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Prostatakrebs

Familie und Partnerschaft verbessern die Lebensqualität bei Krebsüberlebenden

Original Titel:
The role of psychosocial resources for long-term breast, colorectal, and prostate cancer survivors: prevalence and associations with health-related quality of life

DGP – Forschung des Deutschen Krebsforschungszentrum zeigte, dass Krebsüberlebende von persönlichen Ressourcen profitieren, die ihnen im Umgang mit den Auswirkungen der Krebsbehandlung und der Krankheit selbst helfen. Diese wirkten sich nämlich günstig auf die Lebensqualität der Patienten aus.


Im Alltag von Personen, die eine Krebserkrankung über viele Jahre hinweg überlebt haben, kann es immer noch eine Rolle spielen, mit den ungünstigen Auswirkungen der Behandlung oder der Krebskrankheit selbst zurechtzukommen. Im Rahmen von diesem Anpassungsprozess können die persönlichen Ressourcen der Menschen eine entscheidende Rolle spielen.

Welche persönlichen Ressourcen sind bei Krebsüberlebenden wichtig?

Deutsche Wissenschaftler unter Federführung des Deutschen Krebsforschungszentrum führten nun eine Studie durch, mit der die Ressourcen von Krebsüberlebenden begutachtet werden sollten. Auch sollte erörtert werden, welche Rolle die Ressourcen für das Funktionieren und die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Krebsüberlebenden mit und ohne Rückkehr der Krebserkrankung spielen.

Die untersuchte Studienpopulation bestand aus 6030 Krebsüberlebenden, die 5 bis 16 Jahre vor Studienbeginn an Brust-, Darm-, oder Prostatakrebs erkrankt waren. Die persönlichen Ressourcen der Studienteilnehmer wurden durch einen Fragebogen erfasst. Mit einem weiteren Fragebogen wurde die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Teilnehmer bestimmt.

Vor allem Familie, Aktivitäten mit anderen und die Partnerschaft sind wichtige Ressourcen

Die Teilnehmer nannten durchschnittlich 11,4 Ressourcen, die ihnen hilfreich erschienen. Betrachtete man alle Teilnehmer, so zählten Familie, Aktivitäten mit anderen und die Partnerschaft zu den häufigsten genannten hilfreichen Ressourcen. Je nach Alter, Geschlecht und Krebserkrankung variierte allerdings die Häufigkeit, mit der diese Ressourcen als wichtig bezeichnet wurden. Hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zeigte sich, dass diese vor allem von folgenden Faktoren abhing: körperliche Aktivität, Gesundheit, professionelle Hilfe, Gelassenheit, Hoffnung, Optimismus und Hobbies. Krebsüberlebende, bei denen der Krebs zurückkehrt war und die über viele Ressourcen verfügten, wiesen eine ähnliche gesundheitsbezogene Lebensqualität auf wie Krebsüberlebende, bei denen der Krebs nicht zurückgekehrt war, die aber nur über wenige Ressourcen verfügten.

Diese Studie deutscher Wissenschaftler zeigt damit auf, wie wichtig persönliche Ressourcen für die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Brust-, Darm- und Prostatakrebs-Überlebenden sind. Sie fordern, dass diese Ressourcen in der Nachbehandlung der Patienten besser berücksichtigt und gestärkt werden.

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