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Verlauf der juvenilen idiopathischen Arthritis über 19 Jahre

Original Titel:
Longitudinal health status from early disease to adulthood and associated prognostic factors in juvenile idiopathic arthritis

DGP – In der Studie verschlechterten sich Funktion und Schmerzen bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis nach 19 Jahren nicht wesentlich, die Fatigue wurde allerdings schlimmer. Eine aktivere Erkrankung zu Beginn war allerdings ein Hinweis für einen schlechteren Gesundheitszustand nach 19 Jahren.


Die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) ist eine rheumatische Autoimmunerkrankung bei Kindern. Bei der Erkrankung werden hauptsächlich die Gelenke angegriffen. Je nach Anzahl der betroffenen Gelenke und verschiedener weiterer Begleiterkrankung unterscheidet man verschiedene Unterformen der JIA. Erste Anzeichen der Erkrankung können bei einigen Unterformen bereits mit 2 Jahren auftreten. Bei einigen Kindern verschwindet die Erkrankung im Erwachsenenalter wieder.

Die Wissenschaftler beobachteten die Entwicklung der juvenilen idiopathischen Arthritis über 19 Jahre

Wissenschaftler aus Norwegen beobachteten Kinder mit JIA über 19 Jahre. Zwischen 1995 und 2003 rekrutierten sie 96 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 6,1 Jahren innerhalb von 18 Monaten nach der Diagnose. Innerhalb der ersten 3 Jahre wurden sie alle 6 Monate untersucht. Nach 19 Jahren, also mit durchschnittlich 25,1 Jahren, wurden die Kinder erneut untersucht.

Eine starke Krankheitsaktivität in den ersten Jahren verschlechterte die Prognose

Innerhalb der ersten 3 Jahre verbesserte sich die körperliche Behinderung und das Wohlbefinden, Schmerzen und Fatigue (tiefgreifende Müdigkeit) änderten sich jedoch nicht. Nach 19 Jahren hatten die Patienten eine ähnliche körperliche Behinderung, Wohlbefinden und Schmerzen wie nach 3 Jahren, die Fatigue hatte jedoch zugenommen. Die Anzahl der Patienten mit körperlicher Behinderung hatte sich verringert. Dabei konnten die Wissenschaftler feststellen, dass Schmerzen, aktive Gelenkentzündungen und Behinderungen während der ersten 3 Jahre den Verlauf der Erkrankung nach 19 Jahren negativ beeinflussten. Im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen hatten Rheuma-Patienten nach 19 Jahren schlimmere Schmerzen und eine schlechtere Lebensqualität.

Die juvenile idiopathische Arthritis kann durch Medikamente eingedämmt werden

In der Studie verschlechterten sich Funktion und Schmerzen bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis nach 19 Jahren nicht wesentlich, die Fatigue wurde allerdings schlimmer. Eine aktivere Erkrankung zu Beginn war allerdings ein Hinweis für einen schlechteren Gesundheitszustand nach 19 Jahren. Der Beginn der Studie war allerdings noch in den 1990er-Jahren. Mittlerweile stehen noch neuere Medikamente, die Biologika, zur Verfügung, die auch bei der rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden. Diese können teilweise bereits ab einem Alter von 1 Jahr angewendet werden und sollen die Entzündungen in den Gelenken bekämpfen.

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