Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Die antidepressive Behandlung mit der Wirkstoffklasse SSRI ist, so das Ergebnis eines systematischen Reviews mit Metaanalyse, mit häufigeren Problemen mit dem Orgasmus und reduzierter sexueller Zufriedenheit assoziiert. Solche Symptome sollten demnach im Rahmen der Behandlung besprochen und behandelt werden, um die Lebensqualität Betroffener zu verbessern.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine beobachtende Querschnittsstudie mit 119 älteren Erwachsenen fand, dass die Regelmäßigkeit sozialer Rhythmen eine wichtige Rolle für den Erhalt der Lebensqualität spielt und mit depressiven Symptomen assoziiert ist. Die psychische Gesundheit im Alter könnte demnach möglicherweise gezielt durch regelmäßige soziale Interaktionen unterstützt werden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ältere Personen in England, die sich ausgeprägter mediterran ernährten, wiesen ein größeres psychologisches Wohlbefinden auf, fand eine prospektive, beobachtende Querschnittsstudie. Dieser Zusammenhang blieb auch in belastenden Zeiten, speziell in der Coronavirus-Pandemie, bestehen. Eine mediterrane Ernährung zu fördern könnte demnach eine sinnvolle Maßnahme zur Unterstützung sowohl körperlich als auch psychisch gesunden Alterns darstellen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 55 Studien fand einen ausgeprägten bidirektionalen Zusammenhang zwischen Depression und Cannabisgebrauchsstörung. Demnach ist Jeder 5. Patient mit Cannabisgebrauchsstörung auch depressiv. Patienten mit Depression hingegen litten nur je nach Kontext auch häufig unter einer begleitenden Cannabisgebrauchsstörung.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 19 Studien fand verschiedene Faktoren häufiger bei Menschen mit Bipolarer Störung, die nicht konsequent ihre medikamentöse Phasenprophylaxe nutzten. Eine geringere Adhärenz könnte demnach von schwereren und früher auftretenden Erkrankungen begünstigt werden, verstärkt durch Alkohol- und Cannabiskonsum und psychische Begleiterkrankungen. Entsprechend könnte bei Personen mit schlechter Adhärenz der Blick auf begleitende Probleme, für eine umfassendere und nachhaltigere Behandlung, sinnvoll sein.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Eine naturalistische Studie über 30 Tage untersuchte mit 345 Teilnehmern, welchen Einfluss täglicher Cannabiskonsum mit unterschiedlichen Produkten auf Ängste hat. Demnach sind angstlindernde Effekte primär abhängig vom Cannabidiol-Gehalt der konsumierten Produkte.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine randomisiert-kontrollierte longitudinale klinische Studie mit 128 Teilnehmern zeigte, dass die Gruppentherapien WISE-Therapie und Bouldern-Psychotherapie effektiv depressive Symptome im Vergleich zu einer Standardbehandlung senken können. Der Fokus auf wichtige Ziele, Planung und Durchführung entsprechender Aktivitäten oder Klettern in Kombination mit Therapie könnten demnach die ambulanten Behandlungsoptionen bei Depression erweitern.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 13 Studien fand einen Zusammenhang zwischen Schlaf und Immunsystem bei Depression. Weitere Untersuchungen müssen die Ergebnisse prüfen und ermitteln, wie dies als Behandlungsansatz genutzt werden könnte.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
In einer landesweiten Befragung von 12 Tausend älteren Erwachsenen in China war eine längere Schlafdauer mit geringerem Risiko für depressive Symptome assoziiert. Jede extra Stunde Schlaf (bis zu einer Dauer von 7 Stunden) senkte das Risiko demnach um 31 %.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Handgriffstärke bei Menschen mit Schizophrenie sowie bei akuter und remittierter Depression ist niedriger als bei gesunden Kontrollen, fand eine Querschnittsstudie. Weitere Studien müssen die zugrundeliegenden Mechanismen, speziell auch bei symptomfreier Depression, ermitteln. Womöglich könnte dies einen Angriffspunkt zur Behandlung restlicher oder subklinischer Symptome bieten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 50 Studien fand, dass Stimmungsstabilisatoren bei der Behandlung der Bipolaren Störung, je nach Wirkstoff, zu einem unterschiedlichen Grad ein Risiko für dermatologische unerwünschte Ereignisse mit sich bringen. Schwere Reaktionen traten jedoch nur selten auf.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 54 randomisiert-kontrollierte Studien fand, dass Cannabinoide dazu beitragen können, Symptome bei Cannabisgebrauchsstörung, Insomnie, Tic oder Tourette-Syndrom und Autismus-Spektrum-Störungen zu reduzieren. Allerdings war die Qualität der Evidenz generell niedrig und ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Ereignisse wurde festgestellt. Bisher sei demnach der routinemäßige Einsatz von Cannabinoiden zur Behandlung psychischer Störungen und von Substanzgebrauchsstörungen nur selten gerechtfertigt, so das Fazit.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
In einer landesweiten longitudinalen Kohortenstudie mit 30 097 Personen in mittlerem und höherem Alter hatten Menschen mit höherem Risiko für obstruktive Schlafapnoe auch wahrscheinlicher psychische Probleme. Bei Anzeichen einer Schlafapnoe sollte demnach speziell auch mit zunehmendem Alter an möglicherweise begleitende psychische Problemen gedacht werden, um diese frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Weiter zum ausführlichen Bericht →