernährung im Hinblick auf das Risiko, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) zu entwickeln, ist bereits umfassend untersucht worden. Weniger klar ist jedoch, wie Ernährungsfaktoren mit der Krankheitsaktivität bereits bestehender Erkrankungen zusammenhängen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine Langzeitanalyse der EXIT-Studie konnte zeigen, dass das Absetzen von TNF-α-Inhibitoren bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Remission das langfristige Rückfallrisiko nicht signifikant erhöhte. Kam es dennoch zu einem Schub, erreichten viele Studienteilnehmer nach Wiederaufnahme der Therapie erneut eine klinische Remission.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen haben häufiger Entzündungen an den Zahnwurzeln als gesunde Menschen, das Risiko ist fast doppelt so hoch. Die wissenschaftliche Beweislage ist bisher allerdings noch schwach, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Im Rahmen der placebokontrollierten Phase-3-Studie GRAVITI mit 347 Studienteilnehmern wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von subkutanem Guselkumab bei mäßig bis schwerem aktiven Morbus Crohn über 48 Wochen evaluiert.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien deutete darauf hin, dass die Stuhlmikrobiota-Transplantation bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen klinische und endoskopische Verbesserungen fördern könnte. Besonders bei Colitis ulcerosa zeigten sich höhere Remissionsraten als unter Vergleichsbehandlungen. Offene Fragen zur langfristigen Sicherheit und Wirksamkeit machen weitere Studien notwendig.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine große prospektive Langzeitstudie zeigte, dass Vedolizumab bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eine zu anderen Biologika vergleichbare Sicherheit und Wirksamkeit aufweist, ohne neue Sicherheitssignale im klinischen Alltag.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Vielzahl neuer zielgerichteter Therapien für moderate bis schwere Colitis ulcerosa macht systematische Vergleiche ihrer Wirksamkeit und Sicherheit notwendig, um fundierte Therapieentscheidungen zu ermöglichen. Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass verschiedene Wirkstoffe je nach Behandlungsphase unterschiedliche Stärken aufweisen, gleichzeitig aber weiterer Forschungsbedarf besteht, um die optimale Behandlung für einzelne Patienten zu bestimmen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →