Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Die Therapietreue gegenüber Biologika ist ein wichtiger Faktor für den langfristigen Behandlungserfolg. Eine Metaanalyse mit 29 Studien zeigte eine zusammengefasste, moderate Therapietreue von 70 %. Geschlecht und Versicherungsstatus erwiesen sich als relevante Einflussfaktoren. Aufgrund erheblicher Unterschiede zwischen den Studien sind die Ergebnisse jedoch mit Vorsicht zu interpretieren. Dennoch besteht demnach Unterstützungspotenzial mit Blick auf eine konsequent durchgeführte Therapie.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Regelmäßige Bewegung kann bei CED die Lebensqualität und körperliche Leistungsfähigkeit deutlich verbessern. Eine Metaanalyse mit 498 Studienteilnehmern zeigte insbesondere eine signifikante Steigerung der VO₂max, während Verbesserungen der Krankheitsaktivität und Entzündungswerte nicht eindeutig belegt werden konnten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Wiederholte Zyklen einer fastenimitierenden Diät (Scheinfasten) können bei leichtem bis mittelschwerem Morbus Crohn die Krankheitsaktivität verringern und Entzündungsmarker günstig beeinflussen, fand eine offene, randomisiert-kontrollierte Studie.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie fand, dass eine 4-wöchige Supplementierung mit B-Vitaminen und Magnesium bei Menschen mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) Colitis ulcerosa Fatigue sowie die symptomatische Krankheitsaktivität besserte. Für Morbus Crohn und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zeigte sich hingegen kein signifikanter Nutzen. Ob die Supplementierung auch die zugrunde liegende Entzündungsaktivität beeinflussen kann, bleibt weiterhin unklar.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Antientzündliche Ernährungsinterventionen auf Basis vollwertiger Lebensmittel können bei aktiver Colitis ulcerosa das Ansprechen auf die Behandlung verbessern. Ein eindeutiger Einfluss auf die Remission und das Auftreten von Rückfällen bei ruhender Erkrankung konnte nicht gezeigt werden, so die Ergebnisse eines aktuellen systematischen Reviews mit Metaanalyse über 6 Studien.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Die Langzeitdaten der U-ENDURE-Langzeitverlängerungsstudie liefern Erkenntnisse zur Behandlung mit Upadacitinib bei mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn. Nach 2 Jahren zeigten initial ansprechende Studienteilnehmer weiterhin eine anhaltende klinische und endoskopische Wirksamkeit. Gleichzeitig wurden keine neuen Sicherheitssignale festgestellt.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse deutet darauf hin, dass Passivrauchen in der Kindheit und während der Schwangerschaft das Risiko für Morbus Crohn erhöhen könnte. Für Colitis ulcerosa zeigte sich hingegen kein entsprechender Zusammenhang. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Aufklärung über gesundheitliche Risiken durch Passivrauchbelastung.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
GLP-1-Rezeptoragonisten ermöglichen laut den Ergebnissen eines aktuellen systematischen Reviews mit Metaanalyse bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Adipositas einen Gewichtsverlust und senken gleichzeitig das Risiko für Operationen und Krankenhausaufenthalte.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Chronische Entzündungsprozesse sind an der Entstehung und dem Fortschreiten zahlreicher chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und neurodegenerativen Erkrankungen beteiligt und verstärken sich im Alter (Inflammaging). Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 89 Studien fand, dass achtsamkeitsbasierte Interventionen chronische altersbedingte Entzündungsprozesse verringern und Biomarker des biologischen Alterns verbessern können.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 16 Studien zeigte, dass Menschen mit Vitiligo ein signifikant erhöhtes Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen haben. Besonders bestand ein Zusammenhang mit Morbus Crohn. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei Menschen mit Vitiligo und Beschwerden im Magen-Darm-Bereich eine sorgfältigere ärztliche Abklärung und engere klinische Überwachung sinnvoll sein kann.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse konnte zeigen, dass die mediterrane Ernährung in Kombination mit der Standardtherapie bei etwa 62 % der Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu einer klinischen Remission führen kann. Die Wirksamkeit war bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa vergleichbar. Ein klarer Vorteil gegenüber anderen Ernährungsformen konnte jedoch bislang nicht nachgewiesen werden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine Metaanalyse mit identifizierte mehrere Risikofaktoren für Anämie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Besonders eine aktive Erkrankung, Rauchen, erhöhte Entzündungswerte, niedrige Albuminspiegel und ein penetrierender Krankheitsverlauf waren mit einem erhöhten Risiko für eine Anämie verbunden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Essstörungen sind bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weit verbreitet, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse von 23 Studien, die insbesondere auf eine hohe Prävalenz vermeidender und restriktiver Essstörungen hinweist. Die Autoren empfehlen eine verbesserte Früherkennung und mehr Aufmerksamkeit im klinischen Alltag.
Weiter zum ausführlichen Bericht →