Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Eine randomisiert-kontrollierte longitudinale klinische Studie mit 128 Teilnehmern zeigte, dass die Gruppentherapien WISE-Therapie und Bouldern-Psychotherapie effektiv depressive Symptome im Vergleich zu einer Standardbehandlung senken können. Der Fokus auf wichtige Ziele, Planung und Durchführung entsprechender Aktivitäten oder Klettern in Kombination mit Therapie könnten demnach die ambulanten Behandlungsoptionen bei Depression erweitern.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 13 Studien fand einen Zusammenhang zwischen Schlaf und Immunsystem bei Depression. Weitere Untersuchungen müssen die Ergebnisse prüfen und ermitteln, wie dies als Behandlungsansatz genutzt werden könnte.
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In einer landesweiten Befragung von 12 Tausend älteren Erwachsenen in China war eine längere Schlafdauer mit geringerem Risiko für depressive Symptome assoziiert. Jede extra Stunde Schlaf (bis zu einer Dauer von 7 Stunden) senkte das Risiko demnach um 31 %.
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Die Handgriffstärke bei Menschen mit Schizophrenie sowie bei akuter und remittierter Depression ist niedriger als bei gesunden Kontrollen, fand eine Querschnittsstudie. Weitere Studien müssen die zugrundeliegenden Mechanismen, speziell auch bei symptomfreier Depression, ermitteln. Womöglich könnte dies einen Angriffspunkt zur Behandlung restlicher oder subklinischer Symptome bieten.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 50 Studien fand, dass Stimmungsstabilisatoren bei der Behandlung der Bipolaren Störung, je nach Wirkstoff, zu einem unterschiedlichen Grad ein Risiko für dermatologische unerwünschte Ereignisse mit sich bringen. Schwere Reaktionen traten jedoch nur selten auf.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 54 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass Cannabinoide dazu beitragen können, Symptome bei Cannabisgebrauchsstörung, Insomnie, Tic oder Tourette-Syndrom und Autismus-Spektrum-Störungen zu reduzieren. Allerdings war die Qualität der Evidenz generell niedrig und ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Ereignisse wurde festgestellt. Bisher sei demnach der routinemäßige Einsatz von Cannabinoiden zur Behandlung psychischer Störungen und von Substanzgebrauchsstörungen nur selten gerechtfertigt, so das Fazit.
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In einer landesweiten longitudinalen Kohortenstudie mit 30 097 Personen in mittlerem und höherem Alter hatten Menschen mit höherem Risiko für obstruktive Schlafapnoe auch wahrscheinlicher psychische Probleme. Bei Anzeichen einer Schlafapnoe sollte demnach speziell auch mit zunehmendem Alter an möglicherweise begleitende psychische Problemen gedacht werden, um diese frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 Studien fand, dass die Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 in moderatem Maße depressive Symptome lindern kann. Der Effekt wurde in primären depressiven Störungen sowie bei Patienten mit Depression als Folgeerkrankung festgestellt. Einflüsse auf Fatigue im Rahmen der Depression sind allerdings weiterhin unsicher.
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Eine Schilddrüsenunterfunktion (TSH-Spiegel) kann bei Menschen mit Bipolarer Störung als Hinweis auf die Wirksamkeit der Behandlung einer behandlungsresistenten Depression mit Ketamin dienen. Bei unipolarer Depression konnte dieser Zusammenhang jedoch nicht festgestellt werden, fand eine Analyse von 4 randomisierten, placebokontrollierten Studien.
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Trotz biologischer Plausibilität und vielversprechenden vorherigen Studien fand eine randomisiert-kontrollierte Studie über 2 Wochen mit 42 Patienten in stationärer Behandlung keinen Effekt von Blaulicht-blockierenden Brillen auf manische Symptome und den Medikamentengebrauch.
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Eine Fallserie mit 134 Patienten mit therapieresistenter Epilepsie fand, dass eine ergänzende Behandlung mit medizinalem Cannabis zu einer Verbesserung der Lebensqualität und weiterer Patienten-berichteter Ergebnisse beitrug. Die Behandlung wurde gut vertragen. Allerdings sind randomisiert-kontrollierte Studien nötig, um die Wirksamkeit der Behandlung zu bestätigen.
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Cannabiskonsum in der Freizeit, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 120 Studien, ist mit schlechterem Schlaf assoziiert. Dies zeigte sich in Beobachtungsstudien über verschiedene Schlafkomponenten. Weitere Untersuchungen mit besserem Design sind jedoch nötig, um die Zusammenhänge von Cannabis und Schlaf besser zu verstehen.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 28 Studien fand einen Zusammenhang zwischen der Schwere depressiver Symptome und den Stoffwechselstörungen Dysglykämie, Dyslipidämie und Insulinresistenz. Bei einer Depression könnte demnach ein Blick auf den Stoffwechsel sinnvoll sein, um eventuell depressive Symptome zu lindern, aber auch um das Risiko für Folgeerkrankungen zu reduzieren.
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