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Behandlung von COPD: Was ist Patienten wichtig?

Original Titel:
Evaluating Patient Preferences of Maintenance Therapy for the Treatment of Chronic Obstructive Pulmonary Disease: A Discrete Choice Experiment in the UK, USA and Germany

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler befragten 450 COPD-Patienten aus Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich, was den Patienten bei ihrer Therapie besonders wichtig war
  • Besonders wichtig war den Patienten, dass
    • … Nebenwirkungen vermieden werden
    • … die Häufigkeit der Krankheitsschübe reduziert wird
    • … der Inhalator benutzerfreundlich ist
  • Weniger wichtig waren den Patienten hingegen die Menge an verwendeten Inhalatoren, die Häufigkeit der Inhalationen und die Kosten, die der Patienten selbst tragen muss

 

DGP – Patienten mit COPD war bei ihrer Therapie besonders wichtig, dass Nebenwirkungen vermieden wurden, die Häufigkeit von Krankheitsschüben reduziert wurde und die Inhalatoren benutzerfreundlich waren. Dies war das Ergebnis einer Befragung von 450 COPD-Patienten aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA. Die Wissenschaftler vermuteten, dass die Therapietreue der Patienten steigen könnte, wenn diese Kriterien erfüllt sind.


Für die Behandlung von COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) stehen viele verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die auf unterschiedliche Weise angewandt und kombiniert werden. Wichtig ist bei jeder Therapie, dass sie wie empfohlen eingehalten wird, denn nur so kann sie die gewünschte Wirkung entfalten. Aus diesem Grund ist es wichtig, zu wissen, welche Präferenzen die Betroffenen haben und was ihnen bei ihrer Therapie besonders wichtig ist. Das wollten Wissenschaftler aus England, den USA und Kanada gemeinsam herausfinden und führten spezielle Umfragen in den USA, dem Vereinigtem Königreich und Deutschland durch.

450 COPD-Patienten nahmen an der speziellen Online-Befragung teil

Bei einer Recherche identifizierten die Wissenschaftler sechs Eigenschaften, die bei der Behandlung von COPD eine Rolle spielen: Benutzerfreundlichkeit des Inhalators, Häufigkeit von Krankheitsschüben, Häufigkeit von Inhalationen, Anzahl der verschiedenen verwendeten Inhalatoren, Nebenwirkungen und Kosten, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Auf Grundlage dieser sechs Eigenschaften entwickelten die Wissenschaftler eine spezielle Umfrage. Insgesamt 450 COPD-Patienten aus Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich nahmen an der Befragung teil. Das mittlere Alter der Teilnehmer betrug 64 Jahre.

Die Vermeidung von Nebenwirkungen war den Patienten besonders wichtig

Die Auswertung der Befragung ergab, dass den Patienten bei ihrer Therapie am wichtigsten war, dass Nebenwirkungen vermieden wurden. Am zweitwichtigsten war den Patienten, dass die Therapie die Wahrscheinlichkeit für weniger Krankheitsschübe erhöhte. Auf Platz drei landete die einfache Handhabung des Inhalators. Weniger wichtig waren den Patienten hingegen die Anzahl der verwendeten Inhalatoren, die Kosten, die die Patienten aus eigener Tasche zahlen müssen und die Häufigkeit der Inhalationen. Die Präferenzen waren in allen drei Ländern ähnlich. Um häufigere Inhalationen oder die Verwendung mehrerer Inhalatoren zu akzeptieren, war es den Patienten wichtig, dass dadurch die Häufigkeit von Krankheitsschüben reduziert wurde.

Den befragten COPD-Patienten war somit bei der Therapie besonders wichtig, dass Nebenwirkungen vermieden wurden, dass die Häufigkeit von Krankheitsschüben reduziert wurde und dass der Inhalator benutzerfreundlich war. Die Autoren der Studie vermuteten, dass sich die Therapietreue der Patienten erhöht, wenn diese Kriterien erfüllt sind.

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