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Brustkrebs

Ansprechen auf Chemotherapie mit Ultraschall erkennen

Original Titel:
Contrast-enhanced ultrasound for evaluating the pathologic response of breast cancer to neoadjuvant chemotherapy: A meta-analysis

DGP – Um das Ansprechen von Brustkrebspatientinnen auf eine Chemotherapie vor der Operation zu bestimmen, könnte in Zukunft vermehrt eine spezielle Form von Ultraschall, der kontrastverstärkte Ultraschall, zur Anwendung kommen. Eine nun veröffentliche Studie aus China bestätigte eine hohe Leistungsfähigkeit von diesem Verfahren, um Brustkrebspatientinnen zu erkennen, die gut auf eine Chemotherapie vor der Operation angesprochen haben.


Wenn eine Brustkrebspatientin bereits vor der Operation eine Chemotherapie erhält, bezeichnet man diese als neoadjuvant. Ziel der neoadjuvanten Chemotherapie ist es, den Krebs in seiner Größe zu verkleinern und somit einer Operation zugänglich zu machen. Vielfach ermöglicht eine neoadjuvante Therapie auch, dass die Patientinnen brusterhaltend operiert werden können und ihnen nicht die gesamte Brust abgenommen werden muss. In gewissen Fällen ist es auch möglich, dass der Brusttumor bereits durch die neoadjuvante Chemotherapie vollständig vernichtet wird: Ärzte sprechen in diesem Fall von einer kompletten pathologischen Remission. Ist nur ein Teil des Tumorgewebes durch die Chemotherapie zunichte gemacht, ist von partieller (= teilweiser) pathologischer Remission die Rede.

Chinesische Wissenschaftler untersuchten nun ein neues Verfahren mit dem Ärzte bei Brustkrebspatientinnen ermitteln können, inwiefern diese auf die neoadjuvante Chemotherapie angesprochen haben und eine pathologische Remission aufweisen. Bei dem Verfahren handelt es sich um eine spezielle Form von Ultraschall, dem sogenannten kontrastverstärkten Ultraschall. Das Besondere an diesem Ultraschall sind die Kontrastmittel, die den Patientinnen vor dem Ultraschall verabreicht werden und eine sehr detaillierte Darstellung vom Blutkreislauf und von der Durchblutung vom Gewebe ermöglichen. Viele Fachleute sehen großes Potenzial in dieser besonderen Form des Ultraschalls – sie ist mit keiner Strahlenbelastung verbunden, außerdem schädigt das Kontrastmittel nicht die Niere und enthält entgegen anderer Röntgen-Kontrastmittel kein Jod.

Hohe Leistungsfähigkeit von kontrastverstärktem Ultraschall, um das Ansprechen auf die Therapie bei den Brustkrebspatientinnen zu ermitteln

Die Wissenschaftler fanden 9 Studien mit 424 Patientinnen, bei denen der kontrastverstärkte Ultraschall zur Abschätzung des Ansprechens auf eine neoadjuvante Chemotherapie eingesetzt wurde. Die zusammenfassende Auswertung dieser Studien zeigte, dass das Ultraschallverfahren eine hohe Leistungsfähigkeit aufzeigte. Die Werte für die Sensitivität und Spezifität lagen bei 87 % und 84 %. Mit der Sensitivität wird vereinfacht gesprochen die Erkennungsrate bezeichnet. Sie zeigt die Rate richtig-positiver Ergebnisse an. Die Spezifität hingegen gibt den Anteil an korrekt ausgewiesenen negativen Ergebnissen, also die Quote richtig-negativer Ergebnisse, wieder.

Die Wissenschaftler schlussfolgerten anhand von diesen Ergebnissen, dass der kontrastverstärkte Ultraschall ein vielversprechendes Verfahren ist, um ein Ansprechen von Brustkrebspatientinnen auf eine neoadjuvante Chemotherapie anzuzeigen. Sie fordern weitere Studien, in denen die gute Leistungsfähigkeit des Verfahrens bestätigt wird und so eine klinische Anwendung des Verfahrens ermöglicht wird.

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