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Welttag des Schlafs: Telemonitoring kann Versorgung von Menschen mit Schlafstörungen verbessern
- Telemonitoring kann Therapie und Betreuung von Menschen mit schlafbezogenen Atemstörungen deutlich verbessern.
- Digitale Auswertung von Therapiedaten ermöglicht frühzeitige Anpassungen und stärkt die Therapietreue.
- SPECTARIS fordert die Integration telemedizinischer Leistungen in die Regelversorgung.
Berlin – Anlässlich des heutigen Welttags des Schlafs weist die Medizintechnik im Deutschen Industrieverband SPECTARIS auf das große Potenzial digitaler Versorgungsmodelle für Menschen mit Schlafstörungen hin. Besonders Telemonitoring kann die Begleitung der Therapie von Patientinnen und Patienten mit schlafbezogenen Atemstörungen deutlich verbessern. Durch die kontinuierliche Auswertung von Therapiedaten lassen sich Probleme frühzeitig erkennen und Patientinnen und Patienten gezielter unterstützen – ein wichtiger Faktor für eine höhere Therapietreue und damit für den langfristigen Therapieerfolg. Damit das Potenzial von Telemonitoring jedoch im Versorgungsalltag genutzt werden kann, müssen telemedizinische Leistungen künftig auch strukturell in die Regelversorgung integriert und vergütet werden.
Vor diesem Hintergrund hat die SPECTARIS-Fachgruppe Respiratorische Heimtherapie im vergangenen Sommer die Initiative „Telemonitoring in die Regelversorgung“ gestartet. Am Beispiel der Schlaftherapie soll aufgezeigt werden, wie digitale Technologien die Therapiequalität und Therapietreue verbessern können. Gleichzeitig erarbeitet die Initiative aktuell konkrete Lösungsansätze, um Telemonitoring langfristig in die Versorgung zu integrieren.
„Die Schlaftherapie zeigt besonders deutlich, welches Potenzial Telemonitoring für eine bessere Patientenversorgung hat“, sagt Stefan Jentsch, Sprecher der Fachgruppe bei SPECTARIS. „Digitale Technologien ermöglichen eine engere Begleitung der Patientinnen und Patienten im Alltag und helfen, Therapien schneller anzupassen. Damit Einsparpotenziale in der Praxis wirksam werden können, brauchen jedoch sowohl Mediziner als auch Hilfsmittel-Leistungserbringer klare Rahmenbedingungen und eine angemessene Vergütung.“
Auch aus medizinischer Sicht bietet Telemonitoring große Chancen. „Digitale Lösungen können die Betreuung chronisch erkrankter Menschen deutlich verbessern und Versorgungsprozesse effizienter gestalten“, erklärt Rainer Beckers von der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed), der die Initiative begleitet. „Gerade in der Schlaftherapie zeigt sich, wie Telemonitoring eine kontinuierliche Betreuung ermöglichen und gleichzeitig die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure stärken kann.“
Mit der Initiative bringt SPECTARIS erstmals Expertinnen und Experten aus Medizin, Versorgung, Kostenträgern, Wissenschaft und Industrie zusammen, um praxisnahe Modelle für eine Integration von Telemonitoring in die Regelversorgung zu entwickeln – für eine höhere Therapieadhärenz und die wirksame Prävention chronischer Folgeerkrankungen.
Die Medizintechnik-Branche (Hersteller von medizintechnischen Geräten und Medizinprodukten inkl. Kleinstunternehmen) beschäftigte im Jahr 2024 laut Gesundheitswirtschaftlicher Gesamtrechnung (GGR) des WifOR-Instituts in Deutschland insgesamt über 210.000 Menschen und erwirtschaftete inklusive Ausstrahleffekte eine Bruttowertschöpfung von 38,3 Milliarden Euro. Nach der Wirtschaftsstatistik gab es 2024 in Deutschland 1.508 Medizintechnik-Hersteller mit mehr als 20 Beschäftigten, die einen Gesamtumsatz von 41,4 Milliarden Euro erzielten (60 Milliarden Euro mit Kleinstunternehmen). 68 Prozent des Medizintechnik-Umsatzes stammen aus dem Auslandsgeschäft. Rund 9 Prozent des Umsatzes werden in Forschung und Entwicklung investiert. 93 Prozent der Unternehmen sind KMU.
SPECTARIS ist der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik und vertritt 400 überwiegend mittelständische deutsche Unternehmen. Davon repräsentiert der SPECTARIS-Fachverband Medizintechnik rund 130 Hersteller und Zulieferer der Medizintechnik-Branche sowie Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Provider aus dem Bereich der respiratorischen Heimtherapie.
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