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Prostatakrebs

Erektile Funktion nach radikaler Prostatektomie: Roboterassistierte Operation zeigt Vorteile

Original Titel:
Erectile function after laparoscopic versus robotic-assisted radical prostatectomy: A systematic review and meta-analysis

Kurz & fundiert

  • Laparoskopische (LRP) vs. roboter-assistierte radikale Prostatektomie (RARP): Welche Operationsmethode erhält die erektile Funktion besser?
  • Metaanalyse von 13 Studien mit Daten von 6 281 Prostatakrebs-Patienten
  • Geringeres Risiko für erektile Dysfunktion nach RARP

 

DGP – Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs hatten ein geringeres Risiko für eine erektile Dysfunktion, wenn die minimal-invasive radikale Prostatektomie durch einen  Roboter assistiert wurde (RARP). Dies war das Ergebnis einer Metaanalyse von 13 Studien.


Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs haben durch eine radikale Prostatektomie die Chance auf eine Heilung. Die Operation birgt jedoch auch Risiken. So könnte beispielsweise die erektile Funktion beeinträchtigt werden. Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die immer weiter optimiert wurden, um die Risiken so gering wie möglich zu halten. Bei der laparoskopischen radikalen Prostatektomie (LRP) erfolgt der Zugang über kleine Einschnitte. Darauf aufbauend kommt bei der roboter-assistierte radikale Prostatektomie (RARP) ein Operations-Roboter zum Einsatz. Wissenschaftler aus Brasilien verglichen in einer Metaanalyse die beiden minimal-invasiven Operationsmethoden im Hinblick auf den Erhalt der erektilen Funktion.

Laparoskopische (LRP) vs. roboter-assistierte radikale Prostatektomie (RARP): Welche Operationsmethode erhält die erektile Funktion besser?

Für ihre Metaanalyse durchsuchten die Wissenschaftler verschiedene Datenbanken nach geeigneten Studien, in denen sich Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs einer radikalen Prostatektomie unterzogen. Die Wissenschaftler ermittelten randomisiert-kontrollierte Studien mit Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs, die sich entweder einer LRP oder einer RARP unterzogen.

Systematischer Review mit Metaanalyse: Wissenschaftler analysierten Daten von 13 Studien

Die Metaanalyse von 13 nicht-randomisierten Studien mit insgesamt 6 281 Patienten ergab, dass die RARP die erektile Funktion besser erhält als die LRP. Das war 3 Monate (Risikodifferenz: 0,05; 95 % Konfidenzintervall, KI: 0,00 – 0,11; p = 0,040), 6 Monate (Risikodifferenz: 0,10; 95 % KI: 0,03 – 0,17; p = 0,006) und 12 Monate (Risikodifferenz: 0,06; 95 % KI: 0,02 – 0,10; p = 0,002) nach der Operation der Fall.

RARP bringt Vorteile bezüglich der erektilen Funktion

Bezüglich der erektilen Funktion profitierten die Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs, wenn die Operation roboter-assistiert durchgeführt wurde. Die Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass in diesem Feld noch weitere Forschung, insbesondere randomisierte, methodisch hochwertige Studien, nötig ist.

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