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Schmalband-UVB-Therapie kann Behandlung mit Fumarsäureestern in Anfangsphase unterstützen

Original Titel:
Fumaric acid esters in combination with a 6-week course of narrowband ultraviolet B provides an accelerated response compared with fumaric acid esters monotherapy in patients with moderate-to-severe plaque psoriasis: a randomized prospective clinical study

DGP – Während der Anfangsphase bei einer Behandlung mit Fumarsäureestern könnte eine unterstützende Therapie mit Schmalband-UVB-Licht die Behandlung daher unterstützen, bis die volle Wirkung der Fumarsäureester einsetzt. Eine Therapie mit Schmalband-UVB gilt dabei als eine sehr nebenwirkungsarme Therapieoption.


Die Psoriasis-Therapie besteht sowohl aus äußerlichen Anwendungen wie auch aus systemischen, im ganzen Körper wirksamen Wirkstoffen. Wissenschaftler aus Wien haben untersucht, ob eine Schmalband-UVB-Therapie die Wirkung von Fumarsäureestern unterstützen kann.

Fumarsäureester werden als Tablette eingenommen

Fumarsäureester beziehungsweise der Hauptwirkstoff Dimethylfumarat sind schon seit 1994 zur systemischen Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis zugelassen. Die Tabletten sollen die unkontrollierte Vermehrung der Hautzellen hemmen, Entzündungen unterdrücken und das Immunsystem regulieren. Das Arzneimittel ist zwar gut wirksam, die Wirkung setzt allerdings erst langsam ein. Die Wissenschaftler verglichen daher die Wirkung einer Fumarsäureester-Monotherapie mit einer kombinierten Therapie mit UVB-Licht während der ersten Wochen der Behandlung.

Ultraviolettes (UV) Licht wird bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt, um Zellwachstum zu bremsen und Entzündungen zu verhindern. Bei der Schmalband-UVB-Therapie ist das Lichtspektrum auf eine geringe Wellenlänge begrenzt, sodass Nebenwirkungen möglichst verhindert werden. Die Behandlung wird mehrmals die Woche angewendet und kann unter Umständen auch zu Hause durchgeführt werden.

Die Kombination aus Fumarsäureestern und Schmalband-UVB-Therapie war am wirksamsten

Die Wissenschaftler untersuchten jetzt 30 Psoriasis-Patienten mit einem PASI (Psoriasis Area and Severity Index) von mindestens 10 und einer betroffenen Körperoberfläche von mindestens 10 % und einem durchschnittlichen Alter von 52 Jahren. Der PASI bewertet die Hautläsionen und bestimmt daraus den Schweregrad der Psoriasis. Ein Wert von 10 oder darüber beschreibt eine mittelschwere oder schwere Psoriasis. 16 Patienten erhielten eine Monotherapie mit Fumarsäureesten und 14 Patienten erhielten eine Kombination aus Fumarsäureestern und einer Schmalband-UVB-Therapie. Nach 6 Wochen wurde die Veränderung des PASI und auch der Lebensqualität (DLQI, Dermatology Life Quality Index) bestimmt. Bei Patienten, die mit einer Kombination aus Fumarsäureestern und Schmalband-UVB-Therapie behandelt worden waren, konnte der Schweregrad der Psoriasis (PASI) stärker und die Lebensqualität schneller verbessert werden als bei Patienten, die nur Fumarsäureester erhielten.

Während der Anfangsphase bei einer Behandlung mit Fumarsäureestern könnte eine unterstützende Therapie mit Schmalband-UVB-Licht die Behandlung daher unterstützen, bis die volle Wirkung der Fumarsäureester einsetzt. Eine Therapie mit Schmalband-UVB gilt dabei als eine sehr nebenwirkungsarme Therapieoption.

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