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Erhöhen Zink und Folsäure die Spermienqualität?

Original Titel:
Effect of Folic Acid and Zinc Supplementation in Men on Semen Quality and Live Birth Among Couples Undergoing Infertility Treatment

Kurz & fundiert

DGP – Die Studie untersuchte Zink und Folsäure bei Männern von unfruchtbaren Paaren. Die Nahrungsergänzungsmittel konnten weder die Spermienqualität noch die Anzahl Lebendgeburten verbessern.


Bei einer Kinderwunschbehandlung wird vorwiegend die Frau hormonell behandelt. Aber auch für Männer werden Lebensstil-Veränderungen empfohlen. So werden Folsäure und Zink häufig bei Unfruchtbarkeit von Männern vermarktet. Große Studien zu dem Thema fehlten bisher allerdings. Eine Studie aus den USA untersuchte die beiden Nährstoffe bei Männern von unfruchtbaren Paaren, die eine Fruchtbarkeitsbehandlung machten.

Die Männer erhielten Zink und Folsäure

Die Studie umfasste 2370 Paare. Die Männer waren im Mittel 33 Jahre alt, die Frauen nicht älter als 45. Die Wissenschaftler werteten Daten aus 4 Zentren aus dem Zeitraum von 2013 bis 2018 aus. Die Männer erhielten 5 mg Folsäure und 30 mg Zink (Elementargehalt) oder ein Placebo täglich für 6 Monate. Von 70 % der Männer lagen Daten zur Spermienqualität nach den 6 Monaten vor, von allen Paaren wurden die Lebendgeburten ausgewertet.

Die Anzahl der Lebendgeburten verbesserte sich nicht

Die Lebendgeburtenrate war in beiden Gruppen vergleichbar (34 % gegen 35 % bei Placebo). Auch die Spermienqualität (Konzentration, Beweglichkeit, Aussehen, Volumen und Zahl der beweglichen Spermien) waren zwischen den beiden Gruppen nach 6 Monaten vergleichbar. Bei Männern aus der Zink-Folsäure-Gruppe kam er sogar zu einer höheren DNA-Fragmentierung (29,7 % gegen 27,2 % bei Placebo). In der Gruppe, die Zink und Folsäure nahm, kam es häufiger zu Magen-Darmproblemen: Unwohlsein trat bei 6 % (3 % bei Placebo), Übelkeit bei 4 % (2 %) und Erbrechen bei 3 % (1 %) der Patienten auf.

Die Studie untersuchte Zink und Folsäure bei Männern von unfruchtbaren Paaren. Die Nahrungsergänzungsmittel konnten weder die Spermienqualität noch die Anzahl Lebendgeburten verbessern.

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