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Brustkrebs

Bisphosphonate: Schutz vor Herz-Kreislauf-Ereignissen beobachtet

Original Titel:
Bisphosphonate use and incident cardiovascular events among older breast cancer survivors

DGP Ältere Brustkrebspatientinnen (Stadium 0 bis III) könnten von einer Behandlung mit Bisphosphonaten in Form von einem niedrigeren Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse profitieren, wie die im folgenden beschriebenen Studienergebnisse aus den USA nahelegen.


Bisphosphonate sind Medikamente, die den Knochenabbau hemmen und dadurch die Struktur und Festigkeit des Knochens erhalten. Sie werden deshalb zur Behandlung von Knochenkrankheiten wie der Osteoporose (Knochenschwund) eingesetzt. Bei Brustkrebspatientinnen mit hormonabhängigem Krebs kann es aufgrund der Behandlung zu einer verminderten Knochenstabilität kommen – denn: die Geschlechtshormone schützen eigentlich vor Knochenschwund. Fehlen diese Hormone, weil die Frauen eine Antihormontherapie bekommen, fehlt auch dieser Schutz.

Studienergebnisse deuten darauf hin, dass eine Behandlung mit Bisphosphonaten nicht nur gut für die Knochen sein könnte, sondern auch einen Schutz für das Herz-Kreislauf-System der Patientinnen darstellen könnte. Wissenschaftler aus New York in den USA untersuchten diesen Zusammenhang mit ihrer Studie nun genauer. Sie begutachteten Frauen, die 65 Jahre oder älter waren und die Diagnose Brustkrebs (Stadium 0 bis III) zwischen den Jahren 2007 und 2010 erhalten hatten. Die Wissenschaftler erfassten, ob die Frauen Bisphosphonate verschrieben bekamen und ob sie innerhalb von 36 Monaten nach der Krebsdiagnose erstmalig ein Herz-Kreislauf-Ereignis (Angina pectoris (= Brustenge), Herzinfarkt, Vorhofflimmern/Flattern, Herzversagen, Schlaganfall) erlitten.

Weniger Herz-Kreislauf-Ereignisse bei mit Bisphosphonaten behandelten Patientinnen

Von den 10 115 zwischen 2007 und 2010 mit Brustkrebs diagnostizierten Frauen wurden insgesamt 2178 Frauen mindestens einmal mit Bisphosphonaten behandelt. Die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug 15 Monate. Die Analyseergebnisse zeigten, dass 13,0 % der Brustkrebspatientinnen, die Bisphosphonate nutzten nach ihrer Brustkrebsdiagnose ein Herz-Kreislauf-Ereignis erlitten, während 23,4 % der Brustkrebspatientinnen, die keine Bisphosphonate nutzten, davon betroffen waren. Somit stand die Behandlung mit Bisphosphonaten mit deutlicher weniger Herz-Kreislauf-Ereignissen im Zusammenhang.

Bei älteren Brustkrebspatientinnen (≥ 65 Jahre) mit Brustkrebs im Stadium 0 bis III war eine Behandlung mit Bisphosphonaten gemäß diesen Studienergebnissen somit vorteilhaft: die Frauen erlitten seltener ein Herz-Kreislauf-Ereignis, wenn sie Bisphosphonate erhielten. Ob sich dieser Zusammenhang erhärten lässt, müssen nun weitere Studien zeigen.

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