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Endometriose

Eine künstliche Befruchtung könnte die Endometriose negativ beeinflussen

Original Titel:
Risk of bowel obstruction during IVF treatment of patients with deep infiltrating endometriosis

In der Studie kam es bei etwa jeder zehnten Patientin mit Endometriose im Darm zu Komplikationen während der In-vitro-Fertilisation, so dass diese abgebrochen werden musste. Die Behandlung könnte daher die Endometriose negativ beeinflussen.


Bei einer Endometriose im Darm wachsen Herde der Gebärmutterschleimhaut im Darm und verursachen hauptsächlich Schmerzen, können aber auch die Fruchtbarkeit einschränken. Eine Operation kann die Endometriose bekämpfen und die Fruchtbarkeit erhöhen, hat allerdings immer ein gewisses Risiko. Bei leichten Fällen von Endometriose kommt aber auch eine In-vitro-Fertilisation (IVF) in Frage. Eine Studie aus Dänemark untersuchte jetzt das Risiko für eine Verschlimmerung der Endometriose während einer IVF-Behandlung.

Das Wachstum von Endometrioseherden wird durch Hormone beeinflusst

Bei einer IVF-Behandlung werden zunächst die Eizellreifung und der Eisprung durch Hormone über einige Tage bis Wochen stimuliert. Die Eizellen werden dann entnommen und im Reagenzglas mit Spermien befruchtet. Die befruchteten Eizellen werden dann wieder in die Gebärmutter eingesetzt. Die Endometrioseherde sind – wie auch die Gebärmutterschleimhaut – über Hormone beeinflussbar die das Wachstum der Schleimhaut steuern. Kann eine IVF-Behandlung die Endometriose daher möglicherweise verschlimmern?

Die Wissenschaftler untersuchten 76 Frauen mit Endometriose im Darm, die eine IVF-Behandlung erhielten. Die Frauen hatten zuvor nie eine Operation der Endometriose erhalten. Zehn Frauen mussten die Behandlung abbrechen, da sich die Magen-Darm-Symptome während der Behandlung ernsthaft verschlimmerten. Zwei Patientinnen hatten einen Darmverschluss, eine Patientin einen teilweisen Darmverschluss. Die restlichen Patientinnen durchliefen die IVF-Behandlung ohne eine Operation zu benötigen.

Ein Darmverschluss kann eine lebensgefährliche Komplikation darstellen

Ein Darmverschluss ist eine potenziell lebensgefährliche Situation, die eine sofortige Behandlung bedarf. Bei einem mechanischen Darmverschluss können Verwachsungen, wie sie zum Beispiel durch eine Endometriose entstehen, den Darm komplett blockieren. Es kommt zu krampfartigen Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, fehlendem Stuhlgang und einem aufgeblähten, harten Bauch. Die Symptome hängen dabei davon ab, an welcher Stelle der Darmverschluss sitzt. Auch Fieber kann auftreten. Bei einem teilweisen Darmverschluss kann auch noch Durchfall hinzukommen.

In der Studie kam es bei etwa jeder zehnten Patientin mit Endometriose im Darm zu Komplikationen während der In-vitro-Fertilisation, so dass diese abgebrochen werden musste. Die Behandlung könnte daher die Endometriose negativ beeinflussen.

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