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COPD

Lungen-Reha lohnt sich auch in sexueller Hinsicht

Original Titel:
Assessment of the impact of pulmonary rehabilitation on sexual activity in patients with chronic obstructive pulmonary disease

Kurz & fundiert

  • 62 Männer mit COPD machten Angaben zu ihrem Sexualleben
  • Nur wenige der Männer waren sexuell aktiv (16,1 %)
  • Nach der Teilnahme an einem Lungenrehabilitationsprogramm verbesserte sich die sexuelle Funktion der Männer – vor allem die Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr

 

DGP – Männer mit COPD konnten von einem Lungenrehabilitationsprogramm auch in sexueller Hinsicht profitieren. Zu diesem Ergebnis kam die vorliegende Studie. Vor allem die Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr stieg nach der Teilnahme an der Reha.


Eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) kann die Lebensqualität stark einschränken. Zu einer guten Lebensqualität gehört auch ein erfülltes Sexualleben. Doch auch das kann unter einer COPD leiden. Da Lungenrehabilitationsprogramme die Lebensqualität von COPD-Patienten verbessern können, vermuteten Wissenschaftler aus Spanien, dass sich die Teilnahme an einem solchen Programm auch positiv auf das Sexualleben auswirkt. Um diese Vermutung zu überprüfen, führte sie eine kleine Studie durch, in der sie COPD-Patienten vor und nach dem Lungenrehabilitationsprogramm zu ihrem Sexualleben befragten.

62 Männer mit COPD machten Angaben zu ihrem Sexualleben

An der Studie nahmen 62 Männer mit COPD teil. Sie waren durchschnittlich 66,5 Jahre alt. Die Männer machten Angaben zu ihrem Sexualleben. Zu Beginn der Lungenrehabilitation füllten sie einen Fragebogen aus, mit dessen Hilfe die sexuelle Funktion eingeschätzt werden konnte. Dieselben Fragen beantworteten sie sechs Monate nach dem Lungenrehabilitationsprogramm erneut.

Keine Unterschiede bezüglich der COPD zwischen sexuell aktiven und sexuell inaktiven Männern

Zehn Männer (16,1 %) gaben an, sexuell aktiv zu sein. Die Wissenschaftler verglichen die sexuell aktiven Männer mit den Männern, die nach eigenen Angaben nicht sexuell aktiv waren. In Bezug auf die Lungenfunktion (Einsekundenkapazität (FEV1)), die Leistungsfähigkeit (6-Minuten-Gehtest), die Anzahl der Krankheitsschübe und die Auswirkungen der COPD auf das tägliches Leben (COPD Assessment Test (CAT)) konnten die Wissenschaftler keine nennenswerten Unterschiede zwischen sexuell aktiven und sexuell inaktiven Patienten feststellen.

Bessere sexuelle Funktion nach Lungenrehabilitationsprogramm

Bei der Auswertung der Fragebögen stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die sexuelle Funktion der Männer nach dem Rehabilitationsprogramm im Durchschnitt verbessert hatte – und zwar in allen Bereichen. Die Bereiche, die mit dem Fragebogen abgedeckt wurden, waren folgende: Erektile Funktion, orgasmische Funktion, sexuelle Lust, Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr und generelle Zufriedenheit. Die Verbesserungen stellten jedoch nur einen Trend dar, bei dem nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich hierbei um einen Zufall handelte. Eine Ausnahme bildete die Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr. Hier war die Verbesserung deutlich, sodass nicht von einem Zufall auszugehen ist.

Nur wenige Männer mit COPD waren sexuell aktiv. Bezüglich der COPD konnten keine Unterschiede zwischen sexuell aktiven und sexuell inaktiven Patienten festgestellt werden. Die Teilnahme an einem Lungenrehabilitationsprogramm verbesserte die sexuelle Funktion der Männer – vor allem deren Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr. Da es sich hier um eine kleine Studie mit nur wenigen Teilnehmern handelt, sollten weitere, größer angelegte Studien durchgeführt werden, um die Ergebnisse zu bestätigen.

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