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Frittierte Lebensmittel und Krebsrisiko

Original Titel:
Association of Fried Food Intake with Gastric Cancer Risk: A Systemic Review and Meta-Analysis of Case-Control Studies

Kurz & fundiert

  • Zusammenhang zwischen frittierten Lebensmitteln und Magenkrebs?
  • Systematische Überprüfung und Metaanalyse von Fall-Kontroll-Studien aus Ostasien
  • 18 Studien; 5 739 Magenkrebspatienten (n = 5 739); 70 933 Kontrollprobanden
  • Prävention von Magenkrebs durch Reduktion von frittierten Lebensmitteln

 

DGP – Eine Metaanalyse aus Ostasien stützt die Hypothese, dass der Verzehr frittierter Lebensmittel mit einem erhöhten Magenkrebsrisiko assoziiert ist. Die Reduktion von frittierten Lebensmitteln könnte folglich zur Prävention von Magenkrebs beitragen.


Magenkrebs ist eine weltweit häufig vorkommende Krebsart. Die Auswirkung des Verzehrs von frittierten Lebensmitteln auf das Magenkrebsrisiko konnte bisher noch nicht abschließend geklärt werden. Dies ist laut der Autoren vor allem auf die begrenzte Teilnehmerzahlen früherer Studien zurückzuführen. Eine aktuelle Metaanalyse asiatischer Wissenschaftler hat nun den Zusammenhang  zwischen der Aufnahme von frittierten Lebensmitteln und der Inzidenz von Magenkrebs untersucht.

Begünstigen frittierte Lebensmittel Magenkrebs?

Hierzu führten die Forscher eine Recherche in mehreren wissenschaftlichen Datenbanken durch, darunter PubMed, EMBASE, Google Scholar, Cochrane Library, China National Knowledge Infrastructure (CNKI), Korean Information Service System (KISS) und Research Information Service System (RISS). Die neu analysierten Ergebnisse der Korean Genome and Epidemiology Study (KoGES) wurden ebenfalls in die Analyse einbezogen. Es wurden integrierte Odds Ratios (OR) und ihre entsprechenden 95 % Konfidenzintervalle (95 % KI) aus den ausgewählten Studien bewertet. Die Qualität der Studien wurde mithilfe des Study Quality Assessment Tool des National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) bewertet.

Systematischer Review und Metaanalyse über 18 Studien

Insgesamt 18 Studien wurden in die Analyse einbezogen und die Auswirkungen der Aufnahme frittierter Lebensmittel bei Magenkrebspatienten (n = 5 739) und gesunden Erwachsenen (n = 70 933) verglichen. Es wurde ein signifikanter positiver Zusammenhang zwischen dem Magenkrebsrisiko und der Ernährung mit frittierten Lebensmitteln beobachtet (OR: 1,52; 95 % KI: 1,23 – 1,87; I2 = 76 %; p = 0,0001). Der Zusammenhang wurde sowohl bei Nicht-Ostasiaten (OR: 1,48; 95 % KI: 1,18 – 1,85; I2 = 31 %; p = 0,0006) als auch bei Ostasiaten (OR: 1,54; 95 % KI: 1,14 – 2,08, I2 = 83 %; p = 0,005) festgestellt.

Krebsprävention durch Reduktion von frittierten Lebensmitteln

Zusammenfassend stützt diese Metaanalyse die Hypothese, dass der Verzehr frittierter Lebensmittel mit einem erhöhten Risiko für Magenkrebs assoziiert ist. Zur Prävention von Magenkrebs empfehlen die Studienautoren, den Verzehr von frittierten Lebensmitteln zu reduzieren.

 

 

 

 

 

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