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Leukämie

Bereits kleine Alkoholmengen erhöhen das Risiko für manche Krebserkrankungen, nicht aber für Leukämie

Original Titel:
Light Alcohol Drinking and Risk of Cancer: A Meta-Analysis of Cohort Studies

DGP – Während leichter Alkoholkonsum keine negativen Auswirkungen auf das Risiko für die meisten Krebserkrankungen, wie beispielsweise der Leukämie, hatte, sah dies bei Brust- und Darmkrebs anders aus: Frauen, die nur geringe Mengen an Alkohol (1/2 bis 1 Glas) täglich tranken, erkrankten in der Folge häufiger an Brustkrebs, Männer mit regelmäßigem Alkoholkonsum dagegen erlitten eher eine Darmkrebserkrankung. Die Empfehlung des World Cancer Research Fund (WCRF) kann deshalb weiter beherzigt werden: zum Schutz vor Krebserkrankungen allgemein sollte Alkohol am besten vermieden werden.


Der World Cancer Research Fund (WCRF), eine internationale Einrichtung, die die Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Krebsrisiko erforscht, empfiehlt der Bevölkerung zum Schutz vor Krebskrankheiten auf den Verzehr von Alkohol zu verzichten oder diesen zumindest einzuschränken. Besonders bei Krebserkrankungen von Brust, Darm, Magen, Leber, Mund, Speiseröhre sowie Rachen und Kehlkopf besteht ein Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und erhöhtem Krebsrisiko.

Erhöht leichter Alkoholkonsum bereits das Krebsrisiko?

Forscher aus Korea werteten in ihrer Analyse nun mehrere Studien zusammenfassend aus, die sich mit dem Einfluss von leichtem Alkoholkonsum auf das Krebsrisiko beschäftigten. Die Forscher teilten Personen nach ihrem Alkoholkonsum in sehr leichte Alkoholtrinker (≤ 0,5 alkoholische Getränke am Tag), leichte Alkoholtrinker (≤ 1 alkoholisches Getränk am Tag) und moderate Alkoholtrinker (1 bis 2 alkoholische Getränke am Tag) ein.

Schon kleine Mengen Alkohol am Tag bedingten ein erhöhtes Brust- und Darmkrebsrisiko

Bei ihrer Analyse konnten die Forscher die Daten von 60 Studien nutzen und auswerten. Die Auswertung zeigte, dass sehr leichter oder leichter Alkoholkonsum das Risiko für die meisten Krebskrankheiten nicht erhöhte – Ausnahmen betrafen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen und ein erhöhtes Darmkrebsrisiko bei Männern, das selbst bei sehr leichtem und leichtem Alkoholkonsum auftrat. Analysen zum moderaten Alkoholkonsum bestätigten die ungünstige Wirkung von Alkohol bei Brust- und Darmkrebs: Personen, die moderate Mengen Alkohol täglich tranken, erkrankten häufiger an Brustkrebs (Frauen) und Darmkrebs (Männer).

Bei einigen Krebserkrankungen erwies sich leichter Alkoholkonsum hingegen sogar als risikosenkend – dies war bei Lungenkrebs und Schilddrüsenkrebs der Fall. In den meisten Fällen wirkte sich der leichte Alkoholkonsum allerdings nicht auf das Krebsrisiko aus. Studien, die moderaten Alkoholkonsum mit der Häufigkeit von Krebserkrankungen des blutbildenden Systems (wie Leukämie und Lymphdrüsenkrebs), Nierenkrebs und Schilddrüsenkrebs verglichen, fanden interessanterweise sogar niedrigere Erkrankungsraten für diese Krebsarten bei Menschen mit moderatem Alkoholkonsum. Allerdings wirkte sich diese Alkoholmenge dramatisch negativ auf andere Krebsarten aus: die Sterblichkeit bei Brust- und Darmkrebs erhöhte sich.

Geringe Alkoholmengen: schlecht für manche Krebserkrankungen, womöglich aber auch Schutz vor anderen

Diese Auswertung zu leichtem Alkoholkonsum zeigte, dass die Personen, die täglich ½ bis 1 Glas Alkohol oder weniger tranken, kein erhöhtes Risiko für die meisten Krebsarten aufwiesen. Allerdings schadete der Verzehr dieser geringen Mengen Alkohol durchaus – denn Frauen erkrankten in der Folge häufiger an Brustkrebs und Männer öfter an Darmkrebs. Die Empfehlung des WCFR kann deshalb weiter beherzigt werden: zum Schutz vor Krebserkrankungen sollte Alkohol am besten vermieden werden.

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