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Vitamin-D-Mangel: Nahrungsergänzung kann Asthma-Patienten vor Asthmaanfällen schützen

Original Titel:
Vitamin D supplementation to prevent asthma exacerbations: a systematic review and meta-analysis of individual participant data.

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei vielen Erkrankungen. So konnte gezeigt werden, dass ein Mangel an Vitamin D mit einigen Krebserkrankungen, wie z. B. Brustkrebs, und mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko einhergeht. Für die Bildung von Vitamin D ist Sonnenlicht notwendig. Das führt dazu, dass viele Menschen gerade im Winter unter Vitamin-D-Mangel leiden. Es ist bereits bekannt, dass Vitamin D auch einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf von Asthma hat. So konnte die Häufigkeit von Asthmaanfällen durch Nahrungsergänzung mit Vitamin D reduziert werden (Studie von Confino-Cohen und Kollegen; 2014 in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Allergy veröffentlicht).

In einer Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet Respiratory Medicine veröffentlich wurde, wurde nun der Frage nachgegangen, ob der Schutz durch Vitamin D nur für bestimmte Asthma-Patienten besteht. Hierzu wertete ein internationales Forscherteam sieben alte Studien im Hinblick auf verschiedene Patientengruppen neu aus. Diese Studien enthielten Daten von insgesamt 955 Patienten. In allen Studien reduzierte die Einnahme von Vitamin D die Häufigkeit der Krankheitsschübe, die eine Kortikosteroid-Therapie nötig machten. Dieser schützende Effekt von Vitamin D konnte jedoch nur bei Patienten festgestellt werden, die zu Beginn der Studie unter Vitamin-D-Mangel litten (25(OH)D weniger als 25 nmol/l), jedoch nicht bei Patienten, die ohnehin schon eine höhere 25(OH)D-Konzentration aufwiesen. 25(OH)D ist der Rohstoff für Vitamin D. Über den Blutspiegel des 25(OH)D kann die Vitamin-D-Versorgung eines Menschen bestimmt werden. Andere Faktoren hatten keinen Einfluss auf den schützenden Effekt von Vitamin D. So spielte es keine Rolle, wie alt die Patienten waren, ob sie Kortikosteroide inhalierten, welche ethnische Herkunft sie hatten oder in welcher Gewichtsklasse (bestimmt durch den Body Mass Index) sie sich befanden.

Die Nahrungsergänzung mit Vitamin D reduzierte somit die behandlungsbedürftigen Asthmaanfälle bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel.

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