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Trastuzumab emtansin: gute Erfolge bei Patientinnen mit HER2-positiven Tumoren, die trotz intensiver Vortherapie noch Krankheitsaktivität aufweisen

Original Titel:
Trastuzumab Emtansine for Residual Invasive HER2-Positive Breast Cancer

DGP – Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass das Medikament Trastuzumab emtansin sich für die Therapie von Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium eignen könnte, die nach intensiver Vorbehandlung bei der Operation noch Krebsaktivität aufweisen. Patientinnen, die die Therapie mit Trastuzumab emtansin erhielten, waren im Vergleich zu mit Trastuzumab therapierten Frauen seltener von Tod oder einem Fortschreiten der Erkrankung betroffen.


Brustkrebspatientinnen, die an HER2-positivem Brustkrebs leiden, erhalten in der Regel bereits bevor sie operiert werden eine Behandlung mit Chemotherapie und zielgerichteten Medikamenten. HER2-positiver Brustkrebs ist dadurch gekennzeichnet, dass sich auf den Krebszellen besonders viele Andockstellen (Rezeptoren) vom Typ HER2 finden. Zielgerichtete Therapien setzen an diesen HER2-Rezeptoren an und blockieren ihre Wirkung, sodass das Krebswachstum gemindert wird. Durch vor der Operation stattfindende Behandlungen kann der Krebs bei HER2-positiven Patientinnen in manchen Fällen bereits komplett eliminiert werden. Ist dies der Fall, haben die Patientinnen eine deutliche bessere Prognose als Frauen, bei denen nach den Therapiemaßnahmen vor der Operation noch bösartige Krebszellen festzustellen sind.

Wissenschaftler führten nun eine Studie an Patientinnen durch, die an HER2-positivem Brustkrebs in einem frühen Stadium litten und dafür mit Chemotherapie (Taxan mit oder ohne Anthrazyklin) und dem zielgerichteten Medikament Trastuzumab behandelt wurden. Alle Patienten wiesen trotz intensiver Vortherapie bei der Operation noch bösartige Krebszellen auf. Die Patientinnen wurden in 2 Gruppen aufgeteilt – eine Hälfte der Patientinnen bekam nach der Operation 14 Zyklen Trastuzumab und die andere Hälfte 14 Zyklen Trastuzumab emtansin. Trastuzumab emtansin gehört wie Trastuzumab zu den zielgerichteten Therapien, die sich gegen den HER2 richten. Trastuzumab emtansin weist die Besonderheit auf, dass es aus zwei Wirkstoffen, Trastuzumab und DM1, besteht. DM1 ist eine giftige Substanz, die Krebszellen tötet, sobald sie in diese eintritt.

Bessere Behandlungserfolge durch die Therapie mit Trastuzumab emtansin

1486 Patientinnen nahmen an der Studie teil. Ein erster Zwischenbericht zu der Studie zeigte deutliche Unterschiede zwischen den mit Trastuzumab und den mit Trastuzumab emtansin behandelten Frauen: Während es bei 91 Frauen (12,2 %) aus der Trastuzumab emtansin-Gruppe zu fatalen Folgen oder einem Fortschreiten der Krankheit kam, waren mit 165 Frauen (22,2 %) deutlich mehr Frauen aus der Trastuzumab-Gruppe davon betroffen. Nach der Behandlung mit Trastuzumab emtansin litten die Frauen allerdings auch unter mehr Nebenwirkungen.

Diese Studienergebnisse zeigen gute Behandlungserfolge mit Trastuzumab emtansin bei Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs im frühen Krankheitsstadium, deren Krebs bei Abschluss der vor der Operation stattfinden Behandlungen nicht geheilt war. Im Gegensatz zu den mit Trastuzumab behandelten Patientinnen kam es nach Behandlung mit Trastuzumab emtansin seltener zu Tod oder einem Fortschreiten der Erkrankung.

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