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Wechseljahresbeschwerden in der Brustkrebstherapie: Wirkstoff Elinzanetant
Original Titel:
Elinzanetant for Vasomotor Symptoms from Endocrine Therapy for Breast Cancer.
- Elinzanetant: Neurokinin-Antagonist, kann bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen eingesetzt werden
- Antiöstrogenbehandlung (Hormontherapie) bei Brustkrebs kann Wechseljahresbeschwerden auslösen
- Phase-3-Studie zur Wirksamkeit von Elinzanetant bei Brustkrebs-Hormontherapie
- Tamoxifen oder Aromatasehemmer
- Seltener Wechseljahresbeschwerden mit Elinzanetant als mit Placebo
DGP – Viele Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs (HR+), die sich einer Hormontherapie unterziehen, leiden unter Wechseljahresbeschwerden. Neurokinin-Antagonisten sind neue Wirkstoffe, die die Häufigkeit typischer Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen in der Menopause senken können. Ob der Neurokinin-Antagonist Elinzanetant bei Patientinnen mit HR+ Brustkrebs die Zahl der typischen Wechseljahresbeschwerden in der Hormontherapie senken kann, untersuchte eine Phase-3-Studie mit 474 Patientinnen.
Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs (HR+) werden nach der Entfernung des Tumors meist für 5 – 10 Jahre mit Tamoxifen oder Aromatasehemmern behandelt. Diese Hormontherapie soll verhindern, dass körpereigene Östrogene ein weiteres Krebswachstum fördern, ist also eine antihormonelle Therapie. Viele Frauen haben infolge dieser Therapie vasomotorische Beschwerden, beispielsweise Hitzewallungen. Neue Wirkstoffe, Neurokinin-Antagonisten, werden bereits zur Behandlung von vasomotorischen Symptomen in den Wechseljahren eingesetzt. Diese Substanzen, hier Elinzanetant, beeinflussen Nervenzellen im Gehirn, die durch den Östrogenmangel überschießende Reaktionen zeigen und die Temperaturregulation durcheinanderbringen.
Wirkung von Elinzanetant bei Hitzewallungen durch Hormontherapie?
An der Phase-3-Studie nahmen Frauen mit HR+ Brustkrebs und moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen (wie etwa Hitzewallungen) in der Hormontherapie teil. Davon wurden nach dem Zufallsprinzip Patientinnen ausgewählt, die für 52 Wochen täglich mit 120 mg Elinzanetant behandelt wurden (Elinzanetant-Gruppe), und 158, die für 12 Wochen einen Placebo und anschließend für 40 Wochen täglich 120 mg Elinzanetant einnahmen (Kontroll-Gruppe). Erfasst wurde, wie sich die Zahl der täglichen Wechseljahressymptome in Woche 4 und 12 nach Beginn der Einnahme von Elinzanetant veränderte.
Randomisiert-kontrollierte Studie der Phase 3 mit 474 Brustkrebs-Patientinnen
Insgesamt nahmen 474 Frauen mit Brustkrebs teil, von denen 316 Patientinnen für die gesamte Studiendauer (52 Wochen) Elinzanetant erhielten, 158 Frauen erhielten für die ersten 12 Wochen ein Placebo, bevor sie zum Wirkstoff wechselten. Zu Beginn der Studie lag die Zahl der Wechseljahressymptome in der Elinzanetant-Gruppe bei 11,4 pro Tag (95 % Konfidenzintervall, KI: 10,7 – 12,2) und in der Kontroll-Gruppe bei 11,5 (95 % KI: 10,5 – 12,5). Nach 4 Wochen sank die Zahl der Symptome bei Patientinnen, die Elinzanetant einnahmen, um 6,5 (95 % KI: -7,2 – -5,8), in der Kontroll-Gruppe um 3,0 (95 % KI: -3,9 – -2,2). Nach 12 Wochen betrug die Veränderung unter Elinzanetant -7,8 (95 % KI: -8,5 – -7,1) und unter Placebo -4,2 (95 % KI: -5,2 – -3,2). Insgesamt senkte Elinzanetant die Zahl der täglich auftretenden Wechseljahresbeschwerden signifikant stärker als die Einnahme eines Placebos.
Während der 12-wöchigen Einnahme traten bei 220 Patientinnen unter Elinzanetant (69,8 %) und bei 98 unter Placebo (62,0 %) unerwünschte Ereignisse auf. Am häufigsten berichteten die Studienteilnehmerinnen über Kopfschmerzen, Fatigue und Schläfrigkeit. Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden bei 8 Patientinnen in der Elinzanetant- (2,5 %) und bei 1 Patientin in der Kontroll-Gruppe (0,6 %) festgestellt.
Signifikant weniger Wechseljahresbeschwerden
Die Autoren schließen, dass Elinzanetant zu einer signifikant geringere Häufigkeit von vasomotorischen Symptomen im Rahmen der Hormontherapie bei HR+ Brustkrebs im Vergleich zu einem Placebo führte.
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