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Luftverschmutzung erhöht COPD-Inzidenz

Original Titel:
Impact of Long-term Exposure to Ambient Air Pollution on the Incidence of Chronic Obstructive Pulmonary Disease: A Systematic Review and Meta-analysis

 










Kurz & fundiert
  • Wissenschaftler fassten die Daten von 7 Studien zusammen
  • Eine Erhöhung der Luftschadstoffe PM2,5 und NO2 erhöhten die COPD-Inzidenz

 

DGP – Die Luftschadstoffe PM2,5 und NO2 hingen mit der COPD-Inzidenz zusammen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Meta-Analyse.


Rauchen ist im Hinblick auf die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) der größte Risikofaktor, aber auch Luftverschmutzung kann sich negativ auf die Lunge auswirken. Wissenschaftler aus Südkorea untersuchten, ob eine langfristige Exposition gegenüber Luftschadstoffen mit einer erhöhten COPD-Inzidenz einhergeht.

Wissenschaftler fassten die Ergebnisse mehrerer Studien zusammen

Für ihre Meta-Analyse durchsuchten die Wissenschaftler systematisch verschiedene Datenbanken (PubMed, Embase und Cochrane Library) nach geeigneten prospektiven Längsschnittstudien mit einer Beobachtungszeit von mindestens 3 Jahren, die bis August 2019 veröffentlicht wurden. Die Wissenschaftler fanden insgesamt 7 geeignete Studien, die sich mit dem Einfluss von Luftschadstoffen auf das COPD-Risiko befassten. Zu den untersuchten Luftschadstoffen zählten Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 (6 Studien) und der Partikelgröße PM10 (3 Studien) und Stickstoffdioxid (NO2; 5 Studien).

Luftschadstoffe erhöhten die COPD-Inzidenz

Die zusammenfassende Analyse zeigte, dass eine Erhöhung des PM2,5 um 10 µg/m3 mit einer erhöhten COPD-Inzidenz einherging (HR: 1,18; 95 % KI:1,13-1,23). Ähnliches – wenn auch weniger stark – galt für NO2. Auch hier hing eine Erhöhung um 10 µg/m3 mit einer erhöhten COPD-Inzidenz zusammen (HR: 1,07; 95 % KI:1,00-1,16). PM10 schien hingegen keinen Einfluss auf die COPD-Inzidenz zu haben (HR: 0,95; 95 % KI:0,83-1,08). Allerdings war diesbezüglich die Studienlage dünn.

Sowohl PM2,5 als auch NO2 konnten mit einer erhöhten COPD-Inzidenz in Zusammenhang gebracht werden.

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