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Darmkrebs

Darmoperation: Was ist den Patienten wichtig?

Original Titel:
Patient Perceptions and Quality of Life After Colon and Rectal Surgery: What Do Patients Really Want?

DGP – Wissenschaftler befragten Patienten, die eine Darmoperation hinter sich hatten, nach Aspekten, die ihnen diesbezüglich besonders wichtig waren. Dabei stellten sie fest, dass den Patienten vor allem wichtig war, nach der Operation keinen dauerhaften künstlichen Darmausgang zu benötigen und vom Krebs befreit zu sein, während die Größe des Einschnittes und die Dauer des Krankenhausaufenthaltes eher nebensächlich waren.


Noch immer stellt die Operation den Grundstein der Darmkrebs-Behandlung dar und auch einige andere Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erfordern nicht selten eine Darmoperation. Auch wenn das hauptsächliche Ziel der Operation ist, den Tumor bzw. die erkrankten Darmabschnitte komplett zu entfernen, ist es dennoch wichtig, auch den Wünschen und Präferenzen der Patienten bezüglich des Operationsergebnisses nachzukommen. Doch was ist den Patienten bezüglich der Darmoperation besonders wichtig und worauf legen sie weniger wert? Dafür interessierten sich Wissenschaftler aus den USA und führten eine entsprechende Umfrage durch.

Wissenschaftler befragten Patienten nach einer Darmoperation

Die Wissenschaftler befragten Patienten, die sich zwischen 2009 und 2015 einer Darmoperation unterzogen hatten, über ihre operative Behandlung. Insgesamt 167 Patienten (durchschnittlich 61,5 Jahre alt) nahmen an der Umfrage teil. Die meisten Patienten hatten sich aufgrund eines Darmkrebses (56 %) für die Operation entschieden. Aber auch Patienten, die aufgrund anderer Erkrankungen, wie Morbus Crohn (14 %) oder Colitis ulcerosa (11 %), operiert wurden, nahmen an der Befragung teil. Die Wissenschaftler interessierten sie sich vor allem dafür, welche Aspekte ihnen rund um die Darmoperation besonders wichtig und welche weniger von Bedeutung waren.

Aspekte, die den Patienten bezüglich des Operationsergebnisses sehr wichtig waren

Bei der Befragung stellten die Wissenschaftler fest, dass die große Mehrheit der Patienten mit ihrer Genesung zufrieden war (92,2 %). Zu den Faktoren, die den Patienten am wichtigsten waren, zählten: vom Darmkrebs geheilt zu sein (76 %), nicht einen dauerhaften künstlichen Darmausgang zu benötigen (78 %) und das Vermeiden von Komplikationen (74 %). Nur wenige Patienten erachteten hingen die Dauer des Krankenhausaufenthaltes (13 %), die Erscheinung (2 %) und die Länge (4 %) des Einschnittes und die Verwendung der minimalinvasiven Operationsmethode (14 %) als wichtig.

Generell scheinen die allermeisten Pateinten somit mit ihrer Behandlung zufrieden zu sein. Dabei war ihnen die Beseitigung des Tumors und die Vermeidung von Komplikationen und eines künstlichen Darmausganges am wichtigsten. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes und die Länge und Erscheinung des Einschnittes waren für die meisten Patienten nebensächlich.

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