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Corona-Impfung

Impfung schützt auch bei Omikron vor schweren Erkrankungen

Original Titel:
Ancestral SARS-CoV-2-specific T cells cross-recognize the Omicron variant

Kurz & fundiert

  • Impf-/Genesungs-Antikörper gegen Omikron häufig schwächer
  • Dennoch schwerere Erkrankungen seltener bei geimpften und genesenen Personen
  • Untersuchung des adaptiven Immunsystems als möglichen Schutz gegenüber Omikron
  • SARS-CoV-2 Spike-spezifischen CD4+ und CD8+ T-Zellen erkennen Omikron-Variante
  • Spezialisierte T-Zellen reagieren ähnlich effektiv auf Omikron wie auf ursprüngliches SARS-CoV-2

 

DGP – Die Omikron-Variante kann sich, anders als ältere Varianten des neuen Coronavirus, dem Zugriff durch viele Impf- oder Genesungs-Antikörper entziehen. Jedoch treten schwerere Erkrankungen bei geimpften und genesenen Personen seltener auf als bei Ungeimpften. Forscher zeigten nun, dass T-Zellantworten nach Genesung und besonders nach Impfung (BNT162b2) effektiv die Omikron-Variante abwehren und so wahrscheinlich schwere Krankheitsverläufe verhindern können.


Das Auftreten der Omikron-Variante des neuen Coronvirus (B.1.1.529) hat weltweit die Bemühungen, eine Infektionskontrolle zu erreichen, untergraben. Nach neueren Erkenntnissen können selbst genesene und vor einer Weile geimpfte Personen mit Omikron infiziert werden, da sich die Variante erfolgreich, anders als das ursprüngliche neue Coronavirus und ältere Varianten, dem Zugriff durch viele der nach Impfung oder vorheriger Infektion gebildeten Antikörper entziehen kann. Jedoch scheinen schwerere Erkrankungen bei geimpften und genesenen Personen eher selten aufzutreten – andere Elemente des sogenannten adaptiven Immunsystems scheinen also durchaus gegen Omikron effektiv arbeiten zu können.

Impf-/Genesungs-Antikörper schwächer gegen Omikron, dennoch Schutz vor schwerem COVID-19

Forscher berichteten nun, dass Immunzellen, die spezifisch auf das Spike-Protein des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 reagieren (Spike-spezifische CD4+ und CD8+ T-Zellen) nach vorheriger Infektion oder Impfung mit BNT162b2 (BioNTech/Pfizer) eine breite Immunabdeckung gegenüber Omikron bilden.

Untersuchung des adaptiven Immunsystems als möglichen Schutz gegenüber Omikron

Die mediane relative Frequenz von SARS-CoV-2 Spike-spezifischen CD4+ T-Zellen, die Omikron in genesenen Personen erkannten, lag bei 84 %, bei mit BNT162b2 geimpften Personen lag sie bei 91 %. Die entsprechenden CD8+ T-Zellen erkannten zu 70 % (Genesene) bzw. zu 92 % (Geimpfte) die Omikron-Variante des neuen Coronavirus.

Ein paarweiser Vergleich zeigte darüber hinaus, dass die spezialisierten T-Zellen sehr vergleichbar auf das ursprüngliche Coronavirus sowie auf die neue Omikron-Variante reagierten.

Spezialisierte T-Zellen reagieren ähnlich effektiv auf Omikron wie auf ursprüngliches SARS-CoV-2

Diese Ergebnisse zeigen, dass SARS-CoV-2 Spike-spezifische CD4+ und CD8+ T-Zellantworten nach Genesung, aber besonders auch nach Impfung (BNT162b2), weiterhin eine effektive Abwehr gegenüber der Omikron-Variante des neuen Coronavirus bilden und so wahrscheinlich schwere Krankheitsverläufe verhindern können.

[DOI: 10.1038/s41591-022-01700-x]

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