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KHK / Herzinfarkt

Was beeinflusst die Therapietreue von Frauen mit KHK?

Original Titel:
Adherence to Treatment of Female Patients With Coronary Heart Disease After a Percutaneous Coronary Intervention

DGP – Die Medikamente wie empfohlen einzunehmen, ist wichtig, damit diese wie gewünscht wirken können. Wissenschaftler stellten in der vorliegenden Studie fest, dass Motivation ein entscheidender Faktor für die Therapietreue von Frauen mit KHK ist. Diese könnte durch Informationen, ärztliche Unterstützung, körperliche Aktivität und eine bessere wahrgenommene Gesundheit gestärkt werden.


Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt es einige Unterschiede zwischen Männer und Frauen. Daher werden oftmals Studien durchgeführt, die nur ein Geschlecht betrachten – so auch die vorliegende Studie. Wissenschaftler aus Finnland interessierten sich nämlich für die Therapietreue von Frauen mit koronarer Herzkrankheit (KHK) nach einer Ballonkatheter-Behandlung, die durchgeführt wurde, um die Verengungen in den Koronararterien zu weiten. Als therapietreu gelten Patienten, die ihre Medikamente wie empfohlen einnehmen. Dies ist wichtig, damit diese wie gewünscht wirken und Folgeschäden der KHK verhindert werden können.

Frauen mit KHK nahmen an einer Umfrage teil

Die Wissenschaftler nutzten für ihre Studie die Ergebnisse einer Umfrage von 2013, an der unter anderem 102 Frauen mit KHK teilnahmen, die eine Ballonkatheter-Behandlung hinter sich hatten. Die Patientinnen beantworteten unter anderem Fragen zu ihrer Therapietreue. Die Wissenschaftler untersuchten, wodurch die Therapietreue der Frauen beeinflusst wurde.

Faktoren, die die Therapietreue beeinflussten

Bei der Auswertung der Daten stellten die Wissenschaftler fest, dass Motivation der stärkste Vorhersagefaktor für die Therapietreue war. Die Motivation wurde durch Unterstützung durch Informationen, durch ärztliche Unterstützung, durch die wahrgenommene Gesundheit und durch körperliche Aktivität gestärkt – diese Faktoren wirkten sich somit indirekt auch auf die Therapietreue der Patientinnen aus. Des Weiteren wurde deutlich, dass die körperliche Aktivität mit der wahrgenommenen Gesundheit zusammenhing – und zwar führte körperliche Aktivität dazu, dass sich die Patientinnen gesünder fühlten. Anders sah das bei Ängsten und Depressionen aus. Diese hatten einen gegenteiligen Effekt auf die wahrgenommene Gesundheit.

Die Motivation stellte somit einen entscheidenden Faktor für die Therapietreue von Frauen mit KHK dar. Die Motivation der Frauen zu stärken, sollte somit bei der Betreuung der Patientinnen ein wichtiges Ziel sein. Laut der vorliegenden Studie könnten hierbei Informationen, ärztliche Unterstützung, körperliche Aktivität und eine bessere wahrgenommene Gesundheit helfen.

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