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Prostatakrebs
ARPI zusätzlich zur Standardtherapie verbessert Überleben bei metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs
Original Titel:
Addition of androgen-receptor pathway inhibitors to standard of care in metastatic hormone-sensitive prostate cancer: A systematic review and meta-analysis
- Verbessern Androgenrezeptor-Inhibitoren (ARPIs) zusätzlich zur Standardtherapie das Überleben von Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs?
- Metaanalyse von 8 randomisierten, kontrollierten Studien
- Besseres Gesamtüberleben und besseres progressionsfreies Überleben bei zusätzlichem ARPI
- Häufiger kardiale Ereignisse bei Kombinationstherapie
DGP – Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs konnten im Hinblick auf das Gesamtüberleben und das progressionsfreie Überleben davon profitieren, wenn sie zusätzlich zur Standardtherapie einen Androgenrezeptor-Inhibitor (ARPI) bekamen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse.
Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs haben verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Neben der klassischen Hormontherapie kommen auch eine Chemotherapie oder eine neuartige Hormontherapie mit Androgenrezeptor-Inhibitoren (ARPI) in Frage. Die verschiedenen Wirkstoffe können zudem miteinander kombiniert werden. Mehrere randomisierte, kontrollierte Studien befassten sich bereits mit den Vorteilen und den Risiken der Kombination eines ARPI mit der Standardtherapie (Hormontherapie mit oder ohne Docetaxel) bei metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs. Um sich einen Überblick über die derzeitige Datenlage zu dieser Thematik zu verschaffen, führten Wissenschaftler aus Italien ein systematisches Review mit Metaanalyse durch.
Verbessern Androgenrezeptor-Inhibitoren (ARPI) das Überleben von Prostatakrebs-Patienten?
Die Wissenschaftler führten im April 2025 eine umfassende Literaturrecherche durch. Sie fanden 8 geeignete randomisierte, kontrollierte Studien, deren Daten sie für ihre Metaanalyse nutzten. Sie untersuchten das Gesamtüberleben, das progressionsfreie Überleben und die Sicherheit.
Metaanalyse von 8 randomisierten, kontrollierten Studien
Die Analyse zeigte ein besseres Gesamtüberleben (Hazard Ratio, HR: 0,74; p < 0,00001) und ein besseres progressionsfreies Überleben (klinisch: HR: 0,50; radiologisch: HR: 0,49; p < 0,0001), wenn die Standardtherapie mit einem ARPI kombiniert wurde. Dieser Vorteil der Kombinationstherapie war auch dann ersichtlich, wenn Docetaxel aus der Analyse ausgeschlossen wurde. Was unerwünschte Ereignisse anging, traten Bluthochdruck und kardiale Ereignisse (jeglichen Schweregrads) bei der Kombination mit einem ARPI häufiger auf als bei der Standardtherapie allein.
Überlebensvorteile bei zusätzlichem ARPI
Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs hatten somit einen Überlebensvorteil, wenn die Standardtherapie mit einem ARPI ergänzt wurde. Dies äußerte sich sowohl durch ein besseres Gesamtüberleben als auch durch ein besseres progressionsfreies Überleben. Die Kombinationstherapie war jedoch mit mehr kardialen Ereignissen verbunden.
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