Forschende der LMU haben aufgeklärt, wie der Hörapparat Lärmschäden ausgleicht, um das Ende von Geräuschen zu erkennen. Wenn ein Geräusch verstummt, erzeugt unser Hörapparat eine präzise „Offset“-Reaktion, die diesen Moment markiert. Auf diese Weise kann das Gehirn die Dauer eines Geräusches messen und kurze Pausen in Kommunikationssignalen, zum Beispiel in Gesprächen, erkennen. Forschende der LMU {…}
Forschende der LMU entwickeln ein menschliches Zellmodell, das zentrale Mechanismen neurodegenerativer Erkrankungen abbildet – mit Potenzial für neue Therapien. Neurodegenerative Demenzerkrankungen stellen eine der größten Herausforderungen einer alternden Gesellschaft dar. Besonders häufig treten Erkrankungen wie Alzheimer oder die Frontotemporale Demenz auf, die durch krankhafte Ablagerungen des Tau-Proteins im Gehirn gekennzeichnet sind. Diese sogenannten Tauopathien sind {…}
LMU-Forschende zeigen, dass das Chemotherapeutikum Azacytidin die RNA schädigt und decken einen möglichen Ansatzpunkt für bessere Therapien auf. Chemotherapeutika sollen Krebszellen gezielt schädigen – meist, indem sie deren Erbsubstanz angreifen. Der Wirkstoff Azacytidin etwa wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von zwei Blutkrebserkrankungen – der akuten myeloischen Leukämie (AML) und dem myelodysplastischen Syndrom (MDS) – eingesetzt. {…}
Eine neue Studie zeigt, wie gestörte Verpackung des Botenstoffs Dopamin in Nervenzellen toxische Prozesse auslöst – und wie einfache Energie-Gabe (ATP) diese reparieren kann. Parkinson zerstört schrittweise Dopamin-produzierende Nervenzellen in einem bestimmten Bereich des Mittelhirns, was Zittern, Steifheit und Bewegungsstörungen verursacht. Zwei zentrale Merkmale sind die Ansammlung des Eiweißes α-Synuclein zu Lewy-Körperchen und der Verlust {…}
Neuartige hybride polymere Nanocarrier ermöglichen die Aufnahme von Impfstoffen über die Lunge und eine gezielte Aktivierung von Immunzellen. LMU-Forschende unter der Leitung von Professorin Olivia M. Merkel, Inhaberin des Lehrstuhls für Drug Delivery an der LMU, haben ein neues Transportsystem für mRNA-Impfstoffe entwickelt, die über die Atemwege aufgenommen werden. Die im Fachmagazin Cell Biomaterials veröffentlichte {…}
Forschende der LMU haben Proteine identifiziert, die steuern, wie Toxoplasma gondii die Strukturen aufbaut, mit denen es in Wirtszellen eindringt. Forschende der LMU haben in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg herausgefunden, wie der Parasit Toxoplasma gondii eine spezielle Struktur aufbaut, die es ihm ermöglicht, sich fortzubewegen und in Wirtszellen einzudringen. {…}
Routinedaten aus Laboren offenbaren einen messbaren Rückgang der Vitamin-D-Spiegel während der COVID-19 Pandemie, vor allem bei älteren Frauen und bei Stadtbewohnern. Die COVID-19 Pandemie hatte Auswirkungen auf die Gesundheit weit über Infektionen hinaus. Ein Forschungsteam um die LMU-Epidemiologin Professorin Eva Grill zeigen nun erstmals auf Bevölkerungsebene, dass auch die Vitamin-D-Spiegel während der Pandemie signifikant niedriger {…}
Forschende zeigen, wie bestimmte Immunzellen durch die Impfung aktiviert werden – ein wichtiger Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer Impfstoffe. Die Gelbfieber-Impfung mit dem Lebendimpfstoff YF17D gehört zu den wirksamsten Impfungen überhaupt. Schon eine einzelne Dosis schützt langfristig vor der Krankheit. Weil die Immunantwort dabei so stark und dauerhaft ist, eignet sich dieser Impfstoff besonders gut {…}
LMU-Forschende haben gezeigt, dass das Gehirn natürliche visuelle Reize durch bestimmte oszillierenden Aktivitätsmuster im visuellen Neokortex verarbeitet. Wenn wir die dynamische Welt um uns herum wahrnehmen – oder auch einfach einen Film im Kino anschauen – weist jeder Punkt in unserem Sichtfeld unterschiedliche Eigenschaften auf, die unser Gehirn zunächst getrennt voneinander verarbeiten muss, bevor es {…}
Die Wirksamkeit des neuen Antibiotikums haben unter anderem Forschende am Tropeninstitut des LMU Klinikums nachgewiesen. Tuberkulose ist die weltweit häufigste Infektionskrankheit. Allein im Jahr 2022 gab es 10,6 Millionen Neuinfektionen und 1,3 Millionen Todesfälle. „Es besteht ein dringender Bedarf an neuen wirksamen Medikamenten zur Bekämpfung von Tuberkulose, insbesondere aufgrund des wachsenden Problems antibiotikaresistenter Stämme“, sagt {…}
LMU-Forschende haben aufgedeckt, wie das Zusammenspiel zwischen einem Schlüsselprotein und einem Ionenkanal die Tumorentwicklung bei Hautkrebs fördert. Melanome entstehen aus pigmentbildenden Zellen, sogenannten Melanozyten, und sind die aggressivste Form von Hautkrebs. Eine der Hauptursachen für die Entstehung von Melanomen ist zu hohe UV-Belastung, zum Beispiel durch intensive Sonneneinstrahlung, die tumorbegünstigende Mutationen auslösen kann. Ein Team {…}
Eine umfassende Analyse von Brustkrebsmetastasen vergleicht verschiedene Methoden und ermöglicht neue Einblicke in die Biologie der Tumoren. Metastasierender Brustkrebs (MBC) ist die häufigste krebsbedingte Todesursache für Frauen weltweit. Trotz erheblicher Fortschritte in der Krebstherapie und moderner zielgerichteter Behandlungsansätze sind viele metastasierende Tumoren immer noch unheilbar. Ein Grund dafür ist die komplexe Heterogenität der Tumoren, die {…}
Forschende von LMU, TU Berlin und Charité haben ein neues KI-Tool entwickelt, das anhand von Bildgebungsdaten auch wenig häufige Krankheiten im Magen-Darm-Trakt erkennen kann. KI wird in der Medizin bereits in vielen Bereichen eingesetzt und hat großes Potenzial, Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose von Krankheiten anhand von Bildgebungsdaten zu unterstützen. KI-Modelle müssen allerdings mit {…}