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Depression

Vitamin D und Depression: ist ein Mangel am Sonnenvitamin schuld an Depressionen im Alter?

Original Titel:
Serum 25-Hydroxyvitamin D Levels and Depression in Older Adults: A Dose-Response Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies.

Kurz & fundiert

  • Wie wirkt sich die Vitamin D-Konzentration auf das Depressionsrisiko aus?
  • Chinesische Forscher führten dazu eine Dosis-Antwort-Meta-Analyse durch
  • Sechs Studien mit 16 287 älteren Erwachsenen und 1 157 Depressionsfällen
  • Je höher die Vitamin D-Konzentration, desto geringer war das Risiko für eine Depression

 

DGP – Vitamin D und Depression werden häufig in einem Atemzug genannt. Der Mangel am Sonnenvitamin im Winter und die düstere Stimmung in der dunklen Jahreszeit legen einen Zusammenhang nahe – aber wie gerechtfertigt ist das? Forscher berechneten dazu nun aus früheren Studiendaten, wie sich die Konzentration an Vitamin D im Blut auf das Risiko für Depressionen im Alter auswirkte. Die Ergebnisse scheinen die Alltagsweisheit zu bestätigen: mit mehr Vitamin D sank das Depressionsrisiko messbar.


Es gibt eine Kontroverse rund um den Zusammenhang zwischen der Menge an Vitamin D im Blut älterer Menschen und ihrem Risiko, an einer Depression zu erkranken.

Vitamin D und Depression: ist ein Mangel am Sonnenvitamin schuld an Depressionen im Alter?

Chinesische Forscher führten dazu eine Dosis-Antwort-Meta-Analyse durch. Das heißt, sie durchsuchten medizinwissenschaftliche Datenbanken nach Forschungsarbeiten, ermittelten aus diesen die Vitamin D-Konzentrationen der Teilnehmer und das damit einhergehende Risiko für eine Depression. Abschließend berechneten sie, ob eine größere oder niedrigere Konzentration des “Sonnenvitamins” mit mehr oder weniger Risiko für depressive Symptome einherging.

Die Wissenschaftler erfassten Studien, die vor Februar 2018 in den Datenbanken PubMed, Cochrane Library, Web of Science, PsycINFO und EMBASE erschienen waren. Dabei berücksichtigten sie sogenannte prospektive Kohortenstudien, in denen über längere Zeit beobachtet wurde, wie der Vitamin D-Gehalt des Blutes mit späteren Depressionen bei Älteren zusammenhing.

Vergleich von Konzentration an Vitamin D im Blut und Depressionsrisiko bei älteren Menschen

Sechs Studien mit insgesamt 16 287 älteren Erwachsenen und zusammen 1 157 Fällen von Depression wurden in die Analyse aufgenommen. Daraus ergab sich, dass das Risiko für eine Depression mit jeder Zunahme des Vitamin D-Gehalts des Blutes um 10 ng/ml um 12 % abnahm (Risikorate 0,88). Der Zusammenhang zwischen Vitamin D-Menge und Depressionsrisiko folgte dabei einem linearen Zusammenhang – das heißt, je höher die Vitamin D-Konzentration, desto geringer war das Risiko für eine Depression.

Mit mehr Vitamin D sank das Depressionsrisiko

Die Daten aus bisherigen Untersuchungen deuten also darauf, dass der Blutgehalt an Vitamin D einen wichtigen Anteil am Risiko für Depressionen im Alter hat. Die Ergebnisse legen eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D bei nachgewiesenem Mangel nahe, um Depressionen vorzubeugen. Ob dies allerdings ausreicht, um Erkrankungen zu verhindern, wird in weiteren Studien untersucht werden müssen.

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