Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Eine große Metaanalyse mit 328 493 Studienteilnehmern konnte zeigen, dass ausreichender Schlaf, gute Schlafqualität und ein früher Chronotyp mit einer höheren Adhärenz zur mediterranen Ernährung in Zusammenhang stehen. Die Ergebnisse unterstreichen laut der Autoren die enge Verbindung zwischen Schlafverhalten und Ernährungsstil.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Rolle der Ernährung im Hinblick auf das Risiko, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) zu entwickeln, ist bereits umfassend untersucht worden. Weniger klar ist jedoch, wie Ernährungsfaktoren mit der Krankheitsaktivität bereits bestehender Erkrankungen zusammenhängen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine Langzeitanalyse der EXIT-Studie konnte zeigen, dass das Absetzen von TNF-α-Inhibitoren bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Remission das langfristige Rückfallrisiko nicht signifikant erhöhte. Kam es dennoch zu einem Schub, erreichten viele Studienteilnehmer nach Wiederaufnahme der Therapie erneut eine klinische Remission.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen haben häufiger Entzündungen an den Zahnwurzeln als gesunde Menschen, das Risiko ist fast doppelt so hoch. Die wissenschaftliche Beweislage ist bisher allerdings noch schwach, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Im Rahmen der placebokontrollierten Phase-3-Studie GRAVITI mit 347 Studienteilnehmern wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von subkutanem Guselkumab bei mäßig bis schwerem aktiven Morbus Crohn über 48 Wochen evaluiert.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien deutete darauf hin, dass die Stuhlmikrobiota-Transplantation bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen klinische und endoskopische Verbesserungen fördern könnte. Besonders bei Colitis ulcerosa zeigten sich höhere Remissionsraten als unter Vergleichsbehandlungen. Offene Fragen zur langfristigen Sicherheit und Wirksamkeit machen weitere Studien notwendig.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine große prospektive Langzeitstudie zeigte, dass Vedolizumab bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eine zu anderen Biologika vergleichbare Sicherheit und Wirksamkeit aufweist, ohne neue Sicherheitssignale im klinischen Alltag.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Vielzahl neuer zielgerichteter Therapien für moderate bis schwere Colitis ulcerosa macht systematische Vergleiche ihrer Wirksamkeit und Sicherheit notwendig, um fundierte Therapieentscheidungen zu ermöglichen. Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass verschiedene Wirkstoffe je nach Behandlungsphase unterschiedliche Stärken aufweisen, gleichzeitig aber weiterer Forschungsbedarf besteht, um die optimale Behandlung für einzelne Patienten zu bestimmen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine große, landesweite Kohortenstudie in Schweden zeigte eine Assoziation zwischen der Anwendung systemischer Glukokortikoide und einem erhöhten Darmkrebs-Risiko. Dies galt vor allem für Darmkrebs in jungen Jahren.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine aktuelle Studie untersuchte, ob Scheinfasten Menschen mit mildem bis moderatem Morbus Crohn helfen kann. Die Teilnehmer fasteten an 5 Tagen pro Monat und aßen sonst normal, während die Kontrollgruppe ihre Ernährung nicht veränderte. Nach 3 Monaten zeigte die Scheinfastengruppe häufiger ein klinisches Ansprechen und Remission. Auch der Entzündungsmarker Calprotectin sank stärker.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine aktuelle Metaanalyse hat die Wirksamkeit, Sicherheit und Therapiepersistenz von Vedolizumab und Adalimumab bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verglichen. Die Ergebnisse zeigten eine höhere Rate an klinischer Remission und Ansprechrate mit Vedolizumab. In Bezug auf die endoskopische Remission, Therapiepersistenz sowie unerwünschte Ereignisse wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Biologika festgestellt.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weisen laut einer aktuellen Metaanalyse ein erhöhtes Frakturrisiko auf. Besonders Morbus-Crohn-Patienten sind betroffen. Am stärksten betroffen sind Hüfte, Rippen und Gliedmaßen. Die Autoren betonen die Bedeutung gezielter Vorsorge und regelmäßiger Kontrollen der Knochengesundheit bei CED.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine retrospektive Kohortenstudie zeigte, dass Frauen mit Endometriose häufiger chronisch‑entzündliche Darmerkrankungen entwickeln. Allerdings fiel der Verlauf von Morbus Crohn bei ihnen milder aus als bei Frauen ohne Endometriose. Gleichzeitig erhielten Frauen mit beiden Erkrankungen seltener Immunsuppressiva und TNF‑α‑Inhibitoren. Bei Colitis ulcerosa ergab sich kein signifikanter Unterschied im Schweregrad der CED zwischen Frauen mit und ohne Endometriose.
Weiter zum ausführlichen Bericht →