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Prostatakrebs

Denosumab stärkt die Knochen während einer Hormontherapie

Original Titel:
Denosumab for bone health in prostate and breast cancer patients receiving endocrine therapy? A systematic review and a meta-analysis of randomized trials

DGP – Als Nebenwirkungen der Hormontherapie, die häufig bei Brustkrebs oder Prostatakrebs angewandt wird, können Frakturen und Verlust der Knochenmasse auftreten. Denosumab kann diesen Nebenwirkungen entgegenwirken, wie die vorliegende Studie zeigte. Denosumab erhöhte nämlich die Knochendichte und reduzierte das Fraktur-Risiko der Patienten.


Die Hormontherapie hat sich für die Behandlung von Prostatakrebs und Brustkrebs bewährt. Neben den guten Therapieergebnissen bringt sie jedoch auch Nebenwirkungen mit sich – wie z. B. Verlust von Knochendichte und folglich ein erhöhtes Risiko für Frakturen. Denosumab ist ein Wirkstoff, der die Knochendichte erhöhen und so dieser Komplikation entgegenwirken soll. Wissenschaftler aus Italien wollten sich einen Überblick über die Wirksamkeit von Denosumab bei Prostatakrebs und Brustkrebs verschaffen. Sie wollten herausfinden, ob Denosumab die Knochengesundheit von Prostatakrebs-Patienten und Brustkrebs-Patienten, die sich einer Hormontherapie unterzogen, erhalten konnte. Zu diesem Zweck führten sie eine Meta-Analyse von randomisierten, kontrollierten Studien durch.

Wissenschaftler suchten nach randomisierten, kontrollierten Studien

Die Wissenschaftler suchten in internationalen Datenbanken nach Studien, die ihre Kriterien erfüllten. Dies traf auf drei Studien zu. Diese beinhalteten die Daten von 5140 Patienten. Die Patienten, die in diesen Studien untersucht wurden, bekamen entweder alle 6 Monate 60 mg Denosumab oder ein Placebo. Die Wissenschaftler untersuchten den Verlust an Knochendichte, die Zunahme an Knochendichte, das Risiko für Frakturen und die Sicherheit von Denosumab – und zwar nach 24 und nach 36 Monaten.

Denosumab wirkte sich positiv auf die Knochendichte und das Fraktur-Risiko aus

Die zusammenfassende Analyse ergab, dass Denosumab im Vergleich zum Placebo das Risiko für einen Verlust an Knochendichte senkte. Dementsprechend erhöhte Denosumab die Knochendichte der Patienten – und zwar sowohl nach 24 als auch nach 36 Monaten. Außerdem reduzierte Denosumab das Risiko für neue Frakturen. Was die Sicherheit von Denosumab anging, so erhöhte Denosumab nicht das Risiko für schwere, unerwünschte Ereignisse.

Die Nebenwirkungen der Hormontherapie, die die Knochen betreffen, konnten somit durch Denosumab gemildert werden. Denosumab erhöhte nämlich die Knochendichte und reduzierte das Fraktur-Risiko von Brust- und Prostatakrebs-Patienten unter Hormontherapie.

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