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Eierstockkrebs bei Endometriose unterscheidet sich von anderem Eierstockkrebs

Original Titel:
Endometriosis-associated Ovarian Cancer is a Subset With a More Favorable Outcome and Distinct Clinical-pathologic Characteristics

DGP – Die Studie zeigte, dass Endometriose-Patientinnen, die Eierstockkrebs entwickeln, meist jünger sind, der Krebs weniger ausgebreitet ist und sie ein längeres krankheitsfreies Überleben haben als Frauen mit Eierstockkrebs, der nicht mit der Endometriose im Zusammenhang steht.


Bei der Endometriose kommt es zu Wachstum und Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Im Gegensatz zu Krebserkrankungen sind die Wucherungen nicht bösartig, da sie nicht streuen, also keine Tochtergeschwulste bilden. Patientinnen mit Endometriose haben jedoch ein erhöhtes Risiko, Eierstockkrebs auszubilden. Wissenschaftler aus den USA, Ägypten und Kanada untersuchten jetzt Merkmale von Endometriose-assoziiertem Eierstockkrebs.

Erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs bei Endometriose

Eierstockkrebs gehört zu den zehn häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen, der meist bei Frauen über 50 auftritt. In einem frühen Stadium zeigen sich meist keine Symptome, zu denen Blutungen oder auch Blähungen und Bauchschmerzen zählen können. Für einen eindeutigen Nachweis ist eine Operation erforderlich, bei der das Gewebe entfernt und histologisch untersucht wird. Nach der Operation wird bei bestätigtem Eierstockkrebs eine Chemotherapie durchgeführt.

Die Studie verglich 168 Patienten mit Eierstockkrebs, der mit Endometriose in Zusammenhang stand und 534 Patienten, deren Eierstockkrebs nicht mit Endometriose in Zusammenhang stand. Die Wissenschaftler untersuchten das Alter der Frauen, die groben Merkmale des Tumors, die Histologie (den Aufbau des Gewebes), das Stadium des Tumors und die Zeit des krankheitsfreien Überlebens.

Risiko für Rückfälle und krankheitsfreies Überleben unterschieden sich bei Patientinnen mit Endometriose

Die histologische Auswertung ergab, dass Eierstockkrebs, der mit Endometriose assoziiert war, meist endometrioid oder klarzellig war. Die Patientinnen waren meist jünger, stellten sich früher einem Arzt vor und hatten weniger Rückfälle. Auch die Zeit des krankheitsfreien Überlebens war länger (51,9 Monate gegen 30,5 Monate). Damit ergaben sich nach 5 Jahren Überlebensraten von 70 % bei Endometriose-assoziiertem Eierstockkrebs und fast 40 % bei anderem Eierstockkrebs. Die Auswertungen zeigten auch, dass das Krebsstadium, der histologische Befund und die Behandlung einen Rückfall beeinflussten.

Die Studie zeigte daher, dass Endometriose-Patientinnen, die Eierstockkrebs entwickeln, meist jünger sind, der Krebs weniger ausgebreitet ist und sie ein längeres krankheitsfreies Überleben haben als Frauen mit Eierstockkrebs, der nicht mit der Endometriose im Zusammenhang steht.

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