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Gute Behandlungsergebnisse von Brustkrebspatinnen mit intraoperativer Bestrahlung

Original Titel:
Intraoperative radiation therapy for breast cancer-Immediate and 30-month oncological outcomes

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler bewerteten die langfristigen Behandlungsergebnisse von Brustkrebspatientinnen mit intraoperativer Bestrahlung
  • Ihre Auswertung zeigte, dass die intraoperative Bestrahlung für einige Patientinnen eine gute Alternative zur klassischen externen Strahlentherapie sein könnte

 

DGP Wissenschaftler bewerteten die Behandlungsergebnisse von Patientinnen mit frühem Brustkrebs, die eine intraoperative Bestrahlung erhalten hatten. Nach 2 ½ Jahren sahen die Wissenschaftler zufriedenstellende Ergebnisse: Komplikationen waren selten und es trat keine lokale Rückkehr vom Krebs auf.


Immer mehr Studien zeigen, dass sich die intraoperative Bestrahlung für die Behandlung von bestimmten Patientinnen mit frühem Brustkrebs eignen könnte. Bei der intraoperativen Bestrahlung wird das Gewebe im Tumorbett noch während der Operation zielgenau und ohne zeitlichen Verzug bestrahlt.

In einer aktuellen Studie berichteten Wissenschaftler über ihre Erfahrung mit der intraoperativen Bestrahlung über einen Zeitraum von 4 Jahren. Zwischen 2014 bis 2018 wurden 158 Brustkrebspatientinnen im Alter zwischen 52 und 84 Jahren mit der intraoperativen Bestrahlung behandelt. Der Großteil der Patientinnen hatte Brustkrebs im Stadium I (n = 137) und einige Frauen auch im Stadium II (n = 21).

Wenige Komplikationen im Anschluss an die intraoperative Bestrahlung

Durch die intraoperative Bestrahlung verlängerte sich die Operationsdauer im Durchschnitt um 29 Minuten. Kleine Wundinfektionen (n = 18, 11,4 %), die eine Antibiotika-Gabe erforderlich machten, und Drainagen waren die einzigen postoperativen Komplikationen. Bei 25 Patientinnen (15 %) zeigte sich bei der postoperativen Mammographie ein Serom (n = 22) oder eine Fettnekrose (n = 3). Das Risiko dafür, eine Wundinfektion zu erleiden oder bei der postoperativen Mammographie einen auffälligen Befund zu haben, war unabhängig von Alter, Operationszeit, Tumorgröße oder einer Komorbidität mit Adipositas oder Diabetes.

Patientinnen erlitten keine Rückkehr ihrer Krebserkrankung

Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 30 Monaten kam es bei keiner der Patientinnen zu einer lokalen Rückkehr vom Krebs. Dies war unabhängig von Alter, Histologie, Tumorgrad, Ki-67 % Proliferationsindex, pathologischem Stadium, Recurrence Score, einer zusätzlichen Gesamtbestrahlung der Brust oder adjuvanten Behandlungen.

Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass eine intraoperative Bestrahlung für bestimmte Patientinnen mit frühem Brustkrebs eine gute Alternative zur klassischen externen Bestrahlung sein könnte. Denn die intraoperative Bestrahlung war mit wenigen Komplikationen und einem guten Outcome nach 30 Monaten verbunden.

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