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Brustkrebs

Registerdaten geben Auskunft über die Komplikationsrate bei Frauen mit einer Mastektomie

Original Titel:
Complication Rates Among Women Undergoing Preventive Mastectomy: An Austrian Registry

DGP Bei einer Mastektomie wird die gesamte Brust operativ entfernt. Dieser Eingriff kann aufgrund einer Brustkrebsdiagnose oder eines genetisch hohen Brustkrebsrisikos (Mutation in den BRCA1/2-Genen) notwendig oder empfehlenswert sein. Wissenschaftler liefern mit ihren Registerdaten Auskunft über die Komplikationsrate nach einer Mastektomie bei Frauen mit Mutation in den BRCA1/2-Genen. Dabei zeigten sie, dass sich die Komplikationsrate je nach Art der Operation und Rekonstruktion unterschied.


Mutationen in den Genen BRCA-1 und BRCA-2 sind mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko assoziiert. Sie lassen sich bei 5 % der Brustkrebspatientinnen nachweisen. Für Frauen mit genetisch erhöhtem Brustkrebsrisiko ist eine prophylaktische Mastektomie der effektivste Weg, um das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, zu minimieren.

Wissenschaftler aus Österreich bildeten ein Register, in der sie Frauen mit Mutation in den BRCA-1- und BRCA-2-Genen erfassten, die aus onkologischen oder prophylaktischen Gründen eine Mastektomie durchführen ließen. In dem Register erfassten sie für die Jahre 2014 bis 2017 den Operationstyp, die Art der Rekonstruktion und eventuell aufgetretene Komplikationen.

Weniger Komplikationen nach nippelsparender Mastektomie und bei Verwendung von kleineren Implantaten

Anhand der Registerdaten ließen sich folgende Erkenntnisse ableiten: Nach einer nippelsparenden Mastektomie traten weniger Komplikationen auf als nach einer anderen Form von Mastektomie (23,1 % vs. 60,7 %, p = 0,005). Bei einer Brustrekonstruktion mit Implantat traten nach einer subpektoralen Platzierung des Implantats deutlich mehr Komplikationen auf als nach einer pektoralen Platzierung (p = 0,025). Das Volumen des Implantats lag im Median bei 350 cc (Bereich: 155–650 cc). Ein Anstieg um 100 cc war mit einem doppelt so hohen Risiko für Komplikationen verbunden (Regressionskoeffizient = 0,007); dies könnte dazu führen, dass zukünftig kleinere Implantate verwendet werden.

Die Registerdaten aus Österreich lieferten wertvolle Daten über Komplikationen, die bei Frauen mit Mutation in den BRCA-Genen nach einer Mastektomie auftraten.

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