KHK / Herzinfarkt

Aktuelle Studien- und Forschungs­ergebnisse

Eine große MRT-basierte Bevölkerungsstudie konnte zeigen, dass vermehrtes intermuskuläres Fettgewebe und eine geringere Muskelmasse mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Störungen des Zuckerstoffwechsels verbunden sind. Die Untersuchung wurde mit Menschen ohne bekannte Vorerkrankungen durchgeführt.

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Eine prospektive, bevölkerungsbasierte Kohortenstudie mit mehr als 10 000 Frauen konnte zeigen, dass eine vorzeitige natürliche Menopause (vor dem 40. Lebensjahr) mit einem rund 40 % höheren lebenslangen Risiko für koronare Herzkrankheiten verbunden ist. Die Ergebnisse unterstreichen laut der Autoren die Bedeutung der Menopause als wichtigen Faktor in der kardiovaskulären Prävention.

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Neue Forschungsdaten zeigen, dass die anhand des Life’s Essential 8-Scores gemessene Herz-Kreislauf-Gesundheit von Frauen vom prämenopausalen bis zum postmenopausalen Lebensabschnitt kontinuierlich abnimmt. Nach Berücksichtigung des Alters wiesen Frauen in der Perimenopause die höchsten Wahrscheinlichkeiten für ungünstige Gesamtwerte sowie für schlechte Lipid- und Blutzuckerwerte auf.

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Ein großer systematischer Review mit Metaanalyse individueller Daten aus randomisiert-kontrollierten Studien zeigt, dass Statine nur mit wenigen bestätigten Nebenwirkungen verbunden sind. Viele in Produktinformationen aufgeführten Risiken lassen sich demnach wissenschaftlich nicht belegen. Die Wissenschaftler empfehlen eine Überarbeitung der Arzneimittelinformationen.

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Regelmäßige körperliche Aktivität stellt eine wesentliche Säule der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Ob für alle Personengruppen die empfohlenen 150 Minuten pro Woche ausreichen, um eine deutliche Risikoreduktion zu erreichen, untersuchte eine Beschleunigungssensor-basierte Kohortenstudie mit Daten von 103 700 Teilnehmern.

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Der Konsum von Hanfprodukten über 4 Wochen beeinflusst den Fettsäuregehalt von Blutplasma und roten Blutkörperchen signifikant und kann spezifisch die Versorgung mit verschiedenen mehrfach-ungesättigten Fettsäuren verbessern, zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 30 Teilnehmern. Im untersuchten Zeitraum konnten allerdings keine Effekte der Ernährung mit Hanfprodukten auf größere kardiometabolische Risikofaktoren festgestellt werden.

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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 407 Frauen nach den Wechseljahren konnte zeigen, dass eine reine Verringerung der Sitzzeit den Blutdruck nicht verbesserte. Dagegen führten häufigere Wechsel vom Sitzen zum Stehen zu einer Senkung des Blutdrucks innerhalb von 3 Monaten. Regelmäßiges Aufstehen könnte somit eine einfache und praktikable Maßnahme zur Verringerung des Herz-Kreislauf-Risikos sein.

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Ausgedehntes Fasten über Nacht mit einer Zeitspanne ohne Nahrungsaufnahme von mindestens 3 Stunden vor dem Schlaf könnte die kardiometabolische Gesundheit verbessern, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 39 übergewichtigen oder adipösen Erwachsenen mittleren und höheren Alters. Der Ansatz beeinflusste die Blutdruckkontrolle und Stoffwechselaktivität positiv und könnte leichter im Alltag integriert werden und so mehr Menschen als ergänzende Maßnahme zur Unterstützung der kardiometabolischen Funktion zugänglich sein, vermuten die Wissenschaftler.

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