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Brustkrebs

Warum Sie vor der Behandlung Ihre Vitamin-D-Versorgung bestimmen sollten

Original Titel:
Impact of vitamin D on pathological complete response and survival following neoadjuvant chemotherapy for breast cancer: a retrospective study

Brustkrebspatientinnen, die einen Mangel an Vitamin D aufwiesen, hatten in dieser Studie eine schlechtere Chance, durch die medizinischen Behandlungen vor der Brustkrebsoperation einen vollständigen Rückgang des Tumors zu erzielen. Eine gute Vitamin-D-Versorgung vor Behandlungsbeginn ist deshalb wichtig.


Einige wissenschaftliche Untersuchungen haben sich bereits mit dem Effekt von Vitamin auf den Verlauf einer Brustkrebserkrankung befasst. Vermutungen legen nahe, dass eine gute Versorgung mit Vitamin D den durch eine Chemotherapie ausgelösten Zelltod verbessern könnte. Weitere Studien hatten gezeigt, dass Patientinnen mit einem Vitamin-D-Mangel seltener einen vollständigen Rückgang des Tumors vor der Operation durch neoadjuvante Behandlungen erreichen konnten. Einen vollständigen Rückgang der Erkrankung durch neoadjuvante Behandlungen bezeichnet man als pathologische Komplettremission. Der Begriff neoadjuvante Behandlungen bezeichnet wiederum die Behandlungen, die vor der Operation angewendet werden und das Ziel haben, den Tumor in seiner Größe zu verkleinern oder im besten Fall gar ganz zum Verschwinden zu bringen (also eine pathologische Komplettremission zu erreichen).

Einfluss von Vitamin D auf Behandlungserfolge untersucht

In einer gemeinsamen Zusammenarbeit untersuchten französische und amerikanische Wissenschaftler deshalb nun, welchen Einfluss Vitamin D auf die pathologische Komplettremission und das Überleben von Brustkrebspatientinnen nimmt.

Als Studienteilnehmerinnen wurden Frauen aus zwei Brustkrebsregistern eingeschlossen, von die Vitamin-D-Versorgung vor und während der neoadjuvanten Behandlung bekannt war. Von einem Vitamin-D-Mangel sprachen die Wissenschaftler, wenn der Wert bei < 20 ng/ml lag.

Vitamin-D-Mangel machte pathologische Komplettremission vor der Operation unwahrscheinlicher

327 Brustkrebspatientinnen wurden im Rahmen der Studie analysiert. Es zeigte sich, dass ein Vitamin-D-Mangel die Chance erhöhte, keine pathologische Komplettremission zu erreichen. Zwischen der Vitamin-D-Versorgung und dem Überleben der Frauen wurde hingegen kein Zusammenhang gesehen. Allerdings deutete sich ein Zusammenhang zwischen einer besseren Vitamin-D-Versorgung und einem besseren Überleben ohne Krankheitsrückfall bei Frauen mit speziellen Krebstypen (Frauen mit triple-negativem Brustkrebs und HER2-negativem Brustkrebs) an. Diese Ergebnisse waren aber nicht signifikant, was bedeutet, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass die gesehenen Unterschiede zufallsbedingt sind.

In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Brustkrebspatientinnen die Chance erhöhte, dass die Frauen durch Behandlungen vor der Operation keinen vollständigen Rückgang der Erkrankung erzielen. Eine ausreichend gute Versorgung mit Vitamin D vor dem Behandlungsbeginn ist daher wichtig.

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