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Brustkrebs

Bei metastasiertem HER2-positiven Brustkrebs, der weiter fortschreitet, eignet sich eine Therapie aus Trastuzumab und Lapatinib gleichermaßen

Original Titel:
A randomized phase II trial of trastuzumab plus capecitabine versus lapatinib plus capecitabine in patients with HER2-positive metastatic breast cancer previously treated with trastuzumab and taxanes: WJOG6110B/ELTOP

Wenn bei Brustkrebspatientinnen metastasierter HER2-positiver Brustkrebs vorliegt und dieser weiter fortschreitet, eignet sich eine Therapie aus Trastuzumab oder Lapatinib in Kombination mit Chemotherapie gleichermaßen, wie japanische Forscher in ihrer Studie feststellten.


Bei Frauen mit metastasiertem (= fortgeschrittenem) HER2-positivem Brustkrebs, deren Krebserkrankung nach einer Behandlung mit dem Arzneistoff Trastuzumab fortschreitet, gibt es zwei anerkannte Behandlungsmöglichkeiten: die weitere Therapie mit Trastuzumab oder der Wechsel zu dem Arzneistoff Lapatinib. HER2-positiver Brustkrebs gilt als aggressiv und schnell wiederkehrend. Besonderes Kennzeichen bei dieser Brustkrebsform ist, dass auf den Krebszellen viele Rezeptoren vom Typ HER2 (steht für human epidermal growth factor receptor 2) nachweisbar sind. Diese Eigenschaft macht man sich bei der Behandlung der Krankheit zunutze – Arzneistoffe wie Trastuzumab und Lapatinib zielen direkt auf den HER2 ab und versuchen diesen in seiner krebsfördernden Wirkung zu hemmen.

Japanische Forscher untersuchten, ob sich eine bestimmte Behandlung für Patientinnen mit metastasiertem, HER2-positiven Brustkrebs besser eignete

Wissenschaftler aus Japan führten nun eine Studie bei Brustkrebspatientinnen mit metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs durch, der nach Behandlung mit Trastuzumab und Taxanen (Arzneistoffe zur Chemotherapie, die das Zellwachstum hemmen) weiter fortgeschritten war. Den Patientinnen wurde entweder Trastuzumab und Capecitabin oder Lapatinib und Capecitabin verabreicht (Capecitabin ist ebenso ein chemotherapeutischer Arzneistoff, der das Zellwachstum hemmt). In jeder Behandlungsgruppe waren 43 Frauen.

Gleiche Effekte bei Behandlung mit Trastuzumab oder Lapatinib

Es gab keine Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsgruppen in Bezug auf das Überleben ohne Fortschreiten der Krankheit und das Gesamtüberleben. Patientinnen aus beiden Gruppen sprachen zudem in einem ähnlichen Ausmaß auf die Behandlung an.

Diese Untersuchung verdeutlichte, dass Frauen mit metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs, deren Erkrankung weiter fortschreitet, gleichermaßen mit Trastuzumab oder Lapatinib in Kombination mit Chemotherapie behandelt werden können.

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