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Brustkrebs

Probleme mit dem Körperbild nach prophylaktischer Entfernung der Brüste sind häufig

Original Titel:
Body image problems in women with and without breast cancer 6-20 years after bilateral risk-reducing surgery - A prospective follow-up study

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler untersuchten Frauen mit hohem familiärem Brustkrebsrisiko, die sich prophylaktisch eine oder beiden Brüste entfernen ließen
  • Die Frauen klagten auch lange nach dem Eingriff über Probleme mit dem Körperbild

 

DGPWissenschaftler aus Schweden analysierten Frauen mit oder ohne Brustkrebs, in deren Familie Brustkrebs gehäuft auftritt und die sich deshalb eine oder beide Brüste prophylaktisch entfernen ließen. Die Analyse der Wissenschaftler zeigte, dass die Frauen nach dem Eingriff anhaltende Probleme mit ihrem Körperbild hatten und bei Frauen mit Brustkrebs auch sexuelles Unbehagen ein relevantes Problem war.


Einige Frauen, die familiär bedingt ein höheres Brustkrebsrisiko aufweisen, entscheiden sich dazu, ihre Brüste prophylaktisch zu entfernen. Ist eine Frau an erblichem Brustkrebs erkrankt, besteht für sie die Option, die zweite, nicht befallene Brust, prophylaktisch abzunehmen.

Wissenschaftler aus Stockholm in Schweden interessierten sich in ihrer Studie dafür, wie Frauen einen solchen Eingriff langfristig überstehen. Wie empfinden sie das kosmetische Resultat des Brustaufbaus? Wie ist es um ihr Körperbild und ihre Sexualität bestellt? Leiden die Frauen an Ängsten und Depressionen? Und wie hoch ist ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität?

Für ihre Studie analysierten die Wissenschaftler 200 Frauen, bei denen eine oder beide Brüste aufgrund eines hohen familiären Brustkrebsrisikos entfernt wurden. Manche der Frauen waren an Brustkrebs erkrankt, manche nicht. Die Wissenschaftler befragten die Frauen intensiv. Schließlich verglichen sie die Antworten der Frauen mehrere Jahre nach der Brustamputation (im Schnitt 6 bis 20 Jahre danach) mit den Antworten, die die Frauen ein Jahr nach der Brustamputation gegeben hatten.

Negatives Körperbild und sexuelles Unbehagen waren relevante Probleme

Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen mit und ohne Brustkrebs anhaltende Probleme mit ihrem Körperbild hatten. Bei Frauen mit Brustkrebs konnte über die Jahre hinweg ein Anstieg bei sexuellem Unbehagen festgestellt werden. Frauen mit Brustkrebs berichteten darüber hinaus über vermehrte Probleme im Zusammenhang mit der Operation und der Krankheitsbehandlung sowie über vermehrte sexuelle Probleme.

Schlussfolgernd lässt diese Analyse erkennen, dass viele Frauen, die sich prophylaktisch eine oder beide Brüste abnehmen lassen, weil sie familiär bedingt ein hohen Brustkrebsrisikos aufweisen, über Jahre hinweg mit Problemen mit ihrem Körperbild zu kämpfen haben. Bei Frauen mit Brustkrebs zeigten die Analysen zusätzlich, dass sexuelles Unbehagen und sexuelle Probleme häufig sind.

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