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Hochverarbeitete Lebensmittel: In vielerlei Hinsicht schlecht für die Gesundheit

Original Titel:
Consumption of ultra-processed foods and health outcomes: a systematic review of epidemiological studies

Kurz & fundiert

  • Wissenschaftler sichteten die aktuelle Datenlage zum Thema hochverarbeitete Lebensmittel und Gesundheit
  • Ein hoher Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln schien das Risiko für folgende Erkrankungen zu erhöhen:

 

DGP – In ihrem systematischen Review stellten Wissenschaftler heraus, dass der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln das Risiko für viele Erkrankungen erhöhte – auch das für postmenopausalen Brustkrebs.


Hochverarbeitete Lebensmittel gelten als ungesund. Sie wurden beispielsweise bereits mit Übergewicht in Verbindung gebracht. Doch auch für andere Erkrankungen scheinen sie das Risiko zu erhöhen. Wissenschaftler aus China sichteten die derzeitige Datenlage zum Thema hochverarbeitete Lebensmittel und Gesundheit und fassten die Ergebnisse zusammen.

Wissenschaftler suchten in internationalen Datenbanken nach relevanten Studien

Die Wissenschaftler führten eine umfangeiche Suche in den Datenbanken PubMed, Embase und Web of Science durch. Sie fanden insgesamt 20 relevante Studien – 12 Kohortenstudien und 8 Querschnittsstudien. Die Studien beinhalteten die Daten von insgesamt 334 114 Studienteilnehmern und betrachteten verschiedene Erkrankungen. Die Studien wurden alle zwischen 2015 und 2019 veröffentlicht und die jeweilige Teilnehmerzahl reichte von 785 bis 109 104 Personen.

Hochverarbeitete Lebensmittel erhöhten das Risiko für viele Erkrankungen

Bei der Sichtung der Daten fiel den Wissenschaftlern auf, dass ein hoher Konsum an hochverarbeiteten Lebensmitteln das allgemeine Sterberisiko erhöhte. Ebenso erhöhte ein hoher Konsum an hochverarbeiteten Lebensmitteln offensichtlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen allgemein, für die koronare Herzkrankheit (KHK), für Bluthochdruck, für zerebrovaskuläre Erkrankungen, für das metabolische Syndrom, für Übergewicht und Fettleibigkeit, für Depressionen, für das Reizdarmsyndrom, für Krebs allgemein, für postmenopausalen Brustkrebs, für Fettleibigkeit während der Schwangerschaft, für Asthma in der Jugend und für Gebrechlichkeit. Im Gegensatz dazu konnten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln und Prostatakrebs, Darmkrebs, Schwangerschaftsdiabetes, Übergewicht während der Schwangerschaft und dem Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, feststellen.

Der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln erhöhte das Risiko für viele Erkrankungen – auch das für postmenopausalen Brustkrebs. Die Autoren des Reviews merkten an, dass weitere groß angelegte, prospektive Studien nötig sind, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

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