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Lungenkrebs

Ältere, fitte Patienten können von Radiochemotherapie profitieren

Original Titel:
Geriatric assessment may help decision-making in elderly patients with inoperable, locally advanced non-small-cell lung cancer

Spanische Wissenschaftler haben den Einsatz einer Radiochemotherapie bei älteren Patienten mit nicht operierbarem, lokal fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass auch ältere, fitte Patienten von einer Radiochemotherapie profitieren.


Die Radiotherapie oder Strahlentherapie wird zur Behandlung bei Krebserkrankungen eingesetzt. Eine Bestrahlung mit energiereiche Strahlen sollen die Krebszellen zerstören. Die Behandlung kann als Alternative oder in Ergänzung zu einer Operation oder in Kombination mit einer Chemotherapie angewendet werden. Spanische Wissenschaftler haben jetzt den Einsatz einer Kombination aus Chemotherapie und Radiotherapie (Radiochemotherapie) bei älteren Patienten mit nicht operierbarem, lokal fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs untersucht.

Welche Rolle spielt der allgemeine Zustand der Patienten?

Das Ziel der Studie war, die Bedeutung des allgemeinen Zustandes der Patienten zu erfassen. Dafür wurden die Patienten mit 2 Fragebögen, dem VES-13 (Vulnerable Elders Survey) und dem CGA (Comprehensive Geriatric Assessment), bewertet. Der VES-13 bewertet Alter, Gesundheitsstatus, Aufgaben des täglichen Lebens und physische Aktivität. Der CGA bewertet Begleiterkrankungen, Gedächtnisleistung, soziale Unterstützung und Ernährung.

Ältere, fitte Patienten profitierten am meisten von der Radiochemotherapie

Die Wissenschaftler untersuchten 85 Patienten, die älter als 75 Jahre waren, anhand der Fragebögen. Die Patienten, die anhand des CGA als fit (37 %) oder mittelfit (48 %) bewertet wurden, wurden mit platin-basierter Chemotherapie und Radiotherapie behandelt. Diese Patienten zeigten ein längeres mittleres Gesamtüberleben (fit: 23,9 Monate, mittelfit: 16,9 Monate) als die nicht fitten Patienten mit 9,3 Monaten. In fitten und mittelfitten Patienten war aber auch ein höherer (schlechterer) VES-13 von mindestens 3 Punkten mit einem kürzeren mittleren Gesamtüberleben (16,33 gegen 24,3 Monate) und mehr Nebenwirkungen (65 % gegen 32 %) verbunden.

Bestimmte Messwerte können aber auch Hinweise geben, welche älteren Patienten für die Behandlung nicht infrage kommen

Die Ergebnisse zeigen daher, dass die Bewertung der Patienten mit den hier genannten Methoden als prognostischer Faktor dienen kann. Die Methoden können daher dazu dienen, die älteren Patienten, die noch fit genug für eine Radiochemotherapie sind, zu identifizieren.

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