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Endometriose

Endometriose erhöht das Risiko für Fehllage des Mutterkuchens

Original Titel:
Association between surgically diagnosed endometriosis and adverse pregnancy outcomes

Endometriose betrifft etwa 10 % aller Frauen und die Krankheit ist einer der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch. Forscher aus Kanada haben jetzt die Schwangerschaftsergebnisse von Frauen mit Endometriose untersucht.

Bei der Endometriose siedelt sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter an und kann die Eierstöcke, den Darm oder den Bauchraum befallen. Das Gewebe kann – wie das Gewebe der Gebärmutter – von Hormonen beeinflusst werden und zyklisch wachsen und wieder abbluten. In der Folge kann es zu Schmerzen, Entzündungen, Zystenbildung und Verwachsungen kommen. Häufig wird die Endometriose erst nach einigen Jahren diagnostiziert, da die Beschwerden sehr vielfältig und unspezifisch sein können. In vielen Fällen kann erst durch eine Bauchspiegelung der ganze Umfang einer Endometriose erfasst werden. Durch operative Entfernung der Herde, eine Hormontherapie oder künstliche Befruchtung kann die Chance auf eine Schwangerschaft verbessert werden.

Die Wissenschaftler verglichen jetzt 469 Frauen mit diagnostizierter Endometriose mit gesunden Frauen während und nach ihren Einzelschwangerschaften. Frauen mit Endometriose waren im Schnitt älter, waren mit größerer Wahrscheinlichkeit noch nie schwanger gewesen, hatten weniger Schwangerschaften durchlaufen, hatten in der Vergangenheit mehr Fehlgeburten und mehr künstliche Befruchtungen gehabt und wohnten meistens in besseren Wohngegenden. Bei den Patientinnen mit Endometriose zeigte sich ein erhöhtes Risiko für eine Placenta praevia und eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt.

Eine Placenta praevia ist eine Fehllage des Mutterkuchens, der dabei den Geburtskanal teilweise oder ganz überdeckt. Die Fehllage kann im Ultraschall erkannt werden. Als häufigste Komplikation können schmerzlose Blutungen auftreten. Wenn der Geburtskanal komplett verdeckt ist, muss das Kind mit Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden.

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