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Psoriasis / Schuppenflechte

Certolizumab Pegol zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis

Original Titel:
Certolizumab Pegol in the Treatment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis: Preliminary Real-Life Data

Certolizumab Pegol ist ein Biologikum aus der Klasse der TNF-Hemmer, das für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis und unter bestimmten Voraussetzungen auch für Psoriasis-Arthritis zugelassen ist. Der Wirkstoff soll den Signalstoff TNF-α hemmen und so Entzündungsreaktionen verhindern. Certolizumab Pegol hat damit eine ähnliche Wirkung wie die anderen TNF-α-Hemmer Adalimumab, Etanercept, Infliximab und Golimumab. Wissenschaftler aus Italien haben jetzt die Effizienz und Sicherheit von Certolizumab Pegol bei Psoriasis-Arthritis untersucht.

Bei der Psoriasis-Arthritis kommt es zu entzündlichen Reaktionen der Haut und der Gelenke. TNF-α spielt dabei als entzündungsfördernder Botenstoff des Immunsystems eine Schlüsselrolle. Wirkstoffe, die TNF-α hemmen, sollen das Immunsystem modulieren und die Entzündungen verhindern. Certolizumab Pegol ist anders aufgebaut als die anderen Wirkstoffe gegen TNF-α. Durch die unterschiedliche Struktur sollen weniger Nebenwirkungen und eine geringere Antikörperbildung auftreten. Eine Antikörperbildung durch den Köper kann die Wirkung von Medikamenten abschwächen. Der Wirkstoff ist bereits als Monotherapie für rheumatoide Arthritis zugelassen und in Kombination mit Methotrexat bei unzureichender Wirkung anderer Wirkstoffe auch für Psoriasis-Arthritis.

Die Wissenschaftler untersuchten jetzt Patienten mit Psoriasis-Arthritis. Alle Patienten wurden mit Certolizumab Pegol behandelt, 32 Patienten für 3 Monate und 12 Patienten für 6 Monate. Die Forscher verglichen den PASI-Wert und den DAS-44-ESR-Wert vor und nach der Behandlung. Der PASI (Psoriasis Area and Severity Index) beschreibt die Ausbreitung und den Schweregrad der Hautläsionen, der DAS44-Wert (Disease Activity Score) spiegelt die Anzahl der entzündeten Gelenke wider. Zusätzlich kann hier die Erythrozytensedimentationsrate (ESR) als Entzündungsmarker bestimmt werden. Nach 3 Monaten verbesserte sich der durchschnittliche PASI-Wert von 4,4 auf 2,3 und der durchschnittliche DAS44-ESR-Wert von 4,4 auf 2,2. Nach 6 Monaten verbesserte sich der durchschnittliche PASI-Wert von 5,1 auf 0,8 und der durchschnittliche DAS44-ESR-Wert von 4,1 auf 1,9. Dabei traten keine unerwünschten Ereignisse auf.

Die Ergebnisse zeigen, dass Certolizumab Pegol sowohl effektiv gegen Hautläsionen als auch gegen Entzündungen der Gelenke eingesetzt werden kann. Dabei scheint die Anwendung sicher zu sein. Certolizumab Pegol könnte daher als Alternative bei Psoriasis-Arthritis in Betracht gezogen werden. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass umfangreichere Studien notwendig seien.

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