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Krankheitsschübe der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung treten meist unregelmäßig auf

Original Titel:
Frequency of exacerbations in patients with chronic obstructive pulmonary disease: an analysis of the SPIROMICS cohort.

Krankheitsschübe der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) führen zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebensqualität der Patienten und des Krankheitsverlaufs. Für die Einteilung der Erkrankung in Schweregrade wird die Anzahl der Krankheitsschübe, die der Patient im zurückliegenden Jahr erlitt, herangezogen. Diese Einteilung hat weitreichende Folgen für den Erkrankten, denn je nach Schweregrad werden unterschiedliche Therapiemöglichkeiten für die Behandlung von COPD empfohlen. Es ist demnach wichtig, dass bei der Einteilung in Risikogruppen wirklich die Patienten erfasst werden, die tatsächlich ein erhöhtes Risiko für weitere Krankheitsschübe aufweisen. Derzeit wird angenommen, dass Patienten, die im zurückliegenden Jahr mehr als einen Krankheitsschub hatten, ein erhöhtes Risiko für weitere Krankheitsschübe haben.

Amerikanische Forscher wollten herausfinden, welchen Schwankungen diese Stadieneinteilung ausgesetzt sein kann. Sie untersuchten dabei, ob die Krankheitsschübe bei COPD-Patienten regelmäßig auftraten oder von Jahr zu Jahr schwankten, was Auswirkungen auf die Stadieneinteilung und der entsprechenden Therapieentscheidung haben könnte. Die Ergebnisse wurden in einer der wichtigsten medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht. Für die Studie wurden insgesamt 1105 COPD-Patienten zwischen 40 und 80 Jahren drei Jahre lang begleitet. Von den Patienten befanden sich 274 im Anfangsstadium, 494 litten an einer mittelschweren, 250 an einer schweren und 87 an einer sehr schweren COPD. Etwa die Hälfte aller Patienten (538 Patienten) hatten während der drei Jahre mindestens einen Krankheitsschub; 50 % davon mindestens einen schweren, der eine Einweisung in die Notaufnahme oder ins Krankenhaus notwendig machte. 7 % der Patienten (82 Patienten) waren mindestens einmal pro Jahr betroffen. 23 von ihnen (2 % aller Patienten) litten sogar mindestens zweimal pro Jahr an einer akuten Verschlechterung der Krankheitssymptome. Häufig zeigten Patienten ein unregelmäßiges Muster an Krankheitsschüben, sodass sie sowohl Jahre hatten, in denen sie nicht unter einem Krankheitsschub litten, als auch Jahre, in denen diese auftraten. Dies war bei 41 % der Patienten der Fall. Obwohl Patienten mit schwerer bis sehr schwerer COPD häufiger unter Krankheitsschüben litten, blieben die meisten dieser Patienten mindestens in einem der drei Jahre von Krankheitsschüben verschont (56 % Patienten mit unregelmäßigen Krankheitsschüben hatten schweres bis sehr schweres COPD). Nur 4 % der schwer Erkrankten litten unter häufigen, regelmäßigen Schüben (jährlich mindestens zwei Schübe). Es konnten Faktoren identifiziert werden, die bei COPD-Patienten mit regelmäßigen Krankheitsschüben (während der drei Jahre mindestens ein Krankheitsschub in jedem Jahr) vermehrt aufkamen. Die Patienten, die mit regelmäßigen Krankheitsschüben zu kämpfen hatten, zeigten in der Ruhephase der Erkrankung stärkere Symptome, hatten zuvor schon Krankheitsschübe und wiesen niedrigere Konzentrationen von Interleukin-15 und höhere Konzentrationen von Interleukin-8 (beides Botenstoffe des Immunsystems) auf als Patienten, bei denen sich die Erkrankung während des kompletten Beobachtungszeitraum in einer Ruhephase befand.

Die meisten COPD-Patienten, die während des Beobachtungszeitraums von drei Jahren unter Krankheitsschüben litten, hatten diese nur unregelmäßig, sodass es Jahre gab, in denen sich die Krankheit komplett in der Ruhephase befand. Bei kaum einem Patienten waren jährlich zwei oder mehr Schübe zu verzeichnen. Daher bezweifeln die Autoren, dass die jährliche Schubrate ein geeigneter Parameter ist, um daraus ein erhöhtes Risiko für erneute Krankheitsschübe abzuleiten. Statt dessen konnten jedoch Marker identifiziert werden, wie z. B. Interleukin-15 und Interleukin-8, die im Zusammenhang mit regelmäßigen Krankheitsschüben standen.

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