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PCO-Syndrom

Myoinositol: Einfluss auf neues Fettgewebshormon Asprosin

Original Titel:
Effect of Myo-Inositol Treatment on Serum Asprosin Levels of Pregnant Women: A Prospective Randomized Controlled Pilot Study

Kurz & fundiert

  • Fettgewebshormon Asprosin, Myoinositol und Schwangerschaft – relevante Zusammenhänge?
  • Randomisiert-kontrollierte Studie mit 40 schwangeren Frauen: Myoinositol + Folsäure versus nur Folsäure
  • Myoinositol scheint den Asprosinspiegel zu modulieren – Potenzial für weitere Studien

 

DGP Myoinositol scheint den Spiegel des neu beschriebenen Fettgewebshormons Asprosin zu modulieren, fand eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 40 schwangeren Frauen. Zudem könnte Asprosin ein Marker zur Einschätzung der Insulinresistenz und Myoinositol womöglich eine hilfreiche ergänzende Therapie in Risikogruppen sein. Weitere Studien mit größeren Patientengruppen sind jedoch nötig, um diese Ansätze zu prüfen.


Asprosin ist ein neu beschriebenes Adipokin – also ein Botenstoff, der speziell vom Fettgewebe abgegeben wird und auch als Fettgewebshormon bezeichnet wird. Asprosin steht in Zusammenhang mit Insulinresistenz und Diabetes mellitus. Das Fettgewebe von Frauen in der Schwangerschaft kann die Abgabe von Adipokinen steigern. Dies wurde auch für Asprosin demonstriert. Der höhere Spiegel an Adipokinen kann zu Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes beitragen. Frühere Studien zeigen Vorteile einer ergänzenden Behandlung mit Myoinositol bei Insulinresistenz.

Fettgewebshormon Asprosin, Myoinositol und Schwangerschaft – relevante Zusammenhänge?

Wissenschaftler untersuchten nun den Einfluss von Myoinositol auf den Asprosin-Spiegel bei schwangeren Frauen und mögliche Schwangerschaftskomplikationen. Die Studie gewann Frauen in den frühen Phasen der Schwangerschaft zur Teilnahme. Die Teilnehmerinnen wurden zufällig einer zweimal täglichen Einnahme von sowohl 2 g Myoinositol und 200 μg Folsäure (Myoinositol-Gruppe) oder nur Folsäure (Kontrollgruppe) zugewiesen.

Randomisiert-kontrollierte Studie mit 40 schwangeren Frauen: Myoinositol + Folsäure versus nur Folsäure

Insgesamt nahmen 40 Frauen an der Studie teil. Nach einer Behandlungsphase von 20 – 22 Wochen ermittelten die Wissenschaftler eine nominelle Abnahme des Asprosinspiegels im Blut der Frauen mit Myoinositol, aber ohne Senkung des Markers für Insulinresistenz, HOMA‐IR. In der Kontrollgruppe stieg nach 24 – 28 Wochen der Asprosin-Spiegel an (p = 0,005), ebenso stieg der HOMA-IR-Wert signifikant im Vergleich zum Studienbeginn (HOMA-IR: 1,42 vs. 1,89; p = 0,043). Bei Analyse der Änderung der Werte im Verlauf zeigte sich eine signifikante Abnahme des Asprosinspiegels in der Myoinositol-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe (Myoinositol: -2,45; Kontrolle: +5,30; p = 0,012).

Myoinositol scheint den Asprosinspiegel zu modulieren – Potenzial für weitere Studien

Die Autoren schließen, dass Myoinositol den Spiegel des Fettgewebshormons Asprosin zu modulieren scheint. Zudem könnte Asprosin ein Marker zur Einschätzung der Insulinresistenz sein und Myoinositol womöglich eine hilfreiche ergänzende Therapie in Risikogruppen. Weitere Studien mit größeren Patientengruppen sind jedoch nötig.

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