Aktuelle Studien- und Forschungsergebnisse
Die nicht-invasive Diagnose einer tief-infiltrierenden Endometriose mit transvaginalem Ultraschall hat eine hohe diagnostische Genauigkeit, fand eine internationale prospektive Multizentrenstudie mit 1 796 Patientinnen. Die Methode könnte gut in der gynäkologischen Praxis implementiert werden und so womöglich zu einer schnelleren, patientenfreundlicheren Diagnose und Behandlung führen, so das Fazit der Autoren.
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Frauen mit Endometriose oder Adenomyose könnten häufig von zentraler Sensitivierung, einer Form von noziplastischen Schmerzen, betroffen sein, fand eine beobachtende Querschnittstudie mit 142 Patientinnen. Möglichst frühzeitig Hinweise auf ein solches zentrales Schmerzsyndrom zu identifizieren wäre wichtig, um Patienten effektiv beraten zu können und eine wirksame multimodale Behandlung ergänzend zur konventionellen Therapie anzugehen. Weitere Studien sollen diese Ergebnisse und mögliche Methoden zur Früherkennung prüfen.
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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 149 Studien fand, dass verschiedene hormonelle Therapien einen guten Beitrag zur Linderung von Endometriose-Symptomen leisen können. Die endokrinen Therapien können je nach individuellen Patientencharakteristiken und Verträglichkeit bevorzugt zum Einsatz kommen, um bestmögliche klinische Behandlungsergebnisse zu erreichen.
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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 120 Teilnehmerinnen fand, dass eine einzelne intraoperative Dosis Clonidin sicher bei Patientinnen mit Endometriose-OP eingesetzt werden kann, um den Opioid-Konsum anschließend an die OP zu senken. Die Behandlung ging mit mehr Sedierung einher, aber beeinflusste nicht die Zeit im Aufwachraum.
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Schmerzhafte Menstruation ohne pathologische Ursache im Unterleib wird als primäre Dysmenorrhö bezeichnet. Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 48 Teilnehmerinnen fand nun, dass Probiotika über 3 Monate einen ergänzenden Beitrag zur Linderung der Schmerzen leisten können.
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Hier finden Sie aktuelles aus Forschung und Wissenschaft zu folgenden Themen:
Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 6 Studien fand, dass Frauen mit Endometriose im Schnitt schlechter schlafen als Kontrollen. Da Schlafqualität ein bekannter Faktor bei der Chronifizierung von Schmerz ist und zur Belastung durch die Endometriose beiträgt, sollte dies demnach verstärkt in Forschung und Behandlung berücksichtigt werden.
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Ein erhöhter Triglyzerid-Spiegel ist bei Frauen mit höherem Risiko für Endometriose assoziiert, fand eine Analyse von Beobachtungsdaten (NHANES-Studie). Aus großen Gen-Assoziationsstudien ergaben sich zudem Hinweise, dass dem ein kausaler Zusammenhang zugrunde liegen könnte. Die Ergebnisse müssen in prospektiven Studien geprüft werden, bevor klinische Präventionsmaßnahmen entwickelt werden können.
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Eine Ultraschall-geleitete alkoholische Sklerotherapie stellt nach einer Multizentren-Studie in Spanien eine sichere und kosteneffiziente Alternative zur laparoskopischen Zystektomie zur Behandlung von Endometrioma dar. Die minimal-invasive Methode war demnach in ihrer Wirksamkeit vergleichbar zur operativen Behandlung, mit Blick auf wiederkehrende Endometrioma und Schmerzlinderung.
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Eine prospektive Beobachtungsstudie mit 27 Endometriose-Patientinnen und 17 Kontrollen fand, dass eine hormonelle Endometriosetherapie mittels Änderungen des Darmmikrobioms die psychische Gesundheit unterstützen könnte. Einflüsse operativer Behandlungen auf das Darmmikrobiom könnten hingegen Entzündungsprozesse positiv beeinflussen. Die exploratorischen Ergebnisse sollten nun durch größere Studien bestätigt werden.
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Die Behandlung von Endometrioseschmerzen mit Relugolix kann, speziell im Vergleich zu Placebo, nicht nur signifikante Schmerzlinderung, sondern auch Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens, des sozialen Supports und des Selbstbilds erreichen. Dies fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 5 randomisiert-kontrollierte Studien.
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Eine retrospektive Kohortenanalyse über 501 Frauen mit Endometriose fand, dass Dienogest sowohl bei ovariellen Endometrioma, als auch bei oberflächlich-peritonealer oder tief-infiltrierender Endometriose wirksam Schmerzen lindern, Läsionsgrößen reduzieren und die Lebensqualität verbessern kann. Je nach Endometriose-Untergruppe kann jedoch gezieltere Aufmerksamkeit im Management nötig sein.
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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 81 Frauen mit Endometriose fand, dass in einer angeleiteten Gruppe und zusätzlich unabhängig zuhause durchgeführte Übungen zum Beckenbodentraining einen hilfreichen Beitrag zum Schmerzmanagement bei Unterbauch- und Genitalschmerzen leisten können.
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Eine beobachtende Querschnittsstudie mit 40 Teilnehmerinnen in Spanien fand, dass ein gesundes Ernährungsmuster bei Endometriose zu Schmerzlinderung und besserer Lebensqualität beitragen könnte. Größere Studien müssen diese Ergebnisse jedoch prüfen.
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