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Darmkrebs

Darmkrebsvorsorge besser schon ab 45?

Original Titel:
Adenoma detection rate according to age: colonoscopy screening should start at 45 years old

Je früher Darmkrebs oder Darmkrebsvorstufen erkannt werden, desto besser sind die Aussichten auf Heilung. Daher ist die Darmkrebs-Früherkennung (Screening) in Deutschland gesetzlich verankert und von der Krankenversicherung finanziert. Zum aktuellen Angebot gehört im Alter von 50 bis 54 ein jährlicher Test auf verborgenes (okkultes) Blut im Stuhl. Außerdem wird ab 55 eine Dickdarmspiegelung (Koloskopie) angeboten, die nach 10 oder mehr Jahren einmal wiederholt werden kann.

Beim 25. Jahreskongress der United European Gastroenterology im Oktober 2017 in Barcelona haben französische Wissenschaftler neue Ergebnisse zum Alter bei einer Darmkrebs-Früherkennung vorgestellt. In dieser Forschungsarbeit wurden 6027 Dickdarmspiegelungen genauer betrachtet. Dabei fand man in der Altersgruppe von 45–49 Jahren eine 400%ige Zunahme von nachweisbaren Neubildungen im Gewebe (Neoplasie) verglichen mit den 40–44-Jährigen. Die Häufigkeit, mit der Gewebeveränderungen entdeckt wurden, war damit im Alter von 45–49 Jahren um 8 % höher als im Alter von 50–54 Jahren. Die Rate, mit der konkrete Darmkrebsvorstufen (Polypen und Adenome) erkannt wurden, stieg von 40–44 auf 45–49 Jahren deutlich stärker an als von 45–49 auf 50–54 Jahren.

Das Alter von 45 Jahren scheint daher ein kritischer Zeitpunkt beim Erkennen von Darmkrebsvorstufen zu sein. Unabhängig von der Art der Vorsorgeuntersuchung empfehlen die französischen Wissenschaftler den Beginn der Darmkrebs-Früherkennung ab einem Alter von 45 Jahren.

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