Depression

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 55 Studien fand einen ausgeprägten bidirektionalen Zusammenhang zwischen Depression und Cannabisgebrauchsstörung. Demnach ist Jeder 5. Patient mit Cannabisgebrauchsstörung auch depressiv. Patienten mit Depression hingegen litten nur je nach Kontext auch häufig unter einer begleitenden Cannabisgebrauchsstörung.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 19 Studien fand verschiedene Faktoren häufiger bei Menschen mit Bipolarer Störung, die nicht konsequent ihre medikamentöse Phasenprophylaxe nutzten. Eine geringere Adhärenz könnte demnach von schwereren und früher auftretenden Erkrankungen begünstigt werden, verstärkt durch Alkohol- und Cannabiskonsum und psychische Begleiterkrankungen. Entsprechend könnte bei Personen mit schlechter Adhärenz der Blick auf begleitende Probleme, für eine umfassendere und nachhaltigere Behandlung, sinnvoll sein.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Eine randomisiert-kontrollierte longitudinale klinische Studie mit 128 Teilnehmern zeigte, dass die Gruppentherapien WISE-Therapie und Bouldern-Psychotherapie effektiv depressive Symptome im Vergleich zu einer Standardbehandlung senken können. Der Fokus auf wichtige Ziele, Planung und Durchführung entsprechender Aktivitäten oder Klettern in Kombination mit Therapie könnten demnach die ambulanten Behandlungsoptionen bei Depression erweitern.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Die Handgriffstärke bei Menschen mit Schizophrenie sowie bei akuter und remittierter Depression ist niedriger als bei gesunden Kontrollen, fand eine Querschnittsstudie. Weitere Studien müssen die zugrundeliegenden Mechanismen, speziell auch bei symptomfreier Depression, ermitteln. Womöglich könnte dies einen Angriffspunkt zur Behandlung restlicher oder subklinischer Symptome bieten.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 54 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass Cannabinoide dazu beitragen können, Symptome bei Cannabisgebrauchsstörung, Insomnie, Tic oder Tourette-Syndrom und Autismus-Spektrum-Störungen zu reduzieren. Allerdings war die Qualität der Evidenz generell niedrig und ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Ereignisse wurde festgestellt. Bisher sei demnach der routinemäßige Einsatz von Cannabinoiden zur Behandlung psychischer Störungen und von Substanzgebrauchsstörungen nur selten gerechtfertigt, so das Fazit.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

In einer landesweiten longitudinalen Kohortenstudie mit 30 097 Personen in mittlerem und höherem Alter hatten Menschen mit höherem Risiko für obstruktive Schlafapnoe auch wahrscheinlicher psychische Probleme. Bei Anzeichen einer Schlafapnoe sollte demnach speziell auch mit zunehmendem Alter an möglicherweise begleitende psychische Problemen gedacht werden, um diese frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Weiter zum ausführlichen Bericht →

Trotz biologischer Plausibilität und vielversprechenden vorherigen Studien fand eine randomisiert-kontrollierte Studie über 2 Wochen mit 42 Patienten in stationärer Behandlung keinen Effekt von Blaulicht-blockierenden Brillen auf manische Symptome und den Medikamentengebrauch.

Weiter zum ausführlichen Bericht →