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Prostatakrebs

Kurzzeitiger PSA-Anstieg nach innerer Strahlentherapie: Häufigkeit und Auswirkungen

Original Titel:
Prostate-specific antigen bounce in patients treated before 60 years old by iodine 125 brachytherapy for prostate cancer is frequent and not a prognostic factor

DGP – Ein kurzeitiger, vorübergehender PSA-Anstieg (PSA-Bounce) nach einer inneren Strahlentherapie ist bei jungen Prostatakrebs-Patienten nichts Ungewöhnliches und wirkt sich nicht auf das Rückfallrisiko aus. Zu diesen Ergebnissen kamen die Wissenschaftler in der vorliegenden Studie.


Nach einer inneren Strahlentherapie, bei der die Strahlenquelle in die Prostata eingebracht wird, kann es zu einem kurzzeitigen Anstieg des PSA-Wertes kommen, der im Verlauf wieder absinkt. Ein solches Phänomen wird als PSA-Bounce bezeichnet. Doch hat ein solcher PSA-Bounce einen Einfluss auf das Rückfallrisiko der Patienten? Dieser Frage gingen Wissenschaftler aus Frankreich nach.

Prostatakrebs-Patienten unterzogen sich einer inneren Strahlentherapie

Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 179 Prostatakrebs-Patienten, die sich einer inneren Strahlentherapie unterzogen (mit Iod-125 als Strahlenquelle) und höchstens 60 Jahre alt waren. Die Wissenschaftler untersuchten, wie häufig es bei den Patienten zu einem PSA-Bounce kam. Als PSA-Bounce definierten sie eine Erhöhung des PSA-Wertes um mindestens 0,2 ng/ml (ausgehend vom bis dahin niedrigsten erreichten PSA-Wert), die wieder verschwand, sodass der PSA-Wert wieder so hoch wie der tiefste erreichte Wert oder niedriger war. Die Patienten wurden im Mittel 79 Monate lang begleitet.

Ein PSA-Bounce erhöhte nicht das Rückfallrisiko

Ein PSA-Bounce trat bei den jüngeren Prostatakrebs-Patienten häufig auf. Mehr als die Hälfte der Patienten (56,8 %) war innerhalb der ersten 5 Jahren von diesem betroffen. Die allermeisten Patienten blieben innerhalb der ersten 5 Jahre von einem Krankheitsrückfall verschont (98,8 %). Interessanterweise gab es bezüglich des Rückfallrisikos keinen Unterschied zwischen Patienten, die von einem PSA-Bounce betroffen waren, und Patienten, die es nicht waren. Der PSA-Bounce schien somit keine Auswirkungen auf das Rückfallrisiko zu haben. Einen Unterschied konnten die Wissenschaftler jedoch zwischen den beiden Patientengruppen feststellen. Patienten, die einen PSA-Bounce erlebten, litten nämlich häufiger an moderaten bis schweren Harnbeschwerden als Patienten, die von dem kurzzeitigen PSA-Anstieg verschont geblieben sind.

Ein PSA-Bounce trat bei jüngeren Prostatakrebs-Patienten nach einer inneren Strahlentherapie recht häufig auf. Dieser stand jedoch nicht im Zusammenhang mit einen Krankheitsrückfall.

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