Arzneimittelstudien

Die Forscher fassen zusammen, dass der Vitamin D-Status von Alzheimerpatienten im Blick behalten werden sollte – oder frühzeitig aufgestockt werden könnte. Dies könnte dann die Wirkung von Memantin stützen und den verstärkten Verlust von Denkfähigkeit vermutlich weiter hinauszögern. Die Studie basiert allerdings auf einer geringen Patientenzahl und beobachtete lediglich mögliche Zusammenhänge. Eine Placebo-kontrollierte Untersuchung zur Förderung der Memantinwirkung mit einem Vitamin D-Präparat müsste nun folgen.

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Memantin scheint nach den Ergebnissen dieser Studie also eine durchaus praktikable Behandlungsoption für Patienten mit der Alzheimererkrankung zu sein – mit der Behandlung scheint sich die Situation für die Betroffenen eher zu stabilisieren als ohne. Dies gilt auch, wenn die Betroffenen nicht nur Beeinträchtigungen der Denkleistung, sondern auch unter einem breiteren Symptomspektrum der Demenzerkrankung – von Verhaltensänderungen bis hin zu psychologischen Effekten – leiden.

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Im Dunkeln wird das Schlafhormon Melatonin produziert und macht schläfrig. Ob zusätzlich gegebenes Melatonin, ergänzend zur Schlafhygiene, bei Schlafstörungen als Folge anderer Erkrankungen helfen kann, ermittelten Forscher in ihrer Metaanalyse. Das Ergebnis unterstützt zusätzliches Melatonin als wertvollen Beitrag zu schnellerem Einschlafen (Schlaflatenz) und längerem Schlaf.

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Mit zunehmender Krankheitsschwere einer Demenz kommt es auch leichter zu Unfällen. Im landesweiten taiwanesischen Vergleich von Menschen mit einer Demenzerkrankung und ohne zeigte sich entsprechend ein erhöhtes Risiko für Verletzungen für Patienten mit einer Demenz. Die Behandlung mit sogenannten Antidementiva – zur Steigerung der Denkleistung bei einer Demenz – konnte dieses Risiko aber im Vergleich zu nicht derart behandelten Patienten senken.

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Die Studie ermittelte die Wirksamkeit des Amyloid-Antikörpers Crenezumab bei mild bis moderat betroffenen Demenzpatienten. Passend zu früheren Ergebnissen deutete sich schwach an, dass das Mittel bei Frühformen womöglich helfen könnte. Trends in solchen Daten bedeuten allerdings einen nicht klar messbaren Effekt – solche Unterschiede könnten also in einer weiteren Studie nicht zu finden sein. Da die Verträglichkeit von Crenezumab aber gut war, wird das Mittel in weiteren Studien in höherer Dosierung bei Frühformen der Erkrankung getestet.

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Wer sich und seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte mit dem Rauchen aufhören. Da dies jedoch nicht immer leicht ist, stehen Arzneimittel zur Verfügung, die bei der Rauchentwöhnung helfen sollen. In der vorliegenden Studie untersuchten Wissenschaftler, wie sich drei solcher Arzneimittel auf das Herz-Kreislauf-Risiko auswirkten. Sie kamen zu dem Schluss, dass diese das Herz-Kreislauf-Risiko nicht erhöhten.

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Ein Fallbericht aus der Schweiz betont, wie wichtig der Blick auf die Medikamentensammlung ist. Gerade bei älteren Patienten sammeln sich Mittel und Wechselwirkungen. In diesem Fall erhielt eine ältere Dame (85) Diuretika und COX2-Hemmer, beides Mittel, die den Abbau ihres antidepressiven Lithium beeinflussten. Die Folge waren Vergiftungserscheinungen durch einen erhöhten Lithiumspiegel. Der Bericht zeigt, dass es sich lohnt, bei jedem Arztbesuch eine Übersicht der aktuellen Therapien zur Vermeidung von Wechselwirkungen dabei zu haben.

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Schwedische Wissenschaftler gingen der Frage nach, wie Patienten mit einer Lewy-Body-Demenz in schwedischen Pflegeheimen behandelt werden. Sie fanden, dass Betroffene mit 2-4 klinischen Anzeichen für diese Demenzerkrankung häufig eine medizinisch nicht angemessene Behandlung mit häufigerer Gabe von Antipsychotika und ungenügender Therapie mit Antidementiva erhielten.

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Rumänische Forscher analysierten die klinischen Behandlungsstrategien bei starker Agitation (Unruhe, häufig mit Aggression) im Rahmen einer Demenzerkrankung. Viele der Patienten wurden mit Antipsychotika behandelt. Bei Patienten mit Behandlungsresistenz konnte Clozapin häufig einen Unterschied machen. Die Daten zeigten aber vor allem, dass deutlich mehr Untersuchungen nötig sind, um Entscheidungshilfen bei der medikamentösen Behandlung von starker Agitation bei einer Demenz zu geben.

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