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CT-Merkmale von COVID-19

Original Titel:
Association of radiologic findings with mortality of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan

DGPÄltere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen sind anfälliger für SARS-CoV-2. Im CT zeichnet sich eine Lungenentzündung durch SARS-CoV-2 durch Milchglastrübungen, Konsolidierungen sowie einen bilateralen Befall aus. Ein einfaches CT-Bewertungsverfahren könnte ein erhöhtes Sterberisiko vorhersagen.


Die Computertomographie (CT) ist ein wichtiges Werkzeug für die Diagnose bei einer Lungenentzündung. Wissenschaftler aus Wuhan untersuchten jetzt, welche CT-Merkmale eine Lungenentzündung, verursacht durch SARS-CoV-2, aufweist und ob sich durch das CT die Sterblichkeit vorhersagen lässt.

Dafür untersuchten sie 27 Patienten (12 Männer, 15 Frauen) mit einem durchschnittlichen Alter von 60 Jahren. 10 Patienten verstarben. Die Patienten, die verstarben, waren durchschnittlich älter (68 Jahre) als die Patienten, die entlassen wurden (55 Jahre). Auch die Anzahl der Begleiterkrankungen war bei den Patienten, die verstarben, höher (80 % vs. 29 %). Im CT sahen die Wissenschaftler häufig Milchglastrübungen (67 %), einen bilateralen Befall (86 %), sowohl eine periphere als auch eine zentrale Verteilung (74 %) und eine Beeinträchtigung der unteren Lungenzonen.

Patienten, die verstarben, hatten häufiger Konsolidierungen in der Lunge

Die Wissenschaftler wendeten ein Bewertungsverfahren an, um die Schwere des Lungenbefalls zu bestimmen. Patienten, die verstarben, hatten durchschnittlich einen höheren Wert (30 vs. 12). Sie hatten auch häufiger Konsolidierungen (40 % vs. 6 %) und Bronchopneumogramme (60 % vs. 12 %). Ein Cut-off-Wert von 24,5 im CT hatte eine Sensitivität von 85,6 % und eine Spezifität von 84,5 % für die Vorhersage der Sterblichkeit.

Ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen sind anfälliger für SARS-CoV-2. Im CT zeichnet sich eine Lungenentzündung durch SARS-CoV-2 durch Milchglastrübungen, Konsolidierungen sowie einen bilateralen Befall aus. Ein einfaches CT-Bewertungsverfahren könnte ein erhöhtes Sterberisiko vorhersagen.

DOI 10.1371/journal.pone.0230548

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